Brasilien: Symposium zur Zukunft von BNE

19 Teilnehmende aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Ethik, Philosophie, Nachhaltige Entwicklung und Kommunikation aus 12 Weltregionen kamen vom 6. bis 8. März 2018 in Curitiba, Brasilien zusammen. Sie tauschten sich aus über neue Ideen, um die Relevanz und die Fortführung von BNE nach Ende des Weltaktionsprogramms 2019 sicherzustellen.           

Das Curitiba „Green exchange“ Programm

Curitiba gilt als „grüne Hauptstadt“ Brasiliens. Die Stadt schreitet mit fortschrittlichen Programmen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung voran, die Bildung einschließen. Besonderes engagiert zeigt Curitiba sich bei Recyclingprozessen.

Die Teilnehmenden erhielten einen Einblick in das „Green exchange“ Programm, das den Stadtbewohner ermöglicht, gesammelten Müll gegen Gemüse einzutauschen. Für vier Kilogramm Müll erhalten sie ein Kilogramm Gemüse. Gebrauchtes Öl aus der Küche kann darüber hinaus gegen frisches Essen eingetauscht werden. Ziel des Programms ist es, der Verschmutzung von Flüssen und Gewässern entgegenzuwirken. Bisher unterstützte das Programm über 100 Vereine und Organisationen  sowie mehr als 7000 Menschen und ihre Familien, so dass das „Green exchange“ Programm als wichtige wirtschaftliche Hilfe der Stadt gilt. Einige der größtenteils weiblichen Müllsammler teilten ihr Wissen über Recycling mit den Teilnehmenden des Symposiums und berichteten von ihren persönlichen Hintergründen.

Darüber hinaus standen der Besuch eines Kosmetikunternehmen und eines Umweltzentrums auf dem Programm.

Das Treffen war das vierte in einer Serie von Symposien, die sich mit der Zukunft des Weltaktionsprogrammes Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015-2019) auseinandersetzten. Die drei anderen Symposien fanden in Deutschland, Japan und Südafrika statt. Die Ergebnisse aller vier Symposien fließen in ein Beratungstreffen im Juli 2018 in Bangkok, Thailand ein, bei dem die Mitgliedstaaten der UNESCO über die Zukunft von BNE nach 2019 beraten werden.