UNESCO-Lehrstühle als globale „Think Tanks“

„Wir setzen uns in unserer Lehre ganz konkret für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung ein“

Zwölf UNESCO-Lehrstühle gibt es in Deutschland. Sie haben sich im Heidelberger Commitment zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda durch Forschung und Lehre verpflichtet. Im Interview mit der Deutschen UNESCO-Kommission erklärt Prof. Dr. Alexander Siegmund, Professor für Geographische Fachdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, was das genau bedeutet, welche Themen der Agenda das Lehrstuhl-Netzwerk beschäftigen und welchen Beitrag das Netzwerk leistet. Er ist sich sicher: „Das Netzwerk der UNESCO-Lehrstühle in Deutschland ist so vielfältig wie die Agenda 2030 und die Globalen Nachhaltigkeitsziele.“

Durch eine Vernetzung der vielfältig aufgestellten Lehrstühle kann Nachhaltigkeit an allen deutschen Hochschulen implementiert werden: „Wir wollen gemeinsam ein Nachhaltigkeitsmodul entwickeln, in denen die unterschiedlichen Lehrstühle ihre Expertise zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen einbringen. Die darin enthaltenen Lehr-Lern-Module können dann auch von anderen Lehrstühlen in Deutschland oder auch darüber hinaus genutzt werden. So wollen wir eine Breitenwirkung zur Vermittlung der Globalen Nachhaltigkeitsziele erzielen.“ 

Weitere Gespräche mit Akteuren und Fachleuten zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung finden Sie im Bereich Interviews und Gastbeiträge. Wir haben Menschen unter anderem zu Jugendbeteiligung, BNE als Standortfaktor für Kommunen und persönliche Zukunftsvisionen befragt.