Internationale BNE-Partnernetzwerke ziehen im Monitoring-Bericht Bilanz

Große Erfolge wurden vor allem in der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger erzielt; nun sollen die lokalen Netzwerke weiter ausgebaut und die Qualifizierung von Lehrkräften sowie Ausbildungspersonal gestärkt werden.

Cover des Monitoring-Berichts mit Kinderhänden die Puzzlestücke berühren

UNESCO

Internationale BNE-Partnernetzwerke ziehen im Monitoring-Bericht Bilanz

2015 setzten sich rund 90 Organisationen zum Start des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung ehrgeizige Ziele. Nun ziehen die "Internationalen Partnernetzwerke" Bilanz.

Die Internationalen Partnernetzwerke des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung bestehen aus 90 Organisationen und Unternehmen, die durch ihre Innovationskraft und Reichweite einen bedeutsamen Beitrag zur weltweiten Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) leisten.

Für den Zeitraum 2015 bis 2019 haben die Partnernetzwerke ehrgeizige Ziele für alle fünf prioritären Handlungsfelder des Weltaktionsprogramms – politische Unterstützung, ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen, Kompetenzentwicklung bei Lehrenden und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Stärkung und Mobilisierung der Jugend, Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene – formuliert.

Erfolgreiche Netzwerkmitglieder

Der Monitoring-Bericht "Education for Sustainable Development: Partners in Action (2015-2019) [PDF extern | Englisch | 1,6 MB]" zeigt nun: Die Partnernetzwerke waren äußerst erfolgreich. Neun der zehn formulierten Ziele konnten realisiert werden – ein wichtiger Meilenstein, um Fortschritte bei allen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 zu erzielen.

Besonders erfolgreich waren die Mitglieder der Partnernetzwerke darin, Bürgerinnen und Bürger in ihre Aktivitäten miteinzubeziehen: Mit über 37 Millionen beteiligten Lernenden wurde das selbstgesetzte Ziel von 3,7 Millionen weit übertroffen. Auch hinsichtlich der anderen Zielvorgaben konnten Erfolge verzeichnet werden: Fast 40.000 Ausbildungs- und Lehrinstitute für pädagogische Fachkräfte, über 3,5 Millionen Jugendleitungen und 140.000 Bildungseinrichtungen konnten unterstützt werden.

Insgesamt führten über 13.000 Netzwerke und zivilgesellschaftliche Organisationen BNE-Aktivitäten durch. Nachholbedarf besteht jedoch weiterhin bei der Ausbildung jugendlicher BNE-Trainerinnen und Trainer – wie auch schon im Zeitraum 2015 bis 2016 konnte dieses Ziel nicht erreicht werden. Nur knapp die Hälfte der ursprünglich vorgesehenen 1,73 Millionen jungen Menschen erhielten eine Ausbildung im Bereich BNE.   

Zukünftige Schwerpunkte

Die Ergebnisse des Monitorings zeigen, dass die Kooperation zwischen verschiedenen Mitgliedern im Partnernetzwerk hoch ist. Sie teilen technische Expertise, entwickeln gemeinsam Projekte und erreichen durch die Zusammenarbeit eine breitere Öffentlichkeit – dieses Engagement beschleunigt die Verankerung von BNE auf lokaler, nationaler und globaler Ebene.

Um BNE auch in Zukunft weiter voranzutreiben, betonen die Mitglieder im Partnernetzwerk die Bedeutung starker Beziehungen zu lokalen Organisationen, der Vernetzung von BNE-Initiativen und der Bereitstellung finanzieller Mittel. Darüber hinaus ist die Qualifizierung von Lehrkräften und Ausbildungspersonal zentral: Die Sensibilisierung der Lehrenden für BNE ist ein Schlüsselelement, um die Entwicklung informierter und aktiver Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen.

Auch junge Menschen nehmen eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche Umsetzung von BNE ein: Der Bericht weist deshalb auf die Notwendigkeit hin, Jugendliche und junge Erwachsene auch in Zukunft Gelegenheit für kritische Reflexion, gegenseitiges Lernen sowie Räume für individuelles und kollektives Handeln zur Bewältigung lokaler und globaler Herausforderungen zu geben.  

Diese Schwerpunkte finden sich ebenfalls im neuen UNESCO-Programm zu BNE: "Education for Sustainable Development: Towards achieving the Sustainable Development Goals" – kurz "BNE 2030".