Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz zu BNE

Zentrales Ziel: eine Kultur der Nachhaltigkeit an Hochschulen

Hochschulen sind wichtige Bildungsorte: sie vermitteln Kenntnisse, Kompetenzen und Werte und sind damit ein wichtiger Ausgangspunkt für gesellschaftlichen Wandel. Durch Forschung und Lehre nehmen sie seit jeher am Nachhaltigkeitsdiskurs teil und tragen dazu bei, dass zukünftige Generationen die komplexen Herausforderungen einer globalisierten Welt meistern können. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich nun in einer offiziellen Empfehlung für die Umsetzung einer Kultur der Nachhaltigkeit an Hochschulen ausgesprochen.

„Der artikulierte Wille vieler Akteure, zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Gesellschaft beizutragen, muss sich in einem entschlossenen politischen und gesamtgesellschaftlichen Handeln niederschlagen, an dem sich Hochschulen aktiv beteiligen“, so die HRK. Hochschulen sollten also – je nach Profil und Voraussetzungen – der nachhaltigen Entwicklung eine besondere Rolle in ihrem System beimessen: zum Beispiel als Bestandteil ihrer Leitidee und ihrer grundlegenden Positionierung sowie als Gegenstand regelmäßiger Berichterstattung.

Auch die Länder als Träger und Mittelgeber der Hochschulen sowie der Bund sollten diesen Prozess unterstützen: Die bereits bestehenden Hochschulgesetze und Zielvereinbarungen der Länder müssen weiterentwickelt, neue ambitionierte Ziele gesetzt und Mittel zur Erreichung bereitgestellt werden. Bereits im Jahr 2009 haben sich die Hochschulrektorenkonferenz und die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) in ihrer gemeinsamen Erklärung Hochschulen für nachhaltige Entwicklung zum Konzept der Nachhaltigkeit bekannt. Die nun veröffentlichte Empfehlung der 25. Mitgliederversammlung versteht sich als Fortschreibung dieser Erklärung.

Gute Beispiele aus der Praxis

Eine Vielzahl von Hochschulen und Bildungsakteuren leistet bereits einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Verankerung von Nachhaltigkeit an deutschen Hochschulen: Mitglieder des ausgezeichneten Netzwerks HOCH-N setzen sich zum Beispiel im Sinne des Whole Institution Approach dafür ein, nachhaltige Entwicklung in allen zentralen Strukturen und Handlungsfeldern ihrer Hochschule zu befördern. Das Sozialunternehmen rootAbility gewann mit seinem Green Office Modell für Hochschulen den UNESCO-Japan Preis in Bildung für nachhaltige Entwicklung und das netzwerk n fungiert als Nachhaltigkeits-Vernetzungsplattform, um einen Wissens-, Erfahrungs- und Kompetenzaustausch zu ermöglichen.