UNESCO beschließt vorläufig BNE-Programm ab 2020

Ende 2019 läuft das aktuelle UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung aus. Doch es steht bereits fest, dass es weitergehen wird: Der UNESCO-Exekutivrat hat dem Positionspapier für die inhaltliche Ausgestaltung des Nachfolgeprogramms jetzt zugestimmt.

Bildung für nachhaltige Entwicklung – für 2030

In Abstimmung mit Regierungen, Expertinnen und Experten sowie der Öffentlichkeit hat die UNESCO ein Positionspapier für die inhaltliche Ausgestaltung des Nachfolgeprogramms des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP BNE) erstellt. Der UNESCO-Exekutivrat hat diesem Vorschlag jetzt zugestimmt und ihn zur formalen Verabschiedung an die UNESCO-Generalkonferenz im November verwiesen.

Das Nachfolgeprogramm wird bis 2030 laufen, ebenso wie die Agenda 2030 und die damit verbundenen globalen Nachhaltigkeitsziele, die 17 Sustainable Development Goals (SDGs). Die SDGs und auch die Zielkonflikte zwischen ihnen rücken im Nachfolgeprogramm inhaltlich stärker in den Mittelpunkt.

Das Nachfolgeprogramm behält zahlreiche bewährte Instrumente bei, wie etwa den UNESCO-Japan Preis für BNE oder die fünf prioritären Handlungsfelder. Doch es gibt auch Erweiterungen wie etwa den verstärkten Fokus auf psychologische und soziale Voraussetzung von Transformation und die Übersetzung von BNE in politische Mobilisierung.

Akteure weltweit an der Erstellung des Papiers beteiligt

Alle – Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Bürgerinnen und Bürger – waren eingeladen, ihre Ideen und Erfahrungen in die Erarbeitung des Positionspapiers einzubringen. Die UNESCO hatte dazu im November 2018 eine Online-Konsultation gestartet. Mindestens 30 Akteure aus Deutschland haben sich an dieser Konsultation beteiligt.

Außerdem fanden vier Tagungen zur Zukunft von BNE in Deutschland, Japan, Südafrika und Brasilien statt, mit insgesamt über 250 Teilnehmenden. Auch beim dritten Key-Partner-Treffen der fünf internationalen Partnernetzwerke des Weltaktionsprogramms war das Nachfolgeprogramm diskutiert worden. Im Juli 2018 hatten sich 270 Delegierte aus 116 UNESCO-Mitgliedsstaaten in Bangkok getroffen, um den damaligen Entwurf des Positionspapiers weiterzuentwickeln.

Das Positionspapier für das Programm der UNESCO ab 2020 ist hier im BNE-Portal verfügbar. Die UNESCO wird dieses Positionspapier weiter ergänzen und schließlich in ähnlicher Form wie die „Roadmap“ des Weltaktionsprogramms als verbindlichen Rahmen für das Programm ab 2020 veröffentlichen.