Kiel gewinnt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis – Preisgeld fließt in noch stärkeres BNE-Engagement

Die Stadt Kiel bekommt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 in der Kategorie Großstädte. Mit der Auszeichnung werden Kommunen prämiert, die eine umfassende und nachhaltige Stadtentwicklung vorantreiben.

Paddlerin auf dem Wasser des Kieler Schilksees

Landeshauptstadt Kiel/Thomas Eisenkrätzer

Die Jury der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis würdigte die Klimaschutzbemühungen der Landeshauptstadt. Kiel ist seit 1996 Klimaschutzstadt und will noch vor 2050 klimaneutral werden. Als erste Zero Waste City Deutschlands gelingt ihr die Verknüpfung von Klima-, Ressourcen und Meeresschutz.

Ein wesentlicher Aspekt des Kieler Nachhaltigkeitsverständnisses ist zudem die Beteiligung von Bürgerinnen und an der Entwicklung der Stadt – über formale Beiräte, Projektförderungen oder auch einen lebhaften informellen Austausch.

Das Preisgeld von 30.000 Euro will die Landeshauptstadt Kiel nutzen, um sich noch stärker für Bildung für nachhaltige Entwicklung zu engagieren. Schon jetzt arbeitet das Klimaschutzteam der Stadt eng mit der Volkshochschule und dem Ferienpassbüro zusammen. Sowohl das Klimaschutzteam als auch die Koordinierungsstelle kommunale Entwicklungspolitik bieten in Kooperation mit dem Programm "Bildung trifft Entwicklung" kostenlose Workshops für Schulklassen rund um die Themen Klima- und Umweltschutz, globale Gerechtigkeit sowie die Sustainable Development Goals an.

Auch in der Stadtgesellschaft – zum Beispiel in der Wissenschaft, in Schulen oder in Stiftungen – gibt es viele BNE-Engagierte. Bisher besteht aber noch kein institutionalisierter Austausch. Das Preisgeld soll daher dafür eingesetzt werden, alle Akteurinnen und Akteure zusammenzubringen und ein Kieler BNE Netzwerk zu institutionalisieren.