UNESCO-Monitoring zu SDG 4.7: Neuer Bericht

Als Koordinator der Globalen Bildungsagenda 2030 unterstützt und begleitet die UNESCO die Verwirklichung des nachhaltigen Entwicklungsziels 4.7: im Rahmen eines internationalen Monitorings analysiert sie den Fortschritt der weltweiten Umsetzung.

„Bis 2030 sicherstellen, dass jeder die Möglichkeit hat, sich das Wissen, die Fähigkeiten, Werte und Einstellungen anzueignen, die notwendig sind, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen“

Mit dem Unterziel 4.7 der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) definierten die Vereinten Nationen im Jahr 2015 Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erstmals als eigenständiges Handlungsfeld.

Die UNESCO hat es sich als Koordinator der Globalen Bildungsagenda 2030 fortan zur Aufgabe gemacht, die Verwirklichung dieses Ziels zu begleiten und zu unterstützen: im Rahmen eines internationalen Monitorings analysiert sie den Fortschritt der weltweiten Umsetzung des nachhaltigen Entwicklungsziels und misst mithilfe des globalen Indikators 4.7.1, in welchem Umfang BNE bereits in nationale Bildungspolitiken, Curricula, die Lehreraus- und –weiterbildung sowie in Schulleistungsstudien integriert wurde. 

Hierzu befragt die UNESCO ihre Mitgliedsstaaten im Abstand von vier Jahren zur Integration von Grundprinzipien und zentralen Themen in die oben genannten Bereiche. Dazu gehören zum Beispiel Menschenrechte, Völkerverständigung, Gerechtigkeit und Fairness, Klimawandel sowie nachhaltige Lebensstile. Diese Länderberichte dienen als Datenquelle für den Indikator und werden in Form eines gebündelten internationalen Fortschrittsberichts veröffentlicht.

Report zur internationalen Umsetzung von BNE

Der aktuelle Report zur internationalen Umsetzung von BNE und Global Citizenship Education (GCED), der im Zuge des Berichtsverfahrens der 1974 Empfehlung erstellt wurde, erschien im Dezember 2018 unter dem Titel Progress on Education for Sustainable Development and Global Citizenship Education. Der Bericht befasst sich mit dem Zeitraum 2012 bis 2016 und stellt mit Informationen aus insgesamt 83 Ländern den bisher umfangreichsten Report dar.

Die Auswertung der aktuellen Befragung zeigt, dass die genannten Grundprinzipien in den meisten Ländern (98%) Bestandteil von nationalem Recht und Bildungspolitik sind. Auch bestätigten 81 von 83 Ländern, dass die zentralen Themen Einzug in ihre Bildungspläne gehalten haben. Anders sieht es währenddessen im Bereich der Kompetenzentwicklung bei Lehrenden aus: 23% der Befragten gaben an, dass die Grundprinzipien „in keiner Weise“ in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften verankert wären, 75% sprachen von einer lediglich „geringfügigen“ Verankerung.

Es ist unter anderem dieses Ungleichgewicht zwischen politischem Willen und Realität im Bereich der Lehrkräftebildung, das in folgenden Berichten noch näher untersucht werden soll. Die UNESCO arbeitet aktuell an der Erstellung des nächsten Fragenkatalogs, der 2020 an die Mitgliedsstaaten weitergeleitet werden soll.

Learning to live together sustainably

Aktuelle Trends, Fortschritte und Nachrichten zur Umsetzung des nachhaltigen Entwicklungsziels 4.7 werden auf der UNESCO-Webseite Learning to live together sustainably vorgestellt.

Höhepunkte des Weltaktions­programms BNE 2015 bis 2019