Verbundprojekt „OIT-BNE“

„OIT-BNE“ steht für das Verbundprojekt „Anwendungsbezogene Entwicklung eines Outcome-Indikatoren-Tests zur Erfassung und Operationalisierung von BNE-Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in Deutschland“. In dem Projekt entwickeln die Forscherinnen und Forscher ein Indikatoren-Set, das den Erfolg des Kompetenzaufbaus messen soll.

Anwendungsbezogene Entwicklung eines Outcome-Indikatoren-Tests

Beteiligte Institutionen

In dem Verbundvorhaben arbeiten zusammen die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und Ackerdemia e.V. Verein für angewandte Bildung und nachhaltige Entwicklung.

 

Welches Gesamtziel verfolgen Sie mit Ihrem Verbundprojekt?
Das Ziel des Projekts OIT-BNE ist die Entwicklung eines BNE-Outcome-Indikatoren-Sets, mit dem der Erfolg des Kompetenzaufbaus bei Schülerinnen und Schülern eingeschätzt werden kann.

Die Themenfelder der BNE werden hierfür anhand bestehender Modelle umfassend strukturiert, sondiert und gewichtet. Dabei werden wissenschaftliche und theoretische, nationale und internationale Vorarbeiten im Allgemeinen sowie solche mit Bezug auf Schulen berücksichtigt. Auf der Basis eines Kompetenzmodells mit den Komponenten Wissen, Motivation und Verhalten werden messtheoretisch anspruchsvolle und flexibel einsetzbare Messinstrumente entwickelt und empirisch überprüft. Um bereits in der Entwicklungsphase die praktische Relevanz und die Anwendbarkeit der Messinstrumente sowie ihre ausreichende Sensibilität für Veränderungsmessungen sicher zu stellen, ist ein iterativer Entwicklungsprozess unter Feldbedingungen (gemeinsam mit schulischen Entwicklungspartnerinnen und -partnern) gemäß dem Educational-Design-Research-Ansatzes vorgesehen. Ziel ist es, die entwickelten Indikatoren-Sets in das Nachhaltigkeitsmonitoring zu integrieren indem Kompatibilität mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) sowie anderen Berichtsformaten hergestellt wird. Zudem werden die Erkenntnisse Forschenden und Praktikerinnen und Praktikern zur Verfügung gestellt
In ihrem Verbundprojekt arbeiten Sie eng mit anderen Institutionen zusammen. Wie ist Ihr Projekt aufgebaut und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen?
Im Projekt OIT-BNE kooperieren die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und Ackerdemia e.V.
Die Stärken unseres interdisziplinären Projektteams sind die unterschiedlichen Expertisen aus verschiedenen Bezugswissenschaften. Die jeweiligen wissenschaftlichen Schwerpunkte, praktischen Erfahrungen sowie fundierte wissenschaftliche Vorarbeiten ermöglichen es, die Arbeitspakete (APs) im Projekt entsprechend der verschiedenen Kompetenzen sinnvoll auszufüllen. Gleichzeitig ist die Beteiligung aller Projektpartner an allen APs so gestaltet, dass Synergien entstehen und genutzt werden können.

Die Zusammenarbeit der Projektpartner wird neben regelmäßigen Treffen über Online-Plattformen organisiert, sodass ein stetiger Austausch möglich ist. Zum persönlichen Austausch und der Intensivierung der Projektarbeit sind mehrere Treffen mit allen Projektpartnern an den verschiedenen Standorten der Partner geplant.

Zudem sind Kooperationen mit weiteren Forschungseinrichtungen außerhalb des Konsortiums geplant und wir gehen bereits jetzt proaktiv auf verwandte Projekte zu. Damit verbessern wir den fachlichen und strategischen Austausch, um auf existierenden Projektergebnissen aufbauen zu können, aber auch unser Know-How für andere Projekte bereitzustellen.
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Ackerdemia e.V. Verein für angewandte Bildung und nachhaltige Entwicklung
Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen des Projekts, beispielsweise im Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis?
Ziel ist es, ein flexibles Indikatoren-Set zu schaffen, das je nach Bedarf sehr differenziert auf der unteren Ebene (zum Beispiel für einzelne Bildungsbereiche), aber auch überblicksartig mit nur wenigen Indikatoren auf einer hohen Aggregationsebene (zum Beispiel für die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung) eingesetzt werden kann.

Durch unsere zugrunde liegende Messmethode (Item-Response-Theorie) ergibt sich die Möglichkeit zum adaptiven Testen, mit dessen Hilfe die zeitliche Belastung der Befragten stark reduziert und ein sehr breiter Kompetenzbereich auch über mehrere Klassenstufen hinweg erfasst und verglichen werden kann. Die Indikator-Items sollen methodisch kompatibel zur Panel- und Bildungsforschung sein und sich direkt in große Befragungen der Bildungsforschung (zum Beispiel NEPS, PISA) integrieren lassen.
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