Förderprogramm „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“

Bildung für nachhaltige Entwicklung soll Kinder und Jugendliche genauso wie Erwachsene in erster Linie zu nachhaltigem Denken und Handeln befähigen. Das Themenspektrum von Nachhaltigkeitsbildung ist breit gefächert und betrifft unter anderem auch das UNESCO-Welterbe, in dem sich die Themen Schutz der Umwelt und Respekt vor Kulturen verbinden. Der Welterbestatus umfasst einerseits Natur- und andererseits Kulturerbestätten. Seitdem die UNESCO 1972 das „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ verabschiedet hat, sind bis heute weltweit über 1.000 Weltkultur- und Naturerbestätten in 161 Ländern verzeichnet und stehen unter internationalem Schutz.

Bildungskonzept

Gemäß dem pädagogischen Konzept von Bildung für nachhaltige Entwicklung soll Lehren und Lernen nicht bloß auf eindimensionalem Frontalunterricht basieren, sondern vielmehr auf interaktive Weise und mit dem Fokus auf die Lernenden gestaltet werden. Damit soll ein forschendes, aktionsorientiertes und transformatives Lernen ermöglicht werden. Das unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission stehende und von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgeschriebene Schulförderprogramm „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ bietet hierfür exemplarisch eine Plattform.

Förderziele

Die Idee der Initiative besteht darin, Kindern und Jugendlichen im Rahmen von schulischen Projekten durch kulturelle Bewusstseinsbildung die Bedeutung von Kulturdenkmalen zu vermitteln. Dabei werden sie fachlich und koordinativ von Experten der Denkmalpflege begleitet und finanziell unterstützt. Die Schüler sollen motiviert werden, einen Zugang zu ihrer eigenen Kultur, Geschichte und Umwelt zu erhalten und ein Gefühl der gemeinsamen Verantwortung für das kulturelle Erbe zu entwickeln.

Nachhaltigkeit

Die Deutsche UNESCO-Kommission wirkt an dem bundesweiten Förderprogramm auch im Schuljahr 2016/17 wieder mit einem eigenen Projektthema „Nachhaltiger Tourismus im UNESCO-Welterbe“ mit. Das Thema soll Schülern die Bedeutung der UNESCO-Welterbestätten für eine nachhaltige Entwicklung vermitteln, denn die Umsetzung eines nachhaltigen Tourismus im Welterbe bildet einen der inhaltlichen Schwerpunkte des UNESCO-Welterbeprogramms. Nachhaltigkeit wird hier stets in ihrer sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimension berücksichtigt, da Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt eng miteinander verflochten sind. Nachhaltigkeit kann daher nur erfolgreich etabliert werden, wenn eine ganzheitliche Perspektive eingenommen wird.
Im Rahmen von „denkmal aktiv“ lädt die Deutsche UNESCO-Kommission Schülerinnen und Schüler aller Schulformen dazu ein zu ermitteln, ob der Tourismus im Umfeld einer Welterbestätte nachhaltig gestaltet wird. Eine mögliche Frage wäre beispielsweise, ob die klimaschonende Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefördert wird.

Interessierte Schulen und Schulverbände können sich bis zum 17. Mai 2016 bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bewerben. Die Ausschreibungs- und Bewerbungsunterlagen stehen ab sofort unter www.denkmal-aktiv.de zum Download zur Verfügung.

Datum 
17.05.2016