Ausgezeichnete Netzwerke: Jury-Begründungen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission ehren herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung. Die 12-köpfige Jury besteht aus Mitgliedern der Nationalen Plattform und Vertretenden des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Freien Universität Berlin sowie der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Jury begründet, warum die jeweiligen Netzwerke eine Auszeichnung erhalten.

43 Netzwerke ausgezeichnet

AG Pädagogik im Verband Botanischer Gärten, Mainz, Rheinland-Pfalz

„Als Netzwerk zeigt sich die AG Pädagogik im Verband Botanischer Gärten erfolgreich in der Umsetzung gemeinsamer Strategien und Maßnahmen zu BNE. Durch regelmäßiges Monitoring, das als Grundlage für Konzeption und Weiterentwicklung dient, werden Aktivitäten gemeinsam überarbeitet und verschränkt. Auch Qualität und Quantität der Aktivitäten der Netzwerkpartner konnte gesteigert werden: Seit 2016 erhielten 46 Personen ein Zertifikat als Multiplikator oder Multiplikatorin für Biodiversitätsbildung im Rahmen einer BNE.“

 

Das neue Emschertal, Emschergenossenschaft, Essen, NRW

„Das große Netzwerk im Emscher-Lippe-Gebiet (mit ca. 15 Netzwerkpartnern) ist durch die Einbindung in die Emschergenossenschaft stark institutionalisiert und insofern wirkmächtig. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Themenfeldern Wasser und Nachhaltigkeit. So werden der Umbau der Gewässer und die Ausgestaltung des Neuen Emschertals bis hin zur Quartiersentwicklung als Gemeinschaftsprojekt verstanden. Der starke partizipative Ansatz bei den Netzwerkpartnern und die aktive Einbindung der Bürgerschaft in die Planung der wasserwirtschaftlichen Maßnahmen hat die Jury besonders beeindruckt.“

 

Deutschsprachiges Netzwerk LehrerInnenbildung für eine nachhaltige Entwicklung (LeNa), Lüneburg/Vechta, Niedersachsen

„Das Deutschsprachige Netzwerk LehrerInnenbildung für eine nachhaltige Entwicklung hat es sich zum Ziel gemacht, Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell in der LehrerInnenbildung zu verankern. Dabei ist das Netzwerk überregional sichtbar und trägt den BNE-Gedanken in die breite Öffentlichkeit. Synergieeffekte zwischen den beteiligten Partnern sind durch den Austausch von Erfahrungen und Konzepten deutlich erkennbar und fördern den bildungspolitischen Diskurs zu BNE.“

 

Ein neuer Anfang (ENA), Frankfurt am Main, Hessen

„Das zentrale Ziel des Projekts „Ein neuer Anfang“ (ENA) ist die aktive Beteiligung von Jugendlichen. Schülerinnen und Schülern soll eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage, wie ein Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft gelingen kann, ermöglicht werden. Bereits jetzt, zu Beginn der Initiative, sind professionelle Strukturen erkennbar und Partner verschiedenster Bildungsbereiche an der Umsetzung beteiligt. Es ist davon auszugehen, dass das Netzwerk in Zukunft mindestens national sichtbar ist – ENA soll nach einjähriger Entwicklungsphase in zunächst 40 niedersächsischen Schulen starten und verfügt somit über großes Potenzial, um BNE in die Breite zu tragen.“

 

Faire Kita, Informationszentrum 3.Welt Dortmund e.V., NRW

„Das Netzwerk FaireKITA wurde mit dem Ziel initiiert, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen langfristig im Elementarbereich zu verankern. Stabile Strukturen und ein vielfältiges Angebot tragen dazu bei, dass Kinder, Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern für einen nachhaltigen und fairen Konsum sensibilisiert werden. Durch sein herausragendes Engagement erzielt das Netzwerk eine starke Strahlkraft: zahlreiche Tageseinrichtungen für Kinder werden konkret dabei unterstützt, BNE Schritt für Schritt in den Einrichtungsalltag zu implementieren.“

 

Fairtrade Initiative Saarland, Saarbrücken, Saarland

„Die Fairtrade Initiative Saarland zeichnet deutschlandweit und im Ausland Schulklassen für ihren Einsatz für den Fairen Handel aus. Besonders hervorzuheben ist die professionalisierte Struktur des Netzwerks und die überregionale Sichtbarkeit, die in der Vergangenheit deutlich erkennbare Ergebnisse hervorgebracht hat. So unterstützt und berät das Netzwerk beispielsweise im Rahmen des Wettbewerbs „Faire Schulklasse“ Lehrpersonal fachlich zu BNE und gibt Klassen die Möglichkeit, sich kreativ und innovativ für Nachhaltigkeit einzusetzen.“

 

FOENAKO - Förderung von Nachhaltigkeitskompetenz für Auszubildende und das Bildungspersonal im Einzelhandel, Berufskolleg an der Lindenstraße, Köln, NRW

„Das übergeordnete Ziel des Netzwerks FOENAKO ist die Integration von Nachhaltigkeit in situative Lehr- und Lernarrangements. Nachhaltiges Denken und Handeln soll in die betriebliche Praxis implementiert werden. Um eine systemische Veränderung zu bewirken, beteiligt der Lernort alle relevanten Netzwerkpartner an Entwicklung, Umsetzung und Monitoring. Im Rahmen verschiedener Gremien – Qualitätszirkel, Projektbeirat, Workshops – werden regelmäßig ganzheitliche Konzepte erarbeitet und umgesetzt. Besonders hervorzuheben sind hier beispielsweise Qualifizierungskonzepte für das Bildungspersonal sowie ein Zertifizierungskonzept für eine Zusatzqualifizierung der Auszubildenden.“

 

Forum zum Austausch zwischen den Kulturen e.V., Hamburg

„Das Forum zum Austausch der Kulturen e.V. kooperiert bereits seit vielen Jahren als Netzwerk und wächst dabei stetig weiter. Neben einer Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte sind die breitgefächerten Mitwirkungs- und Gestaltungsangebote für Schülerinnen und Schüler als vorbildlich hervorzuheben. Das Ziel Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Ausbildung an Berufsschulen zu verankern wird unter anderem durch die Kooperation von Bildungsinstitutionen in Hamburg und Mosambik mit Leben gefüllt.“

 

GemüseAckerdemie, Ackerdemia e.V., Potsdam, Brandenburg

„BNE ist bereits in der Konzeption der GemüseAckerdemie angelegt. Um BNE strukturell im Netzwerk zu verankern wurde eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die von den verschiedenen Teams in allen Bereichen realisiert wird. Der Maßnahmenplan und Wirkungsbericht zeigen auf besonders beeindruckende Weise, wie der Verein die eigene Weiterentwicklung kontinuierlich vorantreibt. Strahlkraft entaltet die GemüseAckerdemie auch durch Engagement im Bereich politischer Unterstützung: Unter anderem stellte sie ihr Bildungsprogramm im Parlamentarischen Beirat für Nachhaltige Entwicklung des deutschen Bundestages vor.“

 

Gib´ Abfall einen Korb, Zeitbild Verlag, Berlin

„Der Zeitbild Verlag ist seit über 50 Jahren auf die Entwicklung von Materialien und die Durchführung von Projekten zur schulischen und außerschulischen Bildung für Kinder und Jugendliche spezialisiert. Mit dem Bildungsprogramm „Gib´ Abfall einen Korb“ wurde ein professionalisiertes, langjähriges Netzwerk geschaffen, das BNE ins Zentrum rückt. Dabei ist davon auszugehen, dass das Netzwerk auch in Zukunft weiter konkrete Projekte zur Abfallvermeidung anstößt. Der gut strukturierte Monitoringprozess, der die Reflexion aller Akteure einbezieht und Anpassungen für Folgejahre möglich macht, ist besonders hervorzuheben.“

 

Grenzenlos - Globales Lernen in der beruflichen Bildung, World University Service, Wiesbaden, Hessen

„Als überregionales Netzwerk zeigt sich Grenzenlos - Globales Lernen in der beruflichen Bildung besonders erfolgreich in der Schaffung von Synergieeffekten für BNE: Im Zentrum steht ein regelmäßiger Austausch mit einschlägigen lokalen, nationalen und internationalen Netzwerken sowie die Umsetzung von Lehrkooperationen zu BNE-Themen. Produkte und Dienstleistungen werden hierbei nachweislich evaluiert und weiterentwickelt, um BNE praxisnah in den Unterricht zu bringen und strukturell zu verankern. Qualität und Quantität der Aktivitäten der Netzwerkmitglieder konnten so nachweislich deutlich gesteigert werden.“

 

HOCH-N Nachhaltigkeit an Hochschulen, Hamburg

„Hochschulen, die sich dem HOCH-N Netzwerk anschließen, setzen sich im Sinne des Whole Institution Approaches dafür ein, nachhaltige Entwicklung in allen zentralen Strukturen und Handlungsfeldern ihrer Hochschule zu befördern. Dabei treibt das Netzwerk Innovation und Wandel am Lernort in vorbildlicher Weise voran: Durch verschiedene Austauschformate wird der Transformationsprozess an den Hochschulen stark gefördert. Der spezielle Fokus liegt dabei in den Bereichen Governance, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Lehre, Forschung, Betrieb und Transfer.“

 

Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit, Hamburg

„Die Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit vermitteln aktiv Gestaltungskompetenz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung: Die Studierenden stehen im Zentrum und entscheiden eigenständig über die Ausgestaltung des Programms. Dabei trägt das Netzwerk den BNE-Gedanken erfolgreich in die breite Öffentlichkeit. Immer neue Akteure unterschiedlicher Bildungs- und Themenbereiche werden durch die Veranstaltungen zusammengebracht und vernetzt“.

 

INEBB - Integration Nachhaltiger Entwicklung in die Berufsbildung, Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V., Berlin

„Ziel von INEBB ist es, das Verständnis von Nachhaltigkeit durch interdisziplinäre Projekte und Forschung zu vertiefen. So entwickelt das Netzwerk beispielsweise ein IHK-zertifiziertes Weiterbildungskonzept mit Experten und Praktikern, das Wissen über nachhaltiges Wirtschaft und globale Zusammenhänge vermittelt. Eine Vernetzung findet dabei nicht nur innerhalb des Netzwerkes statt – durch den regelmäßigen Austausch mit lokalen, überregionalen und nationalen Akteuren entwickelt INEBB auch nach außen Strahlkraft.“

 

Initiative Schule im Aufbruch gGmbH, Berlin

„Die Vision des Netzwerkes Schule im Aufbruch ist die Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen und Bildungslandschaften. Dabei immer im Zentrum der Aktivitäten: Der Whole Institution Approach. Die beteiligten Schulen arbeiten im Netzwerk aktiv zusammen, der Austausch inklusive Reflexion findet sehr regelmäßig und über längere Zeit hinweg statt. Schule im Aufbruch schafft es, unter anderem durch gemeinsam erarbeitete Konzepte zur Implementierung von BNE, Schulen bei der Transformation der Lernumgebung zu unterstützen.“

 

InnoNE - Innovationsprojekte und Innovationskompetenz für eine nachhaltige Entwicklung, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Niedersachsen

„Das Netzwerk InnoNE leitet erfolgreich die Planung und Durchführung von nachhaltigkeitsorientierten Projekten. Durch intensive Zusammenarbeit und einen dezidierten Austausch fördert das Netzwerk die Innovationskompetenz aller Projektbeteiligten, um organisationale Lernprozesse im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung anzustoßen. Durch gezielte und breit angelegte Pressearbeit wird eine starke Strahlkraft erzeugt: fachwissenschaftliche und praxisorientierte Publikationen sowie Präsentationen und Vorträge tragen BNE in die breite Öffentlichkeit.“

 

Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften (infernum), Fernuniversität Hagen, NRW

„Das interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften „infernum“ schafft es, umweltrelevantes Wissen und Gestaltungskompetenz zu vermitteln und so nachhaltige Entwicklungsprozesse anzustoßen und zu begleiten. Interdisziplinarität und eigenständiges Lernen stehen dabei im Mittelpunkt: die Studierenden werden befähigt, komplexe umwelt- und nachhaltigkeitswissenschaftliche Problemstellungen ganzheitlich anzugehen. Hervorzuheben ist unter anderem die kontinuierliche Steigerung der beteiligten Institutionen, die zu einer noch größeren Modulvielfalt geführt hat.“

 

KinderKulturKarawane – creACtiv für Klimagerechtigkeit, Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH, Hamburg

„Das außergewöhnlich innovative Netzwerk creACTiv für Klimagerechtigkeit der KinderKulturKarawane vermittelt Gestaltungskompetenz auf breiter Basis: Schülerinnen und Schüler sind Hauptgestaltende im Projekt und können kreativ bei der Entwicklung mitwirken. Darüber hinaus ist eine beeindruckende Steigerung von Qualität und Quantität des Netzwerks zu beobachten: Beratungsangebote wurden weiterentwickelt, BNE-Angebote deutlich häufiger genutzt und einige Schulleitungen ziehen in Betracht, das Projekt fest in ihre Curricula zu übernehmen. creACTiv trägt BNE in die breite Öffentlichkeit.“

 

KITA21, S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Hamburg

„Das Ziel der Bildungsinitiative KITA21 ist es, Kindertageseinrichtungen in ihrer Entwicklung hin zu BNE-Lernorten zu unterstützen. Hierzu setzt das Netzwerk auf die Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren, fördert die Umsetzung von BNE in Kindertageseinrichtungen mit verschiedenen Unterstützungsangeboten und entwickelt gemeinsam mit den Netzwerkpartnern Instrumente zur Förderung der strukturellen Verankerung von BNE in der frühkindlichen Bildung. Sehr erfolgreich ist, dass es innerhalb von zwei Jahren einen Beteiligungszuwachs von 370 auf 470  Kitas an der Bildungsinitiative zu verzeichnen gab, die die Unterstützungsangebote nutzen. Das spricht sowohl für die Qualität als auch für die Weiterentwicklung des Netzwerkes.“

 

Klimastiftung für Bürger in Sinsheim, Baden-Württemberg

„Die Klimastiftung für Bürger in Sinsheim ist ein strukturell gut aufgestelltes Netzwerk. Es trägt durch breitgefächerte und schulartenübergreifende Beratung und Unterstützung von der Grundschule bis zur Hochschule sehr erfolgreich zur Implementierung von BNE innerhalb der formalen Bildung bei. Lehrerinnen und Lehrer werden im Sinne des Weltaktionsprogrammes  bei der BNE-Implementierung im Schulalltag und -curriculum durch die Vernetzung regionaler und überregionaler Bildungspartner und Experten, unterstützt. Zudem werden die Angebote stetig weiterentwickelt und evaluiert.“

 

Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität, Universität Hamburg

„Das Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur Entwicklung und Gestaltung der Universität Hamburg als „University for a Sustainable Future“ beizutragen. Insbesondere das große Engagement des Netzwerks in Form von Konferenzen, Workshops, Infoveranstaltungen und Positionspapieren zum Thema Nachhaltigkeit ist hervorzuheben. Durch die Konzeption von Maßnahmen zur Implementierung einer nachhaltigen Entwicklung an der Universität schafft es das Netzwerk, BNE auf innovative Weise strukturell umzusetzen.“

 

KoProNa, Konzepte zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals für eine nachhaltige berufliche Bildung, Universität Erfurt, Thüringen

„Das Netzwerk KoProNa schafft es, BNE strukturwirksam zu realisieren: Unternehmen und Bildungseinrichtungen werden dabei unterstützt, Konzepte und Strategien einer nachhaltigen beruflichen Bildung zu entwickeln, zu implementieren und umzusetzen. Fünfzehn Betriebe nehmen aktuell an den Projektaktivitäten teil und sind in einen Coachingprozess für nachhaltige Organisationsentwicklung eingebunden. In Form von Workshops werden neue Projekte und Ideen angestoßen, die helfen, BNE stärker in der beruflichen Bildung zu verankern.“

 

Landesstelle für gewerbliche Berufsförderung in Entwicklungsländern, Berlin

„Die Landesstelle für gewerbliche Berufsförderung in Entwicklungsländern schafft es in ihren Fortbildungen, die verschiedenen Aspekte der BNE in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales zu vermitteln. Sie sind wesentlicher Bestandteil des Programms, das die Gestaltungs- und Problemlösekompetenz der Teilnehmenden aktiv fördert. Auch Synergieeffekte sind klar erkennbar, unter anderem im Rahmen von Fortbildungen und Gemeinschaftsprojekten.“

 

Nachhaltige Lernorte im Gastgewerbe (NL-G), Universität Bonn, NRW

„Das Netzwerk Nachhaltige Lernorte im Gastgewerbe erarbeitet einen umfassenden Gestaltungsrahmen für nachhaltiges Handeln im Hotel- und Gastgewerbe. Mit der Umsetzung von Nachhaltigkeitsaktivitäten in Modellbetrieben schafft es das Netzwerk, Innovation und Wandel voranzubringen. Besonders wichtig: Auszubildende werden an diesem Prozess beteiligt. Darüber hinaus führt das Netzwerk bundesweite Fallstudien in Good-Practice-Betrieben durch, um erfahrungsbasierte Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und trägt so in besonderem Maße zum Wissenstransfer bei.“

 

Nachhaltigkeitszentrum Thüringen, Arnstadt, Thüringen

„Das Netzwerk des Nachhaltigkeitszentrums Thüringen ist ein landesweit übergreifendes, offenes Netzwerk von Akteuren und angeschlossenen Netzwerken zur Multiplikation, Begleitung und Unterstützung der BNE und nachhaltiger Entwicklung. Bei der Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE agiert das Zentrum als thüringenweiter Ansprechpartner und ist starker inhaltlicher Impulsgeber. Besonders hervorzuheben ist das aktive Engagement des Netzwerks für eine stetige Weiterentwicklung des BNE-Konzepts sowie die erhebliche qualitative Weiterentwicklung des Netzwerks selbst.“

 

Naturschutzjugend (NAJU) im NABU e.V., Berlin

„Für die Naturschutzjugend (NAJU) im NABU ist BNE strategisches Schwerpunktthema. Der Bundesverband ist Ansprechpartner für Bildung für nachhaltige Entwicklung und nutzt das Netzwerk, um vorhandenes Wissen weiterzugeben und neues dazuzugewinnen. Erklärtes Ziel ist, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen und die biologische Vielfalt durch aktiven Natur- und Umweltschutz zu erhalten. Die zahlreichen Bildungsmaterialien des Netzwerkwerks ermöglichen es Kindern, alle Dimensionen von Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.“

 

Naturwissenschaftlicher und kultureller Bildungsverbund Moabit, Berlin

„Im Naturwissenschaftlichen und kulturellen Bildungsverbund Moabit haben sich Kitas, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Kultureinrichtungen und Projektträger aus Berlin-Moabit zusammengeschlossen, um gemeinsam den Bildungsstandort Moabit zu stärken. Das Netzwerk schafft es, in den Projekten in Kitas und Schulen eigenverantwortliches Lernen sowie Bildung im Sinne sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit zu fördern. Besonders hervorzuheben ist die vorbildliche Beratung außerschulischer Bildungseinrichtungen durch den Verbund.“

 

Netzwerk "Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt", Hessen

„Das seit 10 Jahren bestehende Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen Frankfurt“ erfüllt alle strukturellen Voraussetzungen, um BNE erfolgreich in die Breite zutragen. Das Netzwerk bringt heterogene Akteure zusammen und eröffnet Möglichkeitsräume für Transformation und Kooperationen. Besonders zu würdigen ist die partizipative Integration von Jugendlichen als klarer Bestandteil der Arbeit. Die strategische Ausrichtung zur Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung hat sich verstärkt und das Netzwerk gewinnt nicht nur landes-, sondern auch bundesweit an Bedeutung. Folglich hat es sich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ weiterentwickelt.“

 

Netzwerk Bildungspartner BNE in der Großregion, St. Wendel, Saarland

„Das Netzwerk ist ein informeller Zusammenschluss von Akteuren der Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Großregion Grand-Duché de Luxembourg, Lorraine, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Wallonie / Fédération Wallonie-Bruxelles (Belgien).
Es handelt sich um ein Expertennetzwerk mit dem Ziel die BNE-Akteure in der Großregion grenzüberschreitend zu vernetzen, sich auszutauschen und gemeinsame Angebote für verschiedene Zielgruppen zu entwickeln, z.B. Fortbildungen, freiwilliges ökologisches Jahr, Konferenzen, Bewusstseinsbildung u.ä. Der grenzübergreifende Netzwerkansatz ist interessant, insbesondere die Thematisierung der verschiedenen BNE Konzeptionen der jeweiligen Regionen.“

 

Netzwerk BNE, Deutscher Jugendherbergsverband, Detmold, NRW

„Das Netzwerk der UmweltIJugendherbergen umfasst 17 zertifizierte Jugendherbergen. Es sind Lern- und Erfahrungsorte, von deren Lernumfeld und Programm ökologische und soziale Lernimpulse ausgehen. Sie orientieren sich an einem Leitbild, das umweltverträgliches, sozialverantwortliches und wirtschaftlich vertretbares Handeln auf allen Ebenen zum Ziel hat. Im Rahmen einer kontinuierlichen Selbstüberprüfung wird die Qualität ihrer Angebote sowohl unter ökologischen, als auch unter sozialen und ökonomischen Kriterien bewertet und weiter entwickelt. Die große Zahl der jährlich verzeichneten 80 000  Schülerinnen und Schüler in diesen UmweltIJugendherbergen, spricht für ein Erfolgsmodell, das durchaus auf weitere Jugendherbergen ausgedehnt werden sollte.“

 

Netzwerk Klimaherbst e.V., München, Bayern

„Die Veranstaltungsreihe Klimaherbst gibt es in München schon seit 11 Jahren. 2015 wurde das “Netzwerk Klimaherbst e.V.” gegründet, um dem stetig wachsenden Interesse und den Besucherzahlen gerecht zu werden. Ziel des Netzwerks Klimaherbst ist es Institutionen, Vereine, Organisationen, Stiftungen gemeinsam mit Wissenschaft, ausgewählten Akteuren der freien Wirtschaft sowie Stadtverwaltung und -politik zusammen zu bringen, um eine nachhaltige Lebensweise in München zu etablieren. Hervorzuheben ist die stetige Weiterentwicklung der Netzwerkaktivitäten. So werden derzeit mit über 400 Partner*innen Bildungsveranstaltungen verschiedenster Formate organisiert und sehr öffentlichkeitswirksam durchgeführt.“

 

netzwerk n e.V., Berlin

„Das netzwerk n e. V. aus Berlin engagiert sich für einen Wandel an Hochschulen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen hochschulischen Handelns  und arbeitet somit an einer gesamtinstitutionellen Transformation der Hochschulen. Es fungiert als Vernetzungsplattform und nimmt aktiv Einfluss auf die Wissenschaftspolitik auf Bundes- und Länderebene.
Hervorzuheben ist, dass das Netzwerk Modellcharakter hat bei der stetigen Weiterentwicklung dieser studentischen Initiative mit deutlichem BNE-Fokus. Die starke Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerks sowie der partizipative Ansatz, der es allen AkteurInnen ermöglicht an der Entwicklung, Umsetzung und am Monitoring teilzuhaben, ist besonders zu würdigen.“

 

Netzwerk Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern", München, Bayern

„Das Netzwerk Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ vernetzt die Partner, die in Bayern für die Bildung für nachhaltige Entwicklung Verantwortung tragen. Die wichtigsten Ziele des Qualitätssiegels "Umweltbildung.Bayern" sind die Verbreitung von BNE in der Öffentlichkeit, die Qualifizierung der Mitarbeiter in den Einrichtungen sowie die Vernetzung der Einrichtungen untereinander. Das gesamte Netzwerk erreicht 4 Mio. BürgerInnen, die jährlich an den Angeboten teilnehmen.
Die stetige Weiterentwicklung des Netzwerkes, welches durch seine Arbeit deutlich zur Steigerung der BNE-Qualität der beteiligten Netzwerkpartner in Bayern beiträgt und Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeglicher Altersstufen erreicht, ist besonders hervorzuheben.“

 

Norddeutsch und Nachhaltig - NUN-Netzwerk Hamburg, Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit / Behörde für Umwelt und Energie Hamburg

„Das Zertifikat für Bildung für nachhaltige Entwicklung des Hamburger NUN-Netzwerks sichert die Qualität des Bildungsangebotes außerschulischer Anbieter und stellt ein ausgesprochen professionalisiertes Programm dar. Zertifizierte Akteure werden sowohl während des Prozesses als auch danach kontinuierlich über die Hamburger Geschäftsstelle betreut. Immer im Zentrum: Der aktive Austausch der Netzwerpartner. Unter Einbeziehung des Feedbacks der Zertifizierten wird das Projekt stetig weiterentwicklelt und ein weiterer Schritt in Richtung strukturwirksame Realisierung von BNE gegangen."

 

Permakultur Akademie, Hoffnungsthal, NRW

„Die Permakultur Akademie schafft es, BNE auf innovative Weise strukturell umzusetzen. Die inhaltlichen Grundlagen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sind Bestandteil der Vereinssatzung. Unter Beteiligung aller Akteure wurde das Bildungskonzept des Netzwerks mehrfach weiterentwickelt und ist – mit klarem Schwerpunkt auf Gestaltungs- und Partizipationskompetenz – ambitioniert formuliert. Hervorzuheben ist unter anderem, dass Lernerfolge systematisch im Rahmen von Feedbackrunden und -gesprächen regelmäßig evaluiert werden.“

 

Pro-DEENLA - Spedition und Logistik, Leuphana Universität Lüneburg, Niedersachsen

„Nachhaltig ausgerichtete Lernaufgaben für den Einsatz in der betrieblichen Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung zu konzipieren, zu erproben und zu verbreiten, ist sowohl für das betriebliche Berufsbildungspersonal als auch die Auszubildenden der beteiligten über 15 Praxispartnerbetriebe Ziel des Netzwerkes. Dem Netzwerk ist es gelungen,  sich von 24 Netzwerkpartnerinnen und -partnern im Jahr 2016 auf mittlerweile 41 Netzwerkpartnerinnen und -partner auszuweiten. In Anbetracht der Tatsache, dass die Praxispartnerbetriebe vor der Teilnahme an dem Modellversuch teilweise gar keine bis nur sehr wenige betriebliche Aktivitäten zum nachhaltig ausgerichteten Denken und Handeln am Arbeitsplatz initiiert hatten, ist es ein herausragender Erfolg, dass sowohl die Quantität als auch die Qualität der BBnE-Aktivitäten der Netzwerkpartnerinnen und -partner sich in diesem Zeitraum steigern konnten.“

 

rehab republic e.V., München, Bayern

„Als Verein zur Förderung des Bewusstseins für eine nachhaltige Entwicklung trägt rehab republic durch vielseitige Projekte und Aktionen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bei. BNE ist sowohl Teil der internen Kommunikation als auch Profilierungsmerkmal für die Außenkommunikation: Pressemitteilungen, Blogartikel und ein Newsletter berichten über die Aktivitäten des Vereins. Kooperationen mit lokalen Partnern, wie Foodsharing München und einem verpackungsfreien Supermarkt, tragen den BNE-Gedanken darüber hinaus in die Öffentlichkeit.“

 

rootAbility gUG, Berlin

„Green Office unterstützt beratend Studierende und HochschulmitarbeiterInnen dabei, mehr über Nachhaltigkeit zu lernen sowie gemeinsam Nachhaltigkeitsprojekte an ihren Hochschulen und in ihren Städten umzusetzen. Ein Green Office als open-source Modell berücksichtigt und realisiert eigene Ideen, um Nachhaltigkeit in der Bildung, in der Forschung und in den Betriebsabläufen der Hochschule zu verankern. Das Modell wird mittlerweile europaweit umgesetzt und wurde von der UNESCO mit dem Japan Preis für BNE ausgezeichnet. Hier zeigt sich der innovative Charakter des stetig wachsenden Netzwerks von Studierenden, die den Wandel der Hochschulen im Sinne des Whole Institution Approachs unterstützen und voran bringen.“

 

STUBE Netzwerk, Brot für die Welt, Berlin

„Das STUBE Netzwerk ist ein durch Brot für die Welt finanziell und inhaltlich unterstütztes  Studienbegleitprogramm. Es engagiert sich erfolgreich, Akteure aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa STUBE bei der Transformation hin zu einer ökologischeren und sozial gerechteren Weltgesellschaft zu unterstützen. Die Studierenden können an einem individuellen Fachstudium durch qualitativ hochwertige außeruniversitäre Veranstaltungen, die am Globalen Lernen und dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgerichtet sind, teilnehmen. Die klare Fokussierung auf die SDGs und deren Umsetzung in Bezug auf die Sensibilisierung und Qualifizierung der Studierenden ist besonders zu würdigen.“

 

Sukuma arts e.V., Dresden, Sachsen

„Der Verein Sukuma arts beteiligt Jugendliche an seiner Entwicklung und bietet ihnen herausragende Mitwirkungs- und Gestaltungsangebote: Mit dem Ziel, Partizipations- und alltagstaugliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, führen junge Erwachsenen eigenverantwortlich Teilprojekte durch und werden konsequent in Organisation und Gestaltung eingebunden. Auch politisch zeigt sich der Verein engagiert und wirkt beispielsweise intensiv bei der Erarbeitung der Sächsischen BNE-Landesstrategie mit.“

 

Umwelt macht Schule, Goethe-Institut Moskau

„Das vom Goethe-Institut Moskau gesteuerte regionale Netzwerk „Umwelt macht Schule“ (UmS) ist als regionales Projekt des Goethe-Instituts in Osteuropa und Zentralasien mit interregionalen Bezügen angelegt mit dem Ziel,  ein Bildungsnetzwerk von Schulen über teilweise feindliche und manchmal sogar kriegerische Grenzen hinweg zu schaffen. BNE dient dabei als gemeinsames Dach. Die Jury ist beeindruckt von dem Transfer in die Breite, denn das Schulnetzwerk ist in den letzten vier Jahren von 200 auf 800 Schulen angewachsen und  um diesem stark gestiegenen Betreuungsbedarf gerecht zu werden, sind inzwischen vom Goethe-Institut 52 geschulte BNE-Lehrertrainer in der Region eingesetzt.“

 

Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück e.V., Niedersachsen

„Das Netzwerk des Vereins für Ökolologie und Umweltbildung in Osnabrück besteht bereits seit 30 Jahren und hat zahlreiche Projekte durchgeführt, aus denen  langjährige Dienstleistungen und Netzwerke für die Stadt und ihre Bildungseinrichtungen entstanden sind. Der Schwerpunkt liegt mittlerweile auf  einem umfassenden regionalen Netzwerk Klimabildung, das mit Hilfe von eigenen Initiativen und Projekten zu verschiedenen Themenbereichen im städtischen Raum von Osnabrück unterschiedliche Adressaten unterstützt und vernetzt und somit die  Implementierung von BNE in der Region maßgeblich voran bringt. Die kontinuierliche Bildungsarbeit von der Umweltbildung hin zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Osnabrücker Bildungslandschaft ist ein bemerkenswertes Verdienst des Netzwerks.“

 

Werde WELTfairÄNDERER, Bischöfliches Jugendamt / BDKJ Bistum Mainz, Rheinland-Pfalz

„Die WELTfairÄNDERER sind ein Netzwerk bestehend aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, welches sich der Vernetzung von Menschen, die in den Bistümern in der Schularbeit tätig sind, verschrieben hat. Die WELTfairÄNDERER sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man von einem Projekt zu einem strukturell verankerten Netzwerk bei der Umsetzung von BNE im Weltaktionsprogramm gelangen kann. Die Möglichkeiten der Partizipation der jugendlichen Beteiligten, innerhalb der Planung und Gestaltung von Aktionswochen, sind besonders hervorzuheben.“