Erstes Netzwerktreffen der BNE Landeskoordinatoren

Vom Projekt zur Struktur durch länderübergreifende Vernetzung

Seit 2017 werden in den Bildungs- und Kultusministerien der deutschen Bundesländer Landeskoordinatoren für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eingesetzt. Nach Hamburg und Nordrhein-Westfalen nahmen in diesem Jahr auch die Landeskoordinatoren in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Niedersachen ihre Arbeit auf. Sie sollen an zentraler Stelle daran arbeiten, Schülerinnen und Schülern aller Schulformen Perspektiven auf nachhaltige Entwicklung zu eröffnen.

Vom 12. bis 13. April kamen nun erstmals alle Vertreter zu einem Treffen in Bonn zusammen. Mit der länderübergreifenden Vernetzung der Landeskoordinationen beginnt für die bundesweite Strukturverankerung von BNE in der schulischen Bildung eine neue Etappe: Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit sich intensiv auszutauschen und ihre Expertise – von der Weiterentwicklung von Schulcurricula bis hin zum Ausbau von Qualifizierungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer – zu teilen.

Prioritäten für die länderübergreifende Zusammenarbeit

Darüber hinaus wurden Prioritäten für die länderübergreifende Zusammenarbeit beschlossen: bis Jahresende sollen drei Arbeitstreffen zu den Handlungsfeldern Schulentwicklung, Curricula und Lehrkräfte(fort)bildung durchgeführt und ein gemeinsames Konzept zu BNE in der Unterrichtsentwicklung erarbeitet werden – ein Meilenstein für die Umsetzung des Weltaktionsprogramms BNE in Deutschland.

Engagement Global koordiniert die Zusammenarbeit der Landeskoordinationen und unterstützt sie insbesondere bei der Kooperation mit zivilgesellschaftlichen und institutionellen Akteuren. BNE soll „vom Projekt zur Struktur“ gebracht werden – zum Beispiel im Rahmen von Länderinitiativen zur Umsetzung des Orientierungsrahmens „Globale Entwicklung“, der Bildung für nachhaltige Entwicklung mit globaler Perspektive fest in Schule und Unterricht verankern soll.