Gelsenkirchen auf dem Weg zur Zukunftsstadt

Mit 200.000 Euro Förderung zur „lernenden Stadt“

Die Stadt Gelsenkirchen geht in die zweite Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“. Engagierte in Gelsenkirchen haben nun die Chance, die skizzierten Handlungsfelder der „‚Gelsenkirchener Erklärung zur Zukunftsstadt 2030+“ bis 2018 zu einem konkreten Umsetzungsplan weiter zu entwickeln. Über 110 Organisationen und die Stadtgesellschaft hatten diese Erklärung gemeinsam erarbeitet, sie strebt eine „lernende Stadt“ an.

Eine Jury aus Expertinnen und Experten wählte aus den 52 Kommunen der ersten Phase des Wettbewerbs insgesamt 20 für die zweite Phase aus. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Kommunen mit bis zu 200.000 Euro dabei, ihren Umsetzungsplan zu entwickeln. Das Ministerium wird schließlich acht Kommunen für die dritte Phase auswählen, die ihr Konzept dann in sogenannten „Reallaboren“ umsetzen können. Ziel des Wettbewerbs ist es, Vertreter aus Wissenschaft, Politik und die Bürger an einen Tisch zu bringen, um innovative Ideen für die Gestaltung zukunftsfähiger Städte zu entwickeln. Wichtige Bereiche sind dabei unter anderem Mobilität, Energiegewinnung und Bildung.

Die Stadt Gelsenkirchen zeigt bereits seit Jahren, wie sich Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) verwirklichen lässt. Sie zählt zu den insgesamt 65 Kommunen, Lernorten und Netzwerken, die bei der ersten Bewerbungsrunde  des Weltaktionsprogramms BNE im Juli 2016 ausgezeichnet wurden. Auch im Rahmen der UN-Dekade  BNE zählte Gelsenkirchen seit 2008 in jeder Runde zu den ausgezeichneten Akteuren. Die Stadt bewirbt sich außerdem als erste in Deutschland für das „Learning City“-Programm des UNESCO Institute for Lifelong Learning. Das lokale „aGEnda 21-Büro“ der Stadt bündelt  zahlreiche Projekte wie zum Beispiel die Multiplikatorenausbildung, die „Kreativwerkstatt“ oder den „Färbergärten“ und trägt so dazu bei, BNE in feste Strukturen zu verankern.