Projekt „HOCH N“ verankert Nachhaltigkeit an Hochschulen

Zwölf Hochschulen testen ein Jahr den Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Hochschulen haben entscheidenden Einfluss darauf, dass und wie wir unsere Zukunft nachhaltig gestalten. Deshalb startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt „Nachhaltigkeit an Hochschulen (HOCH N): entwickeln – vernetzen – berichten“. Unter anderem werden zwölf Hochschulen ein Jahr den Deutschen Nachhaltigkeitskodex („Hochschul-DNK“) testen und auf Grundlage der dabei gewonnenen Erfahrungen weiterentwickeln. Aktuelle Informationen hierzu stehen auf der Seite Hoch-N.

Der Hochschul-DNK beinhaltet 20 Kriterien, auf deren Grundlage die Bildungsstätten transparent und verständlich über Strategie, Prozessmanagement, Umwelt und Gesellschaft berichten können. Dadurch trägt der Kodex auch dazu bei, die Ziele von „HOCH N“ in die Praxis umzusetzen: Hochschulen sollen Erfahrungen besser austauschen können, ein gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit entwickeln und darauf aufbauend herausfinden, wie sie Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb systematisch verankern können. Die Leuphana Universität Lüneburg und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde haben bereits eine Entsprechenserklärung zur Umsetzung des DNK veröffentlicht. Zehn weitere Institutionen wie beispielsweise die Freie Universität Berlin, die Technische Hochschule Dresden oder die Universität Tübingen werden am Praxistest teilnehmen.

Das BMBF stellte das Projekt „HOCH N“ Anfang Oktober auf dem Symposium seiner Initiative „ Sustainability in Science (SISI)“ vor, wo Teilnehmende aus Forschung, Lehre und Management zusammentrafen. Der deutsche Hochschul-DNK basiert auf dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), bezieht aber die spezifischen Gegebenheiten an Hochschulen mit ein. Der DNK geht auf eine Initiative des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zurück, der hierzu mit Vertretenden aus Politik, Finanzwelt, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen sprach. Der RNE wurde 2001 ins Leben gerufen und berät die Bundesregierung zum Thema Nachhaltigkeit.