Lernende Stadt ist Zukunftsstadt

Gelsenkirchen gewinnt Wettbewerb Zukunftsstadt 2023+

Im Ruhrgebiet gelegen war die nun ernannte Zukunftsstadt Gelsenkirchen in der Vergangenheit vor allem bekannt für Kohle und Stahl. Was Gelsenkirchen heute und in Zukunft ausmacht, ist unter anderem ihr Einsatz für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Als Akteur im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE hat Gelsenkirchen an dem Wettbewerb Zukunftsstadt 2023+ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erfolgreich teilgenommen.

Neben sechs weiteren Bewerbern konnte die Stadt mit ihrem Beitrag „Lernende Stadt! Bildung und Partizipation als Strategien sozialräumlicher Entwicklung“ die Jury von ihren Konzepten für eine nachhaltige Entwicklung überzeugen und erhält 1,6 Millionen Euro, um sie zu realisieren.

BNE als Leitbild

Gelsenkirchen hat BNE als Weg gewählt, sich ihren Herausforderungen zu stellen. Dabei gilt es, die Lern- und Gestaltungsbedingungen zu verbessern und die Menschen für Bildung und Weiterentwicklung zu begeistern. „Partizipation ist hierbei der Weg und das Ziel“, sagt Werner Rybarski vom Gelsenkirchener Wettbewerbsbüro Zukunftsstadt 2030+. Teilhaben können die Menschen in der Zukunftsstadt auf unterschiedliche Weise: Im Wasserlabor Nienhausen setzen sich Familien am Wochenende spielerisch mit der Agenda 2030 auseinander, im „Mathe-Unterricht“ durchstreifen Grundschüler den Wald und auf der Baustelle des Community Centers arbeitet die Nachbarschaft zusammen.

Diese und viele weitere Projekte und Lernorte werden nun in Gelsenkirchen umgesetzt und von den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit der Wissenschaft weiterentwickelt.
Neben Gelsenkirchen haben die Städte Loitz (Mecklenburg-Vorpommern), Bocholt, Dresden, Friedrichstadt (Schleswig-Holstein), Lüneburg und Ulm erfolgreich an dem Wettbewerb teilgenommen.