Wie geht es weiter mit BNE nach 2019?

Wie geht es nach 2019 weiter mit dem Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP BNE)? Angesichts der globalen Bedeutung von BNE hat der Exekutivrat der UNESCO in einer Resolution vom 12. April 2018 entschieden, die Implementierung von BNE weltweit auch nach Ende des WAP weiter voranzutreiben. Das UNESCO-Positionspapier zur Zukunft von BNE zeigt nicht nur auf, wie es nach 2019 weitergehen könnte, sondern bettet BNE auch in den aktuellen Kontext ein.

Das Nachfolgeprogramm baut nicht nur auf dem Weltaktionsprogramm BNE auf, sondern auch auf die UN-Dekade BNE (2005 – 2014). Die Laufzeit orientiert sich dabei an den Sustainable Development Goals (SDGs), die auch stärker in den Mittelpunkt rücken sollen. Sie ist bis 2030 angesetzt. Dabei sollen zahlreiche bewährte Instrumente beibehalten werden wie etwa der UNESCO-Japan Preis für BNE oder die fünf prioritären Handlungsfelder. Doch es gibt auch Erweiterungen wie etwa den Fokus aller Aktivitäten auf die SDGs.

Um auch die weltweite Öffentlichkeit in die Entwicklung und Gestaltung der Zukunft von BNE mit einzubeziehen, hat die UNESCO im November 2018 eine Online-Konsultation gestartet. Alle Akteure – Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft, Bürger –  waren eingeladen, ihr Erfahrungswissen zu teilen und bis zu drei Anregungen und Vorschläge zum Positionspapier zu geben.

Hintergrund

Das Positionspapier wurde von den UNESCO-Mitgliedsstaaten in Zusammenarbeit mit zahlreichen engagierten BNE-Akteuren erarbeitet. So haben sich vier Symposien mit über 250 Teilnehmern in Deutschland, Japan, Südafrika und Brasilien mit der Zukunft von BNE beschäftigt und auch die Teilnehmer des dritten Key-Partner-Treffen der fünf internationalen Partnernetzwerke des WAP leisteten einen Beitrag zur Diskussion. Im Juli 2018 trafen sich 270 Delegierte aus 116 UNESCO-Mitgliedsstaaten in Bangkok, um den bestehenden Entwurf zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Das endgültige Positionspapier für die Nachfolge des Weltaktionsprogramms soll dem Exekutivrat der UNESCO im April 2019 und der UNESCO-Generalkonferenz im November 2019 zur Verabschiedung vorgelegt werden.