ESD for 2030 – Mit BNE in die Zukunft

Angesichts drängender globaler Entwicklungen wie etwa dem Klimawandel muss die Weltgemeinschaft jetzt handeln. Mit der Agenda 2030 verfolgen die Vereinten Nationen ein Ziel: Gesellschaften weltweit leben friedlich und nachhaltig zusammen. Nachhaltige Entwicklung braucht gesellschaftlichen Wandel. Um dies zu erreichen, ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) essentiell.

 

Nach fünf erfolgreichen Jahren UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE startet die UNESCO 2020 mit ihrem neuen Programm „Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs“ – kurz „ESD for 2030“. Das Engagement der letzten Monate Zeigt, dass BNE eine globale Priorität ist und bleibt: Auch in Zukunft wird die UNESCO die Verankerung von BNE in den globalen Bildungslandschaften vorantreiben und die Bedeutung von BNE für die Erreichung der gesamten Agenda 2030 hervorheben.  

 

UNESCO-Weltkonferenz 2020 findet in Deutschland statt

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UNESCO-Weltkonferenz zu BNE vom 2. bis 4. Juni 2020 in Berlin

Zum Auftakt des neuen Programms richtet die UNESCO vom 2. Bis 4. Juni 2020 eine internationale Konferenz aus. Unterstützt wird sie dabei von Deutschland als Gastgeber. Das Treffen liefert Impulse, um BNE in Bildungspolitik und -praxis weiter zu stärken.

Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs

Als ein wichtiger Treiber für die Agenda 2030 knüpft sich das Folgeprogramm der UNESCO zu BNE eng an die Agenda und ihre 17 globalen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs). Wie die Agenda läuft auch „ESD for 2030“ bis 2030. Dabei wird das Folgeprogramm zeigen, welchen Beitrag BNE zu jedem einzelnen der nachhaltigen Entwicklungsziele leisten kann und Zielkonflikte zwischen den einzelnen SDGs stärker in den Fokus nehmen.  

Zahlreiche Initiativen, die sich im Weltaktionsprogramm bewährt haben, führt das Folgeprogramm fort, wie etwa den UNESCO-Japan Preis für BNE oder die fünf prioritären Handlungsfelder. Das neue Programm erkennt aber auch die sozialen und psychologischen Voraussetzungen als wichtige Bedingungen für Transformation an und rückt diese stärker in den Mittelpunkt. Die Befähigung von Lernenden, die für notwendig erachtete gesellschaftliche Transformation voranzutreiben, soll gezielt adressiert werden. Ein wichtiges Ziel wird außerdem sein, Menschen weltweit für BNE zu mobilisieren und das Thema auf politischer Ebene weiter voranzubringen.

UNESCO-Publikation zu BNE & den SDGs

„Education for Sustainable Development Goals: Learning Objectives“

Der Weg zum neuen BNE-Programm

Positionspapier mit breiter öffentlicher Beteiligung

Wie soll BNE in Zukunft fortgesetzt werden? Wo liegen Schwerpunkte und wie soll die internationale Zusammenarbeit ab 2020 gestaltet werden? Um diese Fragen zu beantworten, hat die UNESCO 2018/2019 ein Positionspapier entwickelt. Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Bürgerinnen und Bürger waren im Rahmen einer Online-Konsultation dazu eingeladen, ihre Ideen und Erfahrungen in diesen Prozess einzubringen.

Perspektiven aus allen Weltregionen berücksichtigt

Die Gestaltung des Programms stand zudem im Zentrum verschiedener internationaler Treffen, Symposien und Konferenzen weltweit – etwa in Deutschland, Südafrika, Japan und Brasilien, die sich unter anderem mit der Zukunft von BNE nach dem Weltaktionsprogramm befassten. Im Juli 2018 hatten sich schließlich 270 Delegierte aus 116 UNESCO-Mitgliedsstaaten in Bangkok getroffen, um das Positionspapier weiterzuentwickeln.

Weiterentwicklung des Positionspapiers

Im Frühling 2019 hat der UNESCO-Exekutivrat dem Positionspapier für die inhaltliche Ausgestaltung des Nachfolgeprogramms zugestimmt. Im November 2019 wird es der UNESCO-Generalkonferenz vorgelegt, um das Programm formal zu verabschieden.

Entwurf des UNESCO-Programms „ESD for 2030“

in englischer Sprache

Höhepunkte des Weltaktions­programms BNE 2015 bis 2019