Nature for Water – Weltwassertag 2018

Naturbasierte Lösungen und die Agenda 2030

Der Weltwassertag wurde anlässlich der Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung" 1992 in Rio de Janeiro ins Leben gerufen und wird alljährlich begangen. 2018 steht der Weltwassertag unter dem Motto „Nature for Water“. Thematisiert wird eine stärkere Berücksichtigung naturbasierter Lösungen. Diese Formen der Wasserbewirtschaftung sind von der Natur inspiriert und unterstützt. Sie nutzen die natürlichen Prozesse oder imitieren diese - wie Wiederaufforstung, Nutzung von Feuchtgebieten und gezielte Anreicherung von Grundwasser. Dabei geht es auch um Wertschätzung der vielfältigen Leistungen, die solche Ökosysteme bereitstellen: Wälder, Wiesen und Feuchtgebiete sind natürliche Wasserspeicher und – filter. Naturnahe Auen sind als multifunktionale Ökosysteme existenziell für den Hochwasserschutz und bieten Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Der Weltwasserbericht 2018 - „Wasser natürlich bewirtschaften“

Seit 2014 erscheint der Weltwasserbericht jährlich – immer mit einem anderen Themenschwerpunkt. Verantwortlich für den Bericht ist das World Water Assessment Programm (WWAP), für das die UNESCO federführend ist.

Der diesjährige Bericht, „Wasser natürlich bewirtschaften“, der in einer Kurzfassung auch auf Deutsch vorliegt, zeigt, welche Potenziale naturbasierte Lösungen haben und wie eine erhöhte gesellschaftliche, wirtschaftliche und hydrologische Effizienz in der Wasserbewirtschaftung möglich ist.

Mit und über Wasser lernen

Um in Zukunft besser mit der Ressource Wasser umgehen zu können, benötigt es Wissen. Lern- und Lehrmaterialien zum Thema Wasser stehen im BNE-Portal zur Verfügung. Auch 32 Akteure der BNE Landschaft beschäftigen sich in allen Bildungsbereichen auf vielfältige Art und Weise mit der Ressource Wasser:

  • Das 2017/18 ausgezeichnete Netzwerk FaireKITA NRW setzt sich für die Verankerung von BNE und Globalem Lernen im Elementarbereich ein. Schwerpunktthema ist die Schonung von Ressourcen, insbesondere Wasser und Energie.
  • Für Kinder, Familien und Erwachsene gibt es bei der 2016 ausgezeichneten Initiative kikuna e.V. eine Vielfalt an Kreativworkshops. Klimaforscher, Wasserspezialisten, Bodenexperten und Entdecker lernen bei kikuna die Natur und globale Zusammenhänge zu verstehen und die Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten.
  • Das 2017 ausgezeichnete "Rhöniversum" ist ein Verbund von 3 Bildungshäusern im bayerischen Teil des Biosphärenreservates Rhön. Dort können sich Schulklassen unter anderem praktisch mit den Lebensräumen Wasser und Erde auseinandersetzen.
  • 2016 wurde die „Landesstelle für gewerbliche Berufsförderung in Entwicklungsländern“ als Lernort ausgezeichnet. Sie bietet berufliche Fort- und Weiterbildung für Teilnehmer aus Entwicklungs- und Schwellenländern in den umwelt- und zukunftsrelevanten Bereichen "Wassermanagement und Regenerative Energien (Bio-, Solar- und Windenergie)" an.