Erfolgreiche Tagung der UNESCO-Projektschulen

Global Citizen 2030

Vom 18. bis 21. September 2018 fand in Damp, Schleswig-Holstein, die internationale Fachtagung der UNESCO-Projektschulen und der Baltic Sea Project-Schulen statt. Das Baltic Sea Project ist eine Leuchtturm-Initiative der UNESCO-Projektschulen, die gemeinsam mit weiteren Schulen der Ostsee-Anrainerstaaten durchgeführt wird. Leitgebend für die Zusammenarbeit zwischen den Schulen sind hierbei die Ziele des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP BNE) und die Globale Nachhaltigkeitsagenda.

Auf der Konferenz diskutierten mehr als 300 Lehrkräfte und Schüler aus 13 Ländern sowie Vertreter von Bildungsministerien unter dem Motto „Global Citizen 2030“, wie Bildung zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit beitragen kann. Im Rahmen von zahlreichen Workshops, Exkursionen und Veranstaltungen erarbeiteten die Konferenzteilnehmenden Konzepte und praktische Handreichungen für den Unterricht im Sinne einer Global Citizenship Education, die sich unter anderem mit der Förderung des Verständnisses der Wechselwirkungen von lokalem und globalem Handeln beschäftigt.

Ein Zeichen für Weltoffenheit

Die Präsidentin der DUK Prof. Dr. Maria Böhmer betonte anlässlich der Veranstaltung: „Die immensen globalen Herausforderungen unserer Zeit können nur gelöst werden, wenn wir uns als Weltbürgerinnen und Weltbürger verstehen. Genau dieses Verständnis vermitteln die UNESCO-Projektschulen. Sie versetzen Lernende in die Lage, ein Zugehörigkeitsgefühl zur Weltgemeinschaft zu entwickeln, sich zu engagieren und eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen. Damit leisten sie einen Beitrag zu einer friedlichen und gerechten Welt, in der die ökologischen Ressourcen bewahrt werden. Ich wünsche mir, dass viele weitere Schulen in Deutschland diesem Beispiel folgen werden!“.

Die rund 300 UNESCO-Projektschulen in Deutschland sind ganz normale Schulen, aber sie haben einen besonderen Schwerpunkt: sie engagieren sich für eine Kultur des Friedens und für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei organisieren sie Seminare sowie nationale und internationale Austauschprogramme und verbreiten die UNESCO-Bildungsansätze – Bildung für nachhaltige Entwicklung und Global Citizenship Education – in ihrem Umfeld und den lokalen Bildungslandschaften. Hierzu zählen Werte wie die Achtung der Menschenrechte, Demokratie, Frieden, Freiheit und Toleranz sowie kulturelle Vielfalt, ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Teilhabe.

Hintergrund 

Die Vereinten Nationen haben im Herbst 2015 Ziele nachhaltiger Entwicklung für die gesamte Staatengemeinschaft verabschiedet. Integraler Bestandteil der SDGs ist eine globale Bildungsagenda, für die die UNESCO im UN-System federführend ist. Die Deutsche UNESCO-Kommission gestaltet die Agenda auf internationaler und nationaler Ebene mit und leistet durch die Umsetzung des WAP BNE und dem Netzwerk der UNESCO-Projektschulen einen praktischen Beitrag zur Erreichung der globalen Bildungsziele.