Klimaschutz an Schulen

Klimapreis der Allianz Umweltstiftung: Preisträger 2017

Der Deutsche Klimapreis der Allianz Umweltstiftung zeichnet Schulen aller Arten aus, die sich in besonderer Weise für den Klimaschutz einsetzen. Aus den 140 Bewerbungen gingen fünf Gewinner hervor, die sich jeweils über 10.000 Euro Preisgeld freuen können. Ausgezeichnet wurden:

  • die Schüler-AG „Energieagentur“ des Schulzentrums Marienhöhe in Darmstadt für ihre langjährigen Klimaschutz-Aktivitäten,
  • das Praxis-Seminar „Ökologischer Fußabdruck“ des St.-Ursula-Gymnasiums in Lenggries (Bayern) für sein Projekt „Begehbarer ökologischer Fußabdruck“,
  • die Tansania-AG der Wilhelm-Raabe-Schule in Lüneburg für ihr Projekt „Mit der Kraft der Sonne und der Solidarität“,
  • die Umwelt-AG „Enviro“ des von-Bülow-Gymnasiums in Neudietendorf (Thüringen) für ihre Energiespar- und Klimaschutz-Aktivitäten,
  • die Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim für ihre langjährigen Aktivitäten zu erneuerbaren Energien.

Der Beitrag der Schulen zeige, dass Klimaschutz „das beste Beispiel für praktizierte Beteiligung“ sei, betonte Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalssekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Vorsitzender der Jury des Deutschen Klimapreises. Dies gelte vom Gymnasium zur Förderschule, der Gesamtschule bis hin zu den Berufsschulen.

Atlas der Klimaschutzschulen

Die Allianz Umweltstiftung möchte auf die ungenutzten Potenziale zum Klimaschutz aufmerksam machen, die sich an deutschen Schulen verbergen. Laut der Deutschen Energie-Agentur liegt der dortige  Energieverbrauch im Durchschnitt bis zu 70 Prozent über dem anderer kommunaler Gebäude. Wie sich dies ändern lässt, zeigen die Projekte der über 3.500 bundesweiten Schulen, die im Klimaschutzschulenatlas vertreten sind. Dieser ist Teil des Aktionsprogramms „Klimaschutz in Schulen und Bildungseinrichtungen“ des Bundesumweltministeriums. Der Atlas bietet zahlreiche Unterrichtsmaterialien, einen CO2-Rechner, mit dem sich Einsparpotenziale an Schulen berechnen lassen und Hinweise zu Projekten und Partnern.

UNESCO-Projektschulen: ganzheitlich und gemeinsam gegen den Klimawandel

Wie können Schulen dem Klimawandel in allen Bereichen, wie etwa dem Unterricht, der Beschaffung von Lebensmitteln oder der Fortbildung von Lehrkräften, etwas entgegensetzen? Vertreterinnen und Vertreter aus zwölf deutschen UNESCO-Projektschulen mit besonderer Expertise zum Klimawandel diskutierten dies bei einem Treffen im März 2017. Sie gründeten das „Climate Change Project“, in dessen Rahmen sie sich künftig untereinander und mit Partnern aus Afrika austauschen wollen. Basis ihrer Zusammenarbeit bilden die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 („Sustainable Development Goals“).

Darüber hinaus beschäftigen sich zahlreiche Akteure und Lehrmaterialien der deutschen BNE-Landschaft aus dem schulischen Bildungsbereich mit dem globalen Klima. Welche Rolle Bildung grundsätzlich spielt, um den Klimawandel zu bewältigen, erklärt unser Themen-Dossier Klima.