Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es ein breites Netzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sowohl in der niedersächsischen Nachhaltigkeits- als auch in der Naturschutzstrategie ist BNE verankert. Niedersachsen plant die bereits vorhandenen Aktivitäten zu erhalten und zu stärken und – wo möglich - weiter zu vertiefen und auszubauen.

Wie setzt Niedersachsen Bildung für nachhaltige Entwicklung um?

Der Nationale Aktionsplan BNE stellt neben dem BMZ-KMK-Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung und den niedersächsischen Veröffentlichungen (Niedersächsische Nachhaltigkeits- und Naturschutzstrategie, Entwicklungspoltische Leitlinien des Landes Niedersachsen) die bildungspolitische Grundlage zur Umsetzung von BNE und Globalem Lernen in Niedersachsen dar. Viele Empfehlungen im Kapitel „Schule“ sind bereits umgesetzt, im Prozess inbegriffen oder in Planung.

In Niedersachsen lässt sich auf ein breites Spektrum von Akteursgruppen, Initiativen, Netzwerken und Projekten mit Themenschwerpunkten wie Umweltbildung, Globales Lernen, nachhaltige Mobilität oder Demokratiebildung zurückgreifen, um diesen Ansatz voranzubringen. Das bereits vorhandene Engagement und die Arbeit in und mit den Schulen wird genutzt, um dieses Verständnis von BNE in der niedersächsischen Schullandschaft zu implementieren.

Wichtige schulische und außerschulische Akteure und Netzwerke sind die 62 anerkannten außerschulischen Lernstandorte BNE, das Netzwerk der Umweltschulen in Europa/ Internationale Agenda 21-Schule, die UNESCO-Projektschulen, das Netzwerk Globales Lernen in Niedersachsen und Bremen mit seinen Mitgliedern, die Klimaschutzmanagerinnen und -manager in den Kommunen, die National- und Naturparke, die Waldpädagogikzentren sowie die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA).

Was plant Niedersachsen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Die Niedersächsische Landesregierung wird auch weiterhin spürbare Anstrengungen unternehmen, um das oben skizzierte, bereits heute im nationalen Vergleich sehr breite BNE-Netzwerk zu erhalten, zu stärken und – wo möglich – weiter zu vertiefen und auszubauen.

Gibt es Bezugspunkte zur Agenda 2030 und zum Nationalen Aktionsplan?

In der Präambel des Nationalen Aktionsplans BNE, die mit Blick auf die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) formuliert wurde, wird der Anspruch an BNE deutlich, wie er vom niedersächsischen Kultusministerium zugrunde gelegt wird: „Die Agenda 2030 ist ein Aktionsplan für die Menschen, den Planeten und den Wohlstand. Um sie zu verwirklichen, müssen wir umfassende und tief greifende gesellschaftliche Transformationen anstoßen und umsetzen. Bildung spielt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle. Sie ermöglicht ein fundiertes Verständnis der Herausforderungen und eine kritische Diskussion über mögliche Lösungswege. Bildung befähigt zur Gestaltung von politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Veränderungen. Bildung für nachhaltige Entwicklung steht für eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt.“ (S. 7-8)

Zum Weiterlesen

Ansprechpartner

Die Fachberaterinnen und Fachberater BNE unterstützen die Schulen bei der Umsetzung von Aspekten einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Projekten und Unterrichtsangeboten. Sie können über die Seiten der Niedersächsischen Landesschulbehörde angefragt werden.

Im Niedersächsischen Kultusministerium gibt es eine Referentin für BNE, Frau Dr. Marie Bludau (marie.bludau(at)mk.niedersachsen.de) und eine Landeskoordinatorin für Globales Lernen und Referentin für Mobilität (claudia.dierkes-hartwig(at)mk.niedersachsen.de).