Lokaler Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN

Breite Öffentlichkeit entscheidet mit, wer den Preis bekommt

Der Netzwerk21Kongress verleiht zum elften Mal den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis „ZeitzeicheN“, der mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist. Die breite Öffentlichkeit kann noch bis zum 3. Oktober bei einem Online-Voting mitbestimmen, wer den Preis dieses Jahr erhält. Der Projektbeirat des Kongresses wählte als Jury vorab mindestens 30 Prozent der Bewerbungen aus jeder Kategorie aus, sofern diese die Vergabekriterien erfüllten. Aus dieser Jury-Auswahl kann die breite Öffentlichkeit nun ihre Favoriten in fünf Kategorien bestimmen:

  • Bildung und Kommunikation für eine nachhaltige Entwicklung
  • Nachhaltige Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung
  • Nachhaltig produzieren und konsumieren
  • Internationale Partnerschaften
  • Klimaschutz und Klimaanpassung (Sonderkategorie 2017)

Das Hauptanliegen der Veranstalter ist es, mit dem Preis lokales Engagement für nachhaltige Entwicklung sichtbar zu machen und Initiativen zu vernetzen, wozu das neue Online-Voting dieses Jahr erstmals beitragen soll. Pro Kategorie schaffen es nach Ende der Online-Abstimmung maximal fünf Nominierte in die letzte Runde, bei der die Jury sich für die Gewinner entscheidet.

Die Preisträger werden auf dem Netzwerk21Kongress am 29. November 2017 in Göttingen vorgestellt. Dieser findet vom 29. bis zum 30. November statt. Das Motto lautet „Mit neuem Mut: Global denken, lokal handeln". Alle Nominierten sind zum Kongress eingeladen, bei der sie in einem Workshop erfahren können, wie sie Kommunikationsstrategien und –kampagnen entwickeln oder Stakeholder für ihr Projekt gewinnen.

Wer konnte sich bewerben und was sind die Vergabekriterien?

Folgende Akteure konnten sich bis Mitte August selbst online bewerben oder Dritte vorschlagen:

  • informelle Initiativen oder Privatpersonen
  • gemeinnützige, zivilgesellschaftliche Organisationen (zum Beispiel Vereine, Stiftungen)
  • gewerblich tätige Körperschaften
  • Kommunen oder Kommunalverbände
  • öffentliche Bildungs- oder Forschungseinrichtungen
  • Religionsgemeinschaften
  • Sonstige Organisationen

Ob die Bewerbung gute Chancen auf eine Auszeichnung hat, hängt von sechs Vergabekriterien ab: Innovationsgehalt und Originalität, Integrierte Herangehensweise, Vernetzung, Erlebbarkeit, Übertragbarkeit sowie Glaubwürdigkeit des Bewerbenden.

Die Preisträger der vergangenen Jahre veranschaulichen, wie sich Initiativen bisher durchsetzen konnten. 2016 ging der Preis unter anderem an die Kommune Recklinghausen, die Auszubildende für den Klimaschutz sensibilisiert und nachhaltige Entwicklung im Verbund mit anderen Städten in der Region fördert. In der Kategorie „Jugend“ erhielt 2016 die Werkstattschule in Rostock eine Auszeichnung für ihre „FairAnstaltung“. Workshops  zu Flucht und Asyl, Klima und Handy-Nutzung verknüpften soziale, ökologische und ökonomische Aspekte und banden lokale Akteure wie Bands oder Flüchtlingsinitiativen ein.