Ausgezeichnet: Nachhaltigkeit in der Bildung umgesetzt

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission ehren herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung. Die 32 Lernorte, 43 Netzwerke und sechs Kommunen leisten als Vorreiter einen beispielhaften Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland.

81 Initiativen 2018 ausgezeichnet

Bilder ausgezeichneter Akteure

Die Ausgezeichneten können sich die Fotos der Gala herunterladen.

© DUK/Thomas Müller

Eine Schule, die eine Regenwassernutzungsanlage einsetzt. Globale Lernpartnerschaften, in denen Berufsschüler etwas über nachhaltiges Wirtschaften lernen. Eine Gemeinde, die sich für Bildung, Ressourcenschonung, Klimaschutz und Mobilität in ihrer Region stark macht – gute Bildungsbeispiele für nachhaltige Entwicklung in der Praxis sind zahlreich. Unter dem Motto „Ausgezeichnet“ prämierte die Deutsche UNESCO-Kommission gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) 81 Initiativen für ihr herausragendes Engagement. Bei der Gala in Bonn übergaben die  Präsidentin der DUK, Prof. Dr. Maria Böhmer, und Christian Luft, Staatssekretär im BMBF, den Initiativen aus ganz Deutschland ihre Auszeichnungsurkunden und würdigten damit ihren Beitrag zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE.

Im Rahmen der Auszeichnungen hob Staatssekretär Christian Luft die gesellschaftliche Bedeutung der gewürdigten Initiativen hervor: „Wir brauchen in Deutschland und der Welt ein noch stärkeres Bewusstsein für einen schonenden Umgang mit Ressourcen und der Notwendigkeit eines nachhaltigen Lebens. Hierfür spielt Bildung für nachhaltige Entwicklung eine Schlüsselrolle. Die heute ausgezeichneten Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung. Positive Beispiele und das beeindruckende Engagement der vielen Beteiligten bringen uns in der Verankerung einer nachhaltigen Entwicklung im deutschen Bildungssystem einen weiteren Schritt voran.“

Wie wichtig ihr Engagement angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen ist, betonte DUK-Präsidentin Prof. Dr. Maria Böhmer: „Die neuesten Warnungen von Weltklimarat und Weltbiodiversitätsrat zeigen: für eine zukunftsfähige Welt brauchen wir schnelle und weitreichende Veränderungen. Wie Nachhaltigkeit praktisch gelebt und erfahrbar werden kann, das zeigen unsere 81 herausragenden Bildungsinitiativen Tag für Tag. Ich wünsche mir, dass ihre neuen Lösungsansätze zahlreich aufgegriffen und weiterentwickelt werden.“

Seit 2016 zeichnen das BMBF und die DUK im Rahmen der nationalen Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung einmal im Jahr Bildungsinitiativen aus. Die Jury bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform BNE sowie Vertretern des BMBF, der Freien Universität Berlin und der DUK, wählte 2018 32 Lernorte, 43 Netzwerke und sechs Kommunen aus. Als offizieller Beitrag zum Weltaktionsprogramm stellen sich die ausgezeichneten Initiativen ab sofort deutschen BNE-Landschaft vor. Sie profitieren vom Austausch mit anderen Akteuren in einem breiten Wissens- und Praxisnetzwerk und erhalten für ihre Arbeit das Logo des Weltaktionsprogramms. Darüber hinaus stehen die Freie Universität Berlin und die DUK den Initiativen bei Fragen zu der Weiterentwicklung beratend zur Seite.

Das sind die Ausgezeichneten:

Flyer - ausgezeichnet! Kommunen, Lernorte und Netzwerke

Der Flyer infomiert über Auszeichnungskategorien, Qualitätsmerkmale sowie Kontaktdaten für die Bewerbung und Beratung.

Kommunen

Jury-Begründungen

Was machen die sechs ausgezeichneten Kommunen aus?

Netzwerke

Jury-Begründungen

Wodurch heben sich die 43 ausgezeichneten Netzwerke hervor?

Lernorte

Jury-Begründungen

Wodurch zeichnen sich die 32 Lernorte aus?

209 Ausgezeichnete des Weltaktionsprogramms

Insgesamt wurden seit dem Jahr 2016 209 Auszeichnungen für Bildung für nachhaltige Entwicklung verliehen. 

Nachhaltige Entwicklung bedeutet Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt zu verwirklichen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO-Weltaktionsprogramm (2015–2019) ist die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben.