Wissen gegen Plastikmüll

Förderaktivität „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“

Welches Ausmaß hat gegenwärtig die weltweite Plastikverschmutzung, was sind ihre Ursachen und Wirkungen? Darüber wissen wir erstaunlich wenig. Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2019 Forschungsprojekte zu „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ mit 28 Millionen Euro. Schwerpunkte bilden die Konsumentenforschung, die Rolle der Wirtschaft und die Materialforschung. Außerdem sollen Bildungsmaßnahmen das Bewusstsein schärfen und Impulse geben, anders zu handeln und so die Verschmutzung zu reduzieren.

Das Programm fördert vor allem Forschungsvorhaben, welche die Zusammenarbeit von Unternehmen, Zivilgesellschaft und Kommunen mit der Wissenschaft verstärken. Ziel ist es, ein Gesamtbild zu bekommen, wie Kunststoffe produziert, eingesetzt, genutzt, gehandelt und entsorgt werden. Mit diesem Wissen kann man die Verschmutzung an jedem Schritt begrenzen. Im Sinne eines derart ganzheitlichen Ansatzes fördert das BMBF besonders Projekte, die verschiedene Akteure und Schwerpunktthemen verknüpfen und Aspekte der Partizipation, Kommunikation, Information und Bildung berücksichtigen. Dementsprechend begrüßt das Forschungsprogramm auch bürgerliches Engagement durch „citizen science“.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Einrichtungen der Kommunen und Länder, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen. Die Förderaktivität des BMBF stützt sich auf einen Aktionsplan zu Plastik in der Umwelt, den die G7-Staatschefs 2015 beschlossen haben. Die Förderung ist außerdem Teil der Leitinitiative Green Economy des BMBF-Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung". Auch das Wissenschaftsjahr 2016*2017 richtet den Blick auf Meere und Ozeane.