Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan BNE

Im Rahmen eines breiten, transparenten und partizipativen Konsultationsprozesses wurde am 20. Juni 2017 der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) verabschiedet.

Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan BNE

Im Rahmen eines breiten, transparenten und partizipativen Konsultationsprozesses wurde am 20. Juni 2017 der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) verabschiedet. Mit seinen 130 Zielen und 349 Handlungsempfehlungen trägt der Aktionsplan maßgeblich dazu bei, BNE in den Strukturen des deutschen Bildungssystems zu verankern. Doch inwieweit ist dies bereits gelungen und an welchen Stellen bedarf es noch weiterer Anstrengungen? Die erste Zwischenbilanz des NAP BNE [PDF | 8 MB] gibt Antworten auf diese Fragen.

Wegmarke und Orientierungshilfe

Die erste Zwischenbilanz des Nationalen Aktionsplans soll als Wegmarke und Orientierungshilfe dienen, um die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans in den nächsten Jahren weiter gezielt voranzutreiben. Sie bezieht sich dabei im Wesentlichen auf die Handlungsfelder des NAP und ist in mehrere primäre Abschnitte gegliedert:

Bilanzierung der Bildungsbereiche und Kommunen

Die sechs BNE-Fachforen ziehen gemeinsam mit den angegliederten Partnernetzwerken für die Bildungsbereiche frühkindliche Bildung, Schule, berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend sowie die Kommunen Bilanz. Auch das BNE-Jugendforum youpaN, das zur Stärkung der direkten Jugendbeteiligung im BNE-Prozess eingerichtet wurde, hat eine Zwischenbilanz erstellt. Im Fokus stehen die Beiträge der eigenen Aktivitäten im Zeitraum 2017 bis 2019.

 Ergänzende Ergebnisse des BNE-Monitorings

Die Berichte für die jeweiligen Bildungsbereiche werden durch die Ergebnisse des BNE-Monitorings, das seit 2015 von der Arbeitsstelle des wissenschaftlichen Beraters Prof. Gerhard de Haan am Institut Futur an der Freien Universität Berlin (FU Berlin) durchgeführt wird, unterstützt.

 BNE in den Ländern

Da eine strukturelle Verankerung von BNE nur gemeinsam mit den Ländern gelingen kann, bilanzieren auch die Länderkonferenzen Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK), die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und die Konferenz der Umweltminister des Bundes und der Länder (UMK) ihre BNE-Aktivitäten zum NAP BNE.

 Übersicht zum Umsetzungsstand der Commitments

Mit mehr als 300 Commitments setzen sich Institutionen wie Unternehmen, Hochschulen oder Behörden dafür ein, den Nationalen Aktionsplan umzusetzen. Sie haben jetzt den Umsetzungsstand ihrer Selbstverpflichtungen bewertet.

 Internationaler und wissenschaftlicher Berater im Gespräch

Minister a.D. Walter Hirche ist Vorsitzender des Fachausschusses Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission und internationaler Berater des deutschen BNE-Prozesses. Professor Gerhard de Haan unterstützt die Nationale Pattform BNE als wissenschaftlicher Berater und begleitet das nationale BNE-Monitoring. Im Gespräch teilen sie ihre Gedanken zum neuen UNESCO-Programm "BNE 2030" und diskutieren Herausforderungen für die Zukunft.

 Interview mit Staatssekretär Christian Luft

Christian Luft, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Vorsitzender der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung, gibt im Interview einen Ausblick auf BNE ab 2020 – wie geht es weiter?

Die gemeinsam erstellte Zwischenbilanz ist auch ein Zeichen des gemeinsamen Engagements für BNE: Bis spätestens 2030 sollen die Ziele des NAP BNE umgesetzt werden und so einen Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Develpment GoalsSDGs) leisten.

Hier geht es zur Zwischenbilanz [PDF | 8 MB]