Nachhaltige Berufsbildung im Lebensmittelbereich

Berufsausbildung soll vermitteln, wie man nachhaltig Brot backt, Wurst macht oder Bier braut

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen nachhaltig produzierte Lebensmittel kaufen. Dadurch steigen die Herausforderungen, die sich daraus für Hersteller ergeben: Lebensmittel sollen gleichzeitig möglichst umweltschonend, fair und günstig sein.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung fördert aus Mitteln des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deshalb Modellversuche, die Auszubildenden und Berufsbildungspersonal in Lebensmittelhandwerk und –industrie vermitteln, wie man nachhaltige Entwicklung in diesen Berufen voranbringt. Interessierte können bis zum 10. November 2017 Skizzen einreichen. Worauf dabei zu achten ist und wer die Ansprechpartner sind, erläutern das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die offizielle Förderrichtlinie (PDF).

Einschlägige Berufe, die sich für einen Modellversuch eignen, sind unter anderem Bäcker, Fleischer, Brauer und Mälzer sowie Süßwaren- oder Milchtechnologen. Gefördert werden etwa sechs Modellversuche über jeweils drei Jahre, insgesamt stellt das BMBF drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung ist Teil des Förderschwerpunkts Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019 des BIBB, der seit Frühjahr 2016 bereits zwölf Modellversuche mit sechs Millionen Euro fördert.

Gefördert werden (Fach-) didaktische Konzepte, die interdisziplinär angelegt sind und eine enge Kooperation von Wissenschaft und Praxis vorsehen. Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, Personen(handels)gesellschaften, Verbände und Forschungseinrichtungen.

Warum Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung so wichtig ist, erfahren Sie in unserem Dossier. In der deutschen BNE-Landschaft beschäftigen sich derzeit 140 Akteure mit diesem Bildungsbereich. 75 Lehrmaterialien helfen außerdem, nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung umzusetzen.