Mit Bildung die Zukunft vor Ort gestalten

Die Kompetenzzentren für ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung- Kommunen‘ und ‚Bildung im Strukturwandel‘ in den drei Braunkohlerevieren Lausitzer Revier, Rheinisches Revier und Mitteldeutsches Revier nehmen heute ihre Arbeit auf.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt damit die Kommunen und Regionen bei innovativer Bildungsarbeit vor Ort. Beide Zentren bauen auf der erfolgreichen Arbeit der vom BMBF geförderten Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement auf und fördern die weitere Transformation der Kommunen und Regionen hin zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise. Das BNE-Kompetenzzentrum hat zum Ziel BNE stärker als bisher in den örtlichen Bildungseinrichtungen zu verankern. Bis zu 50 Kommunen bundesweit werden dabei unterstützt, BNE in allen Bildungseinrichtungen vor Ort zu vermitteln. Zu den vielfältigen Angeboten gehören sowohl individuelle Beratungen wie auch kommunenübergreifende Qualifizierungsworkshops und Lernräume sowie europäische Austauschformate.

Hierzu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: "Mit guter Bildung gestalten wir gemeinsam die Zukunft jedes Einzelnen und die Zukunft unseres Landes. Tiefgreifende Veränderungen wie den Strukturwandel in den Kohleregionen meistern wir nur mit begleitenden Bildungsangeboten. Dafür brauchen wir innovative Konzepte, die zu den Strukturen vor Ort passen. Wir müssen an wichtigen Bildungsthemen dranbleiben, die uns vor der Corona-Krise angetrieben haben. Das gilt zum Beispiel für Bildung für nachhaltige Entwicklung: Der Wandel hin zu einem nachhaltigeren Leben und Wirtschaften erfordert auch Veränderungen im Bildungsangebot für alle Lebensphasen. Mit den neuen Kompetenzzentren unterstützen wir die Kommunen bei beiden Aufgaben. Das Bundesbildungsministerium stellt dafür in den nächsten drei Jahren rund zehn Millionen Euro bereit. Damit tragen wir zu mehr Nachhaltigkeit und fairen Zukunftschancen für die Bürgerinnen und Bürger bei."

Die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände, Oberbürgermeister Burkhard Jung (Deutscher Städtetag), Landrat Reinhard Sager (Deutscher Landkreistag) und Bürgermeister Ralph Spiegler (Deutscher Städte- und Gemeindebund) erklären in einen Statement: "Bildung für nachhaltige Entwicklung ist kein Nischenthema, sondern ein sehr wichtiger Bestandteil kommunaler Bildungslandschaften. Wir freuen uns, dass auch der Bund seine Möglichkeiten nutzt, um die vielen interessierten Kommunen bei der Bildungsarbeit zur Nachhaltigkeit gezielt zu unterstützen. Es geht darum, das Wissen um nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltige Lebensführung zu stärken. Für die vom Strukturwandel betroffenen Braunkohlereviere ist der Ausbau der Bildungsangebote besonders wichtig. Der schwierige Transformationsprozess muss von den betroffenen Städten, Landkreisen und Gemeinden gestaltet werden. Die vorgesehenen Kompetenzzentren können hierbei ihr Angebot flexibel auf die jeweiligen örtlichen Bedarfe der Kommunen ausrichten. Das ist ein guter Beitrag, damit Bildungsteilhabe für Menschen jeden Alters möglich wird."

Das Kompetenzzentrum "Bildung im Strukturwandel" (Laufzeit: 2020-2022) ist im Rheinischen Revier beim Institut für soziale Arbeit e.V. (ISA), im Mitteldeutschen Revier beim Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI) und im Lausitzer Revier bei der kobra.net, Kooperation in Brandenburg gGmbH, angesiedelt.

Das Kompetenzzentrum "Bildung für nachhaltige Entwicklung - Kommunen" (Laufzeit: 2020-2023) bildet ein Verbund, bestehend aus dem Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI), dem Trägerverein Kommunales Bildungsmanagement Niedersachsen e.V. (TV NDS) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ).

Beide Förderprojekte leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs).