3. Key-Partner-Treffen für Weltaktionsprogramm

Vom 25. bis 27. April kamen die Mitglieder der fünf internationalen Partnernetzwerke des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP BNE) zum 3. Key-Partner-Treffen in Costa Ricas Hauptstadt San José zusammen. Die Mitglieder, die aus Vertretern von über 90 Organisationen und Institutionen bestehen, engagieren sich in den fünf prioritären Handlungsfeldern des WAP.

„Looking into the Future of ESD, together“

2014 haben sich die sogenannten „Key Partner“ ehrgeizige Ziele für Ihren Beitrag zum Weltaktionsprogramm gesteckt, die sie bis Ende 2019 erreichen wollen. Unter dem Motto „Looking into the Future of ESD, together“ hatten sie nun wieder drei Tage lang die Möglichkeit, sich intensiv mit ihren Netzwerkpartnern auszutauschen und die weitere Vorgehensweise bis Ende 2019 zu planen.

So diskutierten die Teilnehmer beispielsweise im Rahmen von „Town-Hall Discussions“ über BNE und die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs), extreme Armut, technischen Fortschritt oder verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster. Auch die Frage, was bisher im Rahmen der Partnernetzwerke erreicht wurde und wie es nach Beendigung des WAP 2019 weitergehen könne, beschäftigte die Mitglieder. Die Diskussionsergebnisse fließen in den weiteren Beratungsprozess zur Post-WAP-Agenda mit ein.

Deutsche Partnernetzwerkmitglieder

Am diesjährigen Treffen nahmen auch die Vertreterinnen und Vertreter der fünf deutschen Partnernetzwerkmitglieder teil: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für das Handlungsfeld politische Unterstützung, das Netzwerk ESD Expert Net/Engagement Global im Bereich Stärkung und Mobilisierung der Jugend, die Freie und Hansestadt Hamburg für die Förderung von nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene und das Unternehmen rootAbility sowie der UNESCO-Lehrstuhl „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“ an der Universität Lüneburg für die ganzheitliche Transformation von Lehr- und Lernumgebungen.

rootAbility

Anselm Grahl

„Das Key Partner Meeting in Costa Rica war ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des Key Partner Netzwerks. Es bot viel Zeit zum Austausch zwischen den Akteuren und auch mit der UNESCO. Die Zukunft der globalen BNE-Bemühungen nach 2019, die Verknüpfung zwischen BNE und den SDGs und die Evaluation des bisherigen Programms luden zu regen Diskussionen ein.

Wenn die BNE-Bemühungen auch nach 2019 Erfolg haben sollen, müssen die Key Partner die Implementierung gemeinsam vorantreiben. Gemeinsame Projekte zwischen Partnern haben schon großartiges bewirkt und haben das Potential dazu noch vieles mehr zu erreichen. Kooperationen zu fördern sollte im Vordergrund der neuen BNE-Strategie der UNESCO stehen.“

 

Statement

Key Partner Netzwerk „Ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen“

Freie und Hansestadt Hamburg

Jürgen Forkel-Schubert

„Das wichtigste Ziel einer BNE ist es, Lernende zu motivieren, hinaus zu gehen und reale Veränderungsprozesse zu starten. Dabei ist die Interaktion mit der sozialen Gemeinschaft von größter Bedeutung, denn sie erzeugt Solidarität für gemeinsame Aktivitäten. Diese Zielsetzung für ein Nachfolgeprogramm des Weltaktionsprogramms ab 2020 diskutierten und befürworteten die rund 90 Key Partner der UNESCO.

Kommunen und ihre sozialen Gemeinschaften, aber auch die Nationalstaaten als UNESCO-Mitglieder, sind deshalb als Handlungsorte für BNE von besonderer Bedeutung. Sie müssen BNE-Aktivitäten befürworten und gegebenenfalls anschieben, fördern und evaluieren. Hamburg – als eine der 5 vertretenen Städte – ist mit seinem „Masterplan BNE“, der alle Bildungsbereiche umfasst und der in die SDG-Umsetzungsstrategie eingebunden ist, auf einem guten Weg!“

Statement

Key Partner Netzwerk „Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene“

UNESCO Chair Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung Leuphana Universität Lüneburg

Maik Adomßent

„Für mich war die Peace University ein würdiger und inspirierender Ort für das Key Partner Meeting in Costa Rica. Doch bei aller Begeisterung über das hervorragend organisierte Event und das Wiedersehen mit den Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt bin ich ein wenig enttäuscht über die unzureichende Beteiligung der Partnernetzwerke bei der Verfertigung des sogenannten „Post-WAP Positionspapiers.

Entsprechend besorgt bin ich mit Blick auf die Unklarheit, die hinsichtlich der Weiterführung des WAP-Prozesses herrscht. Daher setze ich mich mit Nachdruck dafür ein, die gesammelten Erfahrungen des für den WAP-Erfolg zentralen „Netzwerks von Netzwerken“ mit allen Mitteln für die Zukunft zu sichern – unabhängig davon, wie die künftige „Post-WAP-Struktur“ endgültig aussehen wird.“

Statement

Key Partner Netzwerk „Ganzheitliche Transformation von lern- und Lehrumgebungen“

Engagement Global

René Danz

„Die Eindrücke und Erfahrungen meines ersten Key Partner Treffens sind positiv: angefangen vom Ort der Tagung, über die gesamte Organisation bis hin zum insgesamt sehr wertschätzenden und offenen Miteinanders aller Teilnehmenden. Der in Costa Rica vorstellte Entwurf des Post-WAP-Positionspapiers liefert aus meiner Sicht bereits sehr viele gute inhaltliche Ansätze für den Post-WAP-Prozess, zum Beispiel die stärkere Verbindung von BNE und SDGs. Die daran anschließenden Diskussionen zeigten aber auch, dass inhaltliche Anpassungen des Papiers noch folgen werden; so zum Beispiel um die Bedeutung des Zusammenwirkens aller Bildungsbereiche. Gewünscht hätte ich mir mehr Informationen zur zukünftigen Struktur des Key Partner Netzwerks.“

Statement

Key Partner Netzwerk „Stärkung und Mobilisierung der Jugend“