UNESCO-Preis für BNE

Im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung zeichnet der "UNESCO-Japan Prize on Education for Sustainable Development" weltweit Projekte von Individuen, Institutionen oder Organisationen aus, die BNE besonders gelungen umsetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf innovativen und transformativen Ansätzen, die individuellen und sozialen Wandel vorantreiben, und dabei die ökologische, wirtschaftliche und soziale Dimension von Nachhaltigkeit in den Blick nehmen.

Der Preis wurde vom Exekutivrat der UNESCO bei seiner 195. Sitzung ins Leben gerufen, und 2014 offiziell bei der UNESCO World Conference on ESD in Aichi-Nagoya, Japan, vorgestellt. Seit 2015 werden von einer internationalen Jury jährlich drei Preise vergeben, die mit jeweils 50 000 US-Dollar dotiert sind. Das Preisgeld wird von der japanischen Regierung zur Verfügung gestellt.

2019 ging der UNESCO-Japan Preis auch nach Deutschland: Die Freie und Hansestadt Hamburg hat Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fest in die Stadtentwicklung integriert und wurde für ihr Engagement ausgezeichnet.

Neben Hamburg erhielten auch der Camphill Community Trust aus Botswana und die Sustainable Amazon Foundation aus Brasilien den Preis. Die offizielle Verleihung fand am 15. November 2019 im Rahmen der UNESCO-Generalkonferenz in Paris statt.

Die Preisträger werden darüber hinaus eingeladen, Key Partner der UNESCO zu werden. Als solche arbeiten sie in unterschiedlichen internationalen Netzwerken daran, die Implementierung von jeweils einem der fünf Schwerpunktthemen des UNESCO-Weltaktionsprogramms (WAP) zu fördern: Politische Unterstützung, Transformation von Lern- und Lehrumgebung, Kompetenzentwicklung von Lehrenden und Multiplikatoren, Mobilisierung der Jugend und Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf lokaler Ebene.

Deutsche Nominierungen und Gewinner

Jeder UNESCO Mitgliedstaat kann jährlich drei Kandidaten für den Preis vorschlagen. In der Jury für die nationale Vorauswahl in Deutschland sitzen Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das für die nationale Umsetzung des Weltaktionsprogramms federführend ist, sowie der wissenschaftliche und der internationale Berater für die nationale Umsetzung des Weltaktionsprogramms.

Aus zahlreichen Bewerbungen wurde 2019 neben Hamburg der Verein Forum zum Austausch zwischen den Kulturen von deutscher Seite für eine Nominierung ausgewählt.

Zu den 2015 erstmalig von der UNESCO ausgezeichneten Preisträgern zählt auch das Berliner Sozialunternehmen "rootAbility", das mit seinem „Green Office Model“ Nachhaltigkeit an Hochschulen in Europa fördert.

Höhepunkte des Weltaktions­programms BNE 2015 bis 2019