Schulbuch des Jahres 2019

Mit großem Engagement für BNE

Seit dem Jahr 2012 vergibt das Georg-Eckert-Institut (GEI) gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) den Preis Schulbuch des Jahres und ehrt so innovative und zeitgemäße Lehrwerke. Im Rahmen der Bildungsmesse didacta, die im Februar in Köln stattfand, übergab Alexander Lorenz, Vorsitzender der Kultusministerkonferenz (KMK), den Preis an die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner. Mit dabei: das Oberstufenwerk Diercke Erdkunde von Westermann, das insbesondere für seinen Einsatz im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) geehrt wurde. 

„Mit großem Engagement setzt Diercke Erdkunde die Anforderungen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung um. Beeindruckend ist, wie die Autorinnen und Autoren globale Themen anhand von lokalen Beispielen wie „Fracking in Niedersachsen“ erschließen. Die Analyse hochaktueller Gegenwartsprobleme aus allen Bereichen des Lebens erzeugt Spannung und Motivation. Indem das Buch in den Aufgaben meist mehrere lokale Beispiele anbietet, geht es zudem gezielt auf die Interessen und das Umfeld der Schülerinnen und Schüler ein“, so die Jury.

Schülerinnen und Schüler benötigen politische und gesellschaftliche Handlungskompetenzen

Im Lehrwerk behandeln drei Themenkapital das Kernthema Nachhaltigkeit in Raumnutzung und Raumentwicklung. Dabei sind Schülerinnen und Schüler gefragt, sich fachliche Zusammenhänge und Erklärungen selbstständig zu erschließen, Kreativität und Selbstverantwortung stehen im Vordergrund.

Thomas Krüger, Präsident der bpb betonte: „Die Qualität der Schulbücher für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer kann in den aktuellen politischen Debatten nicht hoch genug bewertet werden, denn Schülerinnen und Schüler benötigen gerade jetzt politische und gesellschaftliche Urteils- und Handlungskompetenzen. Daher freue ich mich, dass mit den diesjährigen Preisträgern hier wieder besondere Qualität gewürdigt wird“.

Hintergrund

Das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung untersucht Schulbücher und Unterrichtsmaterialien der Fächer Geschichte, Geographie und Politik/Sozialkunde verschiedener Staaten auf nationale Stereotype, auf Feindbilder sowie soziale und kulturelle Wertungen und Voreinstellungen. Das Institut verabschiedet darüber hinaus Empfehlungen zu einer sachlichen, international und interkulturell konsensfähigen Darstellung.