Preisverleihung in Paris: Hamburg erhält den UNESCO-Preis für BNE

Hamburg hat Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fest in die Stadtentwicklung integriert. Für dieses Engagement hat die UNESCO die Freie und Hansestadt mit dem UNESCO-Preis für BNE ausgezeichnet. Am 15. November 2019 wurde im Rahmen der UNESCO-Generalkonferenz in Paris die Auszeichnung verliehen.

Hamburg verbindet lokale Klimastrategie mit globalen Nachhaltigkeitszielen

Hamburg hat Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fest in die Stadtentwicklung integriert. Für dieses Engagement hat die UNESCO die Freie und Hansestadt mit dem UNESCO-Preis für BNE ausgezeichnet. Heute wurde im Rahmen der UNESCO-Generalkonferenz in Paris die Auszeichnung verliehen. Schon früh hat die Stadt Hamburg erkannt, dass globale Herausforderungen wie der Klimawandel ein neues gesellschaftliches und politisches Handeln erfordern. Vor 15 Jahren gründete sie deshalb die Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“. Seitdem ist es ihr gelungen, Behörden, Institutionen und Verbände miteinander zu vernetzen und Bildung für nachhaltige Entwicklung fest im Bildungssektor der Stadt zu verankern. Die Jury lobte den ganzheitlichen und modellhaften Ansatz der Stadt Hamburg bei der Verfolgung von Klimaschutzzielen: Bis 2030 will Hamburg 30 Prozent weniger CO2-Emissionen verursachen, bis 2050 soll der Ausstoß um 80 Prozent reduziert werden. Um dies zu erreichen, verbindet die Stadt ihre Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien miteinander und legt ein besonderes Augenmerk darauf, die Öffentlichkeit teilhaben zu lassen und die Themen in den Bildungsbereich zu integrieren.

Neben Hamburg wurden in Paris auch der Camphill Community Trust aus Botswana und die Sustainable Amazon Foundation aus Brasilien mit dem Preis ausgezeichnet.

Mehr über den Preisträger an der Elbe im Porträt.

Hintergrund

Seit 2015 verleiht die UNESCO im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Individuen, Institutionen oder Organisationen, die BNE besonders gelungen umsetzen. Mit dem UNESCO Japan Prize on Education for Sustainable Development werden innovative und transformative Ansätzen ausgezeichnet, die individuellen und sozialen Wandel vorantreiben, und dabei die ökologische, wirtschaftliche und soziale Dimension von Nachhaltigkeit in den Blick nehmen. Der Preis ist mit jeweils 50.000 US-Dollar dotiert und wird von der japanischen Regierung finanziert.  Zu den 2015 erstmalig von der UNESCO ausgezeichneten Preisträgern zählt auch das Berliner Sozialunternehmen „rootAbility“, das mit seinem „Green Office Model“ Nachhaltigkeit an Hochschulen in Europa fördert.

Höhepunkte des Weltaktions­programms BNE 2015 bis 2019