Monitoring

Wie gut ist BNE in Deutschland bereits in den verschiedenen Bildungsbereichen verankert? Um dies herauszufinden, wird ein bundesweites BNE-Monitoring durchgeführt.

Eckpunkte zum Monitoring

Bereits seit 2015 führt das Projektteam des Instituts Futur das nationale Monitoring von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durch. Übergreifendes Ziel ist die Erfassung und Beschreibung eines differenzierten Bildes der BNE-Verankerung in Deutschland, der Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE (WAP BNE) und dem Folgeprogramm "ESD for 2030" sowie der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans (NAP). Dazu werden die Analysen zu verschiedenen Zeitpunkten wiederholt, integrieren dabei aber auch neue Forschungsschwerpunkte.

Die Ergebnisse und Fortschritte des Monitorings werden regelmäßig dokumentiert und in Form von Executive Summaries und anderen Publikationsformaten für die Nationale Plattform BNE, Bildungspolitik und Bildungspraktikerinnen und -praktiker sowie für die Wissenschafts-Community und interessierte Öffentlichkeit aufbereitet.

Menschen sitzen in einem Teammeeting.

gettyimages/FatCamera

Aufbau des Monitorings

Das Monitoring zeichnet sich durch ein mixed-methods Design aus. Das heißt, es umfasst neben der Analyse von Dokumenten sowohl qualitative als auch quantitative Untersuchungen.

Desk Research

Wie weit ist BNE institutionell verankert und lässt sich diesbezüglich ein Trend feststellen? Diesen Fragen geht die Dokumentenanalyse des Monitorings nach.

Qualitative Untersuchungen

Wie schätzen Expertinnen und Experten die Verankerung und die Verbreitung von BNE in ihrem Bildungsbereich ein? Welche Treiber sowie Hürden spielen dabei eine Rolle? Welche Aushandlungsprozesse führen zur weiteren Verbreitung von BNE in den verschiedenen Bildungsbereichen? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der qualitativen Analysen.

Quantitative Erhebung

Wie nachhaltigkeitsbewusst ist unsere Gesellschaft? Mithilfe von Fragebogenstudien erfassen die groß angelegten quantitativen Erhebungen neben der aktuellen und gewünschten BNE Implementierung unter anderem BNE- und nachhaltigkeitsbezogenes Wissen, Verhalten und Einstellungen.

Wichtig ist, auszuhalten, dass man nicht alle Informationen zu einem Thema haben kann. Und trotzdem entscheidungsfähig ist. Das ist eine Grundbedingung für die Zukunft, ganz unabhängig davon, ob es um das Thema Nachhaltigkeit geht.

Prof. Dr. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung und Leiter des Instituts Futur an der Freien Universität Berlin)

Diskussionspapier: "Was ist gute BNE?"

Das Monitoring-Team des Weltaktionsprogramms befragte BNE-Akteure auf dem Agendakongress 2016

Am 12. und 13. Juli 2016 fand der nationale Agendakongress zum UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (WAP BNE) in Berlin statt. Das Team des WAP-Monitoring hat hier eine Kurzerhebung zu der Frage "Was ist gute BNE?" durchgeführt und die Ergebnisse in einem Artikel veröffentlicht.

Perspektiven aus der BNE-Community

Der Kongress ist eine zentrale Auszeichnungs- und Vernetzungsveranstaltung der BNE-Community in Deutschland. Daher wurde er als Erhebungsort ausgewählt. Mit der explorativen Studie war der Anspruch verbunden, Einblicke in die heterogene Gruppe von BNE-Akteuren und in ersten Ansätzen ein differenzierteres Bild dieser Gruppe und ihrer Perspektiven auf BNE zu bekommen. Ein zentrales Interesse galt den Perspektiven der Befragten darauf, was "gute BNE" auszeichnet. Insgesamt nahmen 190 Personen von 617 angemeldeten Kongressteilnehmern an der Kurzerhebung teil. In einem Diskussionspapier werden zentrale Ergebnisse präsentiert und vor allem auf die Frage nach der Bedeutung einer "guten BNE" fokussiert.

Gestaltungskompetenz erwerben

Die Ergebnisse zeigen, dass gute BNE für die Befragten ein Zusammenspiel aus Zielen, Inhalten, Methoden und Medien sowie Organisationsformen pädagogischer Settings ist. Ziel guter BNE ist der Erwerb von Gestaltungskompetenz unter Betonung jener Fähigkeiten, die den Handlungskompetenzen und den Bewertungs- und Beurteilungskompetenzen zuzuordnen sind. Die Inhalte einer guten BNE basieren auf dem gesamten Nachhaltigkeitsdiskurs sowie zunehmend auch auf der allgemeinen Transformationsdebatte um einen Wandel unserer Lebens- und Wirtschaftsweise. Sie werden durch spezifische Kriterien, wie Interdisziplinarität, Zukunftsorientiertheit und Werteorientierung gerahmt.

Partizipative Methoden im Mittelpunkt

Hinsichtlich der Methoden und Medien guter BNE lässt sich eine deutliche Orientierung am Konzept des Situierten Lernens identifizieren. Dabei stehen partizipative Methoden sowie ein deutlicher Alltags- und Lebensweltbezug im Mittelpunkt. Eine zentrale Organisationsform ist neben anderen der "Whole Institution Approach", der als ganzheitlicher Ansatz neben den Inhalten und Lernformen auch Bewirtschaftung einer Institution umfasst. Die Ergebnisse legen zudem nahe, dass sich die gesamte Bildungslandschaft strukturell ändern müsse.

Kinder sitzen im Gras, im Hintergrund ein Windrad.

gettyimages/Hero Images

Executive Summaries

Ergebnisse der Dokumentenanalyse

Frühkindliche Bildung [PDF | 6,6 MB]

Schule [PDF | 5,8 MB]

Berufliche Bildung [PDF | 6,3 MB]

Hochschule [PDF | 6,3 MB]

Kommunen [PDF | 6,2 MB]

Ergebnisse der Experteninterviews

Frühkindliche Bildung [PDF | 195 KB]

Schule [PDF | 198 KB]

Hochschule [PDF | 209 KB]

non-formales und informelles Lernen [PDF | 206 KB]

Jugend [PDF | 195 KB]

Berufliche Bildung [PDF | 211 KB]

Kommune [PDF | 214 KB]

Ergebnisse der quantitativen Erhebung

Junge Menschen [PDF | 301 KB]

Lehrerinnen und Lehrer [PDF | 313 KB]

Weitere Publikationen

Neben den Executive Summaries stehen hier weitere Veröffentlichungen zum Download bereit, die im Zusammenhang mit dem Monitoring erschienen sind.

Peer-reviewte Publikationen

Bücher

  • Singer-Brodowski, M., Etzkorn, N. & Grapentin-Rimek, T. (Hrsg.) (2019). Pfade der Transformation. Die Diffusion von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich.
    zum Buch
  • Brock, A.; de Haan, G.; Etzkorn, N.; Singer-Brodowski, M. (Hrsg.) (2018): Wegmarken zur Transformation. Nationales Monitoring von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich.
    zum Buch 

Weitere Veröffentlichungen

  • Brock, A.; Grapentin, T.;  de Haan, G.; Kammertöns, V.; Otte, I.; Singer-Brodowski, M. (2017): Was ist gute BNE? Kurzerhebung im Rahmen des nationalen Agenda-Kongresses zum UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nach-haltige Entwicklung“ (WAP BNE) am 12./13. Juli 2016 in Berlin
    zur Publikation [PDF extern | 1,0 MB]
  • Etzkorn, N. (2017): Erfassung des Unfassbaren? Monitoring non-formaler BNE. ökopädNEWS 09/2017 (Nr. 283), S. 34. Artikel über das Monitoring im Bereich der non-formalen BNE
    zur Publikation
  • Flohr, M. unter Mitwirkung von Singer-Brodowski, M. (2017): Die staatliche Förderung der außerschulischen Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland im Zeitraum 2011 bis 2016. Freie Universität Berlin, Institut Futur.
    zur Publikation [PDF extern | 8,9 MB]

Kontakt

Institut Futur
Freie Universität Berlin
Fabeckstraße 37
14195 Berlin
Webseite der Arbeitsstelle WAP beim Wissenschaftlichen Berater

Antje Brock
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Telefon: +49 30 838 51883
E-Mail: brock(at)institutfutur.de

Heidi Consentius
Ansprechpartnerin für die Auszeichnungspraxis
Sekretariat Institut Futur / Projektmanagement Weltaktionsprogramm
Telefon: +49 30 838 56847
E-Mail: consentius(at)institutfutur.de

Dr. Anika Duveneck
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (Bereich Kommune)
Telefon: +49 30 838 60283
E-Mail: anika.duveneck@fu-berlin.de

Julius Grund
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Telefon: +49 30 838 64331
E-Mail: grund(at)institutfutur.de

Janne von Seggern
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Telefon: +49 30 838 67120
E-Mail: vonseggern@institutfutur.de

Dr. Mandy Singer-Brodowski
Wissenschaftliche Mitarbeiterin – Projektkoordination
UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Telefon: +49 30 838 61337
E-Mail: s-brodowski(at)institutfutur.de

Weiterführende Informationen

Neben dem Monitoring berät das Team des Instituts Futur die Gremien zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms in Deutschland, etwa mit Vorschlägen für die Strategie- und Qualitätsentwicklung. Zudem bietet das Institut Futur im Rahmen der Auszeichnungen Bewerberinnen und Bewerber sowie interessierten Initiativen eine Beratung an.

Indikatorik

Verbundprojekt "Sysko-BNE" - Systemkompetenz im Bereich BNE messen

Unter Systemkompetenz wird die Fähigkeit verstanden, einen komplexen sozio-ökologischen Wirklichkeitsbereich auf lokaler und globaler Ebene als System zu verstehen und vorausschauend handelnd darin eingreifen zu können. Wie lässt sich Systemkompetenz nun als Indikator im Bereich BNE messen? Um das herauszufinden, entwickelt "SysKo-BNE" anhand eines Kompetenzmodells für Systemkompetenz im Geographieunterricht ein Testverfahren. "SysKo-BNE" steht dabei für das Verbundprojekt "Messung von Systemkompetenz als Indikator im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Beteiligte Institutionen

In dem Verbundvorhaben arbeiten zusammen das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) und die Justus-Liebig-Universität Gießen.

Welches Gesamtziel verfolgen Sie mit Ihrem Verbundprojekt?

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die Erstellung eines Indikators für Systemkompetenz im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Hierbei wird auf Vorarbeiten zu einem theoretischen Kompetenzmodell für Systemkompetenz im Geographieunterricht aufgebaut, welches sich bereits empirisch bestätigen ließ. Konkret soll ein Testverfahren zur Messung der Systemkompetenz für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 entwickelt werden, das in Bildungsberichterstattung, Forschung oder zur Maßnahmenevaluation verwendet werden kann. Die Aufgabeninhalte haben Bezug zu den Sustainable Development Goals der UN sowie grundlegenden Unterrichtsprinzipien der BNE. Das Testverfahren soll ökonomisch einzusetzen und leicht auszuwerten sein und zugleich eine hohe Messgenauigkeit erreichen. Die Aufgabeninhalte werden sowohl in naturwissenschaftlichen als auch sozialwissenschaftlichen Kontexten angesiedelt, so dass der Einsatz in verschiedenen Schulfächern möglich ist.

In Ihrem Verbundprojekt arbeiten Sie eng mit anderen Institutionen zusammen. Wie ist Ihr Projekt aufgebaut und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen?

Im Projekt kooperieren Forscherinnen und Forscher aus zwei Fachdisziplinen an zwei Standorten, nämlich aus der Fachdidaktik (Didaktik der Geographie) an der Justus-Liebig-Universität Gießen und aus der Pädagogisch-Psychologischen Diagnostik am Leibniz-Insitut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) in Frankfurt. Aufgrund der komplementären Expertise an den beiden Standorten werden alle Arbeitsschritte im Projekt gemeinsam durchgeführt. Es gibt eine Kooperation mit dem internationalen PISA-Projekt, in deren Kontext der Bezug der Systemkompetenz zu international untersuchten Konstrukten wie Global Competence betrachtet wird und die Anschlussfähigkeit des zu entwickelnden Indikators an die internationale Bildungsberichterstattung geprüft wird. Geplant ist darüber hinaus ein fachlicher Austausch mit Projekten innerhalb der Fördermaßnahme. Es wird hier insbesondere geprüft, ob Instrumente zur Erfassung von Indikatoren auf Schul- und Lehrkraftebene aus anderen Projekten verwendet werden können.

Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen des Projekts, beispielsweise im Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis?

Das Instrument soll dazu beitragen, die Erreichung der globalen Nachhalttigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) in Bezug auf Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu überprüfen. Der zu entwickelnde Indikator könnte hierzu in Bildungsmonitoring-Studien eingesetzt werden, in diesem Zusammenhang wird auch die Anschlussfähigkeit an internationale Vergleichsstudien geprüft. Das Instrument kann auch für die Evaluation von BNE-Maßnahmen in der Praxis verwendet werden, etwa zur Evaluation des Lernzuwachses im Verlauf einer Unterrichtseinheit zu Nachhaltigkeit. Neben dem Potenzial für die praktische Anwendung verspricht das Projekt auch relevante Erkenntnisse bezüglich des Konstrukts Systemkompetenz, beispielsweise bezüglich der Generalisierbarkeit des Kompetenzmodells auf verschiedene fachliche Kontexte und bezüglich schulischer und außerschulischer Einflussfaktoren für die Entwicklung dieser Kompetenz. Die im Projekt erhobenen Daten werden nach Abschluss des Projekts zur Sekundärnutzung verfügbar gemacht.

Weiterführende Informationen

Leibniz-Insitut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Justus-Liebig-Universität Gießen, Didaktik der Geographie

Verbundprojekt "IBBNE" - Indikatoren berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung

Wie kann die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der beruflichen Bildung gemessen werden? Das von BMBF geförderte und vom f-bb durchgeführte Verbundprojekt "IBBNE" ("Indikatoren Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung") untersucht diese Frage und entwickelt Indikatoren, die den Stand nachhaltiger Entwicklung in Lernorten des sekundären Bildungsbereichs abbilden.

Beteiligte Insitutionen

In dem Verbundprojekt arbeiten zusammen das F-BB Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gemeinnützige GmbH (Koordination), die Universität Hamburg, die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) GmbH - University of Applied Science und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Welches Gesamtziel verfolgen Sie mit Ihrem Verbundprojekt?

In dem Projekt "Indikatoren Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung {IBBnE}" werden Indikatoren identifiziert und entwickelt, die die Verankerung von Beruflicher Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE) in den Lernorten des dualen Berufsbildungssystems, Schule und Betrieb, abbilden können. Damit soll ein Ansatz zur Messung des Sustainable Development Goal (SDG) 4.7 der UN für den sekundären Bildungsbereich entwickelt werden. Die Indikatoren sollen den Anforderungen an Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE) in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie entsprechen und in die nationale sowie internationale Nachhaltigkeitsberichterstattung einfließen.

In ihrem Verbundprojekt arbeiten Sie eng mit anderen Institutionen zusammen. Wie ist Ihr Projekt aufgebaut und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen?

Innerhalb eines mehrstufigen Prozesses werden Indikatoren für BBnE identifiziert und hinsichtlich ihrer Eignung und Anschlussfähigkeit von Berufsbildungsexperten bewertet und die Erfassbarkeit im Rahmen bestehender Erhebungen überprüft. Dies erfolgt etwa über Dokumenten- und Curricula-Analysen, Experteninterviews und Expertenworkshops - sogenannten Search Conferences - mit Akteuren aus dem Bereich BNE und der (Berufsbildungs-)Statistik. Die vier beteiligten Partner bringen sowohl fachlich-inhaltliche Expertise in den Bereichen berufliche Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie ein, als auch fachlich-methodische Kompetenzen in den Bereichen Statistik, Sozialforschung sowie Managementerfahrung bei der Leitung und Umsetzung komplexer Forschungsprojekte. Die Partner sind über den gesamten Prozess an der Indikatorenentwicklung beteiligt und wirken entsprechend ihrer jeweiligen Kompetenzbereiche am Projekt mit.

Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) übernimmt innerhalb des Projektes die Verbundleitung und bringt seine Expertise aus der Umsetzung von Forschungsprojekten im betrieblichen Kontext beziehungsweise zum Lernort Betrieb ein.

Die Universität Hamburg ist mit seinem Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik vertreten und bringt Erfahrungen aus dem Forschungsschwerpunkt zu BBnE und zum Lernort Schule ein. Als Verbundpartner bringt die staatlich anerkannte, privaten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit dem "Center for Sustainable Governance" Expertise aus der Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten in Unternehmen ein.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bringt seine weitreichenden Erfahrungen zu BBnE sowie zur Umsetzung zentraler Erhebungen innerhalb der deutschen Bildungsberichterstattung in das Projekt ein.

Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen des Projekts, beispielsweise im Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis?

Die im Rahmen des Projekts entwickelten -Indikatoren werden in bestehende Erhebungsformate der Berufsbildung in Deutschland übernommen. Sie sollen so in die (inter-)nationale Nachhaltigkeitsberichtserstattung einfließen. Aus Sicht des Projektteams ist es darüber hinaus wünschenswert, wenn die Indikatoren nicht allein als Messgröße im Sinne eines Monitorings zu nachhaltiger Entwicklung in der Berufsbildung wahrgenommen werden, sondern noch vielmehr auch in positiver Weise Verbesserungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und somit die Verbreitung nachhaltigen Handelns und Wirtschaftens in der Berufsarbeit fördern können.

Weiterführende Informationen

f-bb, Forschungsinsitut Betriebliche Bildung

Universität Hamburg

FHM, Fachhochschule des Mittelstands

BIBB, Bundesinstitut für Berufsbildung

Verbundprojekt "OIT-BNE" - Anwendungsbezogene Entwicklung eines Outcome-Indikatoren-Tests

„OIT-BNE“ steht für das Verbundprojekt "Anwendungsbezogene Entwicklung eines Outcome-Indikatoren-Tests zur Erfassung und Operationalisierung von BNE-Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in Deutschland". In dem Projekt entwickeln die Forscherinnen und Forscher ein Indikatoren-Set, das den Erfolg des Kompetenzaufbaus messen soll.

Beteiligte Institutionen

In dem Verbundvorhaben arbeiten zusammen die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und Ackerdemia e.V. Verein für angewandte Bildung und nachhaltige Entwicklung.

Welches Gesamtziel verfolgen Sie mit Ihrem Verbundprojekt?

Das Ziel des Projekts OIT-BNE ist die Entwicklung eines BNE-Outcome-Indikatoren-Sets, mit dem der Erfolg des Kompetenzaufbaus bei Schülerinnen und Schülern eingeschätzt werden kann.

Die Themenfelder der BNE werden hierfür anhand bestehender Modelle umfassend strukturiert, sondiert und gewichtet. Dabei werden wissenschaftliche und theoretische, nationale und internationale Vorarbeiten im Allgemeinen sowie solche mit Bezug auf Schulen berücksichtigt. Auf der Basis eines Kompetenzmodells mit den Komponenten Wissen, Motivation und Verhalten werden messtheoretisch anspruchsvolle und flexibel einsetzbare Messinstrumente entwickelt und empirisch überprüft. Um bereits in der Entwicklungsphase die praktische Relevanz und die Anwendbarkeit der Messinstrumente sowie ihre ausreichende Sensibilität für Veränderungsmessungen sicher zu stellen, ist ein iterativer Entwicklungsprozess unter Feldbedingungen (gemeinsam mit schulischen Entwicklungspartnerinnen und -partnern) gemäß dem Educational-Design-Research-Ansatzes vorgesehen. Ziel ist es, die entwickelten Indikatoren-Sets in das Nachhaltigkeitsmonitoring zu integrieren indem Kompatibilität mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) sowie anderen Berichtsformaten hergestellt wird. Zudem werden die Erkenntnisse Forschenden und Praktikerinnen und Praktikern zur Verfügung gestellt In ihrem Verbundprojekt arbeiten Sie eng mit anderen Institutionen zusammen.

Wie ist Ihr Projekt aufgebaut und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen?

Im Projekt OIT-BNE kooperieren die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und Ackerdemia e.V.

Die Stärken unseres interdisziplinären Projektteams sind die unterschiedlichen Expertisen aus verschiedenen Bezugswissenschaften. Die jeweiligen wissenschaftlichen Schwerpunkte, praktischen Erfahrungen sowie fundierte wissenschaftliche Vorarbeiten ermöglichen es, die Arbeitspakete (APs) im Projekt entsprechend der verschiedenen Kompetenzen sinnvoll auszufüllen. Gleichzeitig ist die Beteiligung aller Projektpartner an allen APs so gestaltet, dass Synergien entstehen und genutzt werden können.

Die Zusammenarbeit der Projektpartner wird neben regelmäßigen Treffen über Online-Plattformen organisiert, sodass ein stetiger Austausch möglich ist. Zum persönlichen Austausch und der Intensivierung der Projektarbeit sind mehrere Treffen mit allen Projektpartnern an den verschiedenen Standorten der Partner geplant.

Zudem sind Kooperationen mit weiteren Forschungseinrichtungen außerhalb des Konsortiums geplant und wir gehen bereits jetzt proaktiv auf verwandte Projekte zu. Damit verbessern wir den fachlichen und strategischen Austausch, um auf existierenden Projektergebnissen aufbauen zu können, aber auch unser Know-How für andere Projekte bereitzustellen.

Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen des Projekts, beispielsweise im Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis?

Ziel ist es, ein flexibles Indikatoren-Set zu schaffen, das je nach Bedarf sehr differenziert auf der unteren Ebene (zum Beispiel für einzelne Bildungsbereiche), aber auch überblicksartig mit nur wenigen Indikatoren auf einer hohen Aggregationsebene (zum Beispiel für die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung) eingesetzt werden kann.

Durch unsere zugrunde liegende Messmethode (Item-Response-Theorie) ergibt sich die Möglichkeit zum adaptiven Testen, mit dessen Hilfe die zeitliche Belastung der Befragten stark reduziert und ein sehr breiter Kompetenzbereich auch über mehrere Klassenstufen hinweg erfasst und verglichen werden kann. Die Indikator-Items sollen methodisch kompatibel zur Panel- und Bildungsforschung sein und sich direkt in große Befragungen der Bildungsforschung (zum Beispiel NEPS, PISA) integrieren lassen.

Weiterführende Informationen

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Ackerdemia e.V. Verein für angewandte Bildung und nachhaltige Entwicklung

Verbundprojekt "E-I-BNEs" - Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung von BNE im schulischen Bildungsbereich

Wie kann die Verankerung von BNE in allgemeinbildenden Schulen gemessen werden? Das Verbundprojekt "E-I-BNEs" entwickelt Indikatoren, die die Fortschritte der Implementierung von BNE im schulischen Bereich messbar machen. "E-I-BNEs" steht für "Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung von BNE für den schulischen Bildungsbereich".

Beteiligte Institutionen

In dem Verbundvorhaben arbeiten zusammen die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Koordination), die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und die Humboldt-Universität zu Berlin.

Welches Gesamtziel verfolgen Sie mit Ihrem Verbundprojekt?

Übergeordnetes Ziel des Verbundprojektes ist es, die Fortschritte der Implementierung von BNE im Bildungsbereich Schule messbar zu machen. Detaillierter geht es darum, Indikatoren (Input und Output) für die Verankerung einer BNE im Bildungsbereich allgemeinbildende Schulen (Primar- und Sekundarschulen) zu entwickeln. Diese sollen dazu dienen, (1) BNE im schulischen Bereich integrationsfähig zu machen, (2) auf nationaler Ebene die Anforderungen an BNE in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu messen sowie (3) die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zu überprüfen und (4) die Berichterstattung für beziehungsweise über BNE zu sichern.

In Ihrem Verbundprojekt arbeiten Sie eng mit anderen Institutionen zusammen. Wie ist Ihr Projekt aufgebaut und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen?

In unserem Projekt werden theoriegeleitet sechs Indikatorenbereiche ausgewiesen (Ressourcen, Rahmenbedingungen, Curricula, Lehrerbildung 1. Phase, Lehrerbildung 2. Phase, Lernort Schule/Partizipation), für die jeweils ein Indikator entworfen werden soll. Für die 3. Phase der Lehrerbildung wurde bereits im Vorfeld ein Indikator entwickelt. Außerdem erfolgt eine Mitarbeit an einem Vorschlag für einen übergreifenden Indikator. Zur Methodik gehören unter anderem Leitfaden-Interviews, Experten- Workshops sowie Dokumentenanalysen (Curricula, Bildungsstandards et cetera). Eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen erfolgte bisher durch Expertengespräche beziehungsweise Interviews, etwa mit den Kolleginnen und Kollegen der Indikatorenentwicklung (Statistisches Bundesamt), dem BNE-Beauftragten der Kultusministerkonferenz sowie der wissenschaftlichen Begleitung des Weltaktionsprogramms (Institut Futur der FU Berlin), der Lehrstuhlinhaberin für Allgemeine Erziehungswissenschaft der FU Berlin sowie den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Expertinnen uns Experten aus dem Fachforum Schule und den Ministerien. Es ist geplant, weitere Institutionen und Praxisakteurinnen und -aktuere einzubinden.

Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen des Projekts, beispielsweise im Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis?

Wir erhoffen uns von den Ergebnissen unseres Projektes, dass sie dazu beitragen, dass durch die Indikatoren Fortschritte der Implementierung von BNE im schulischen Bereich messbar und damit sichtbar werden. Wir hoffen, dass die Indikatoren tatsächlich in der Bildungsberichterstattung angewendet werden. Sie sollen Erfolge, aber auch Defizite der Implementierung bereichsspezifisch aber auch in Gänze sichtbar machen. Bildungspolitische Maßnahmen können so gezielter erfolgen und ihre Wirkung besser überprüft werden. Unsere Indikatoren können auf diese Weise die Implementierung von BNE unterstützen und verstärken. Wissenschaftlich ist es interessant, zu prüfen, ob die Ergebnisse auch auf die Implementierung anderer Innovationen in den schulischen Bereich zu übertragen sind.

Weiterführende Informationen:

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, PH Ludwigsburg Humboldt-Universität zu Berlin