Verbundprojekt „IBBNE“

Wie kann die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der beruflichen Bildung gemessen werden? Das von BMBF geförderte und vom f-bb durchgeführte Verbundprojekt „IBBNE“ („Indikatoren Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung“) untersucht diese Frage und entwickelt Indikatoren, die den Stand nachhaltiger Entwicklung in Lernorten des sekundären Bildungsbereichs abbilden.

Indikatoren berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung

Beteiligte Insitutionen

In dem Verbundprojekt arbeiten zusammen das F-BB Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gemeinnützige GmbH (Koordination), die Universität Hamburg, die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) GmbH - University of Applied Science und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

 

Welches Gesamtziel verfolgen Sie mit Ihrem Verbundprojekt?
In dem Projekt „Indikatoren Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung {IBBnE}“ werden Indikatoren identifiziert und entwickelt, die die Verankerung von Beruflicher Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE) in den Lernorten des dualen Berufsbildungssystems, Schule und Betrieb, abbilden können. Damit soll ein Ansatz zur Messung des Sustainable Development Goal (SDG) 4.7 der UN für den sekundären Bildungsbereich entwickelt werden. Die Indikatoren sollen den Anforderungen an Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE) in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie entsprechen und in die nationale sowie internationale Nachhaltigkeitsberichterstattung einfließen.
In ihrem Verbundprojekt arbeiten Sie eng mit anderen Institutionen zusammen. Wie ist Ihr Projekt aufgebaut und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen?
Innerhalb eines mehrstufigen Prozesses werden Indikatoren für BBnE identifiziert und hinsichtlich ihrer Eignung und Anschlussfähigkeit von Berufsbildungsexperten bewertet und die Erfassbarkeit im Rahmen bestehender Erhebungen überprüft. Dies erfolgt etwa über Dokumenten- und Curricula-Analysen, Experteninterviews und Expertenworkshops - sogenannten Search Conferences - mit Akteuren aus dem Bereich BNE und der (Berufsbildungs-)Statistik. Die vier beteiligten Partner bringen sowohl fachlich-inhaltliche Expertise in den Bereichen berufliche Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie ein, als auch fachlich-methodische Kompetenzen in den Bereichen Statistik, Sozialforschung sowie Managementerfahrung bei der Leitung und Umsetzung komplexer Forschungsprojekte. Die Partner sind über den gesamten Prozess an der Indikatorenentwicklung beteiligt und wirken entsprechend ihrer jeweiligen Kompetenzbereiche am Projekt mit.

Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) übernimmt innerhalb des Projektes die Verbundleitung und bringt seine Expertise aus der Umsetzung von Forschungsprojekten im betrieblichen Kontext beziehungsweise zum Lernort Betrieb ein.

Die Universität Hamburg ist mit seinem Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik vertreten und bringt Erfahrungen aus dem Forschungsschwerpunkt zu BBnE und zum Lernort Schule ein.

Als Verbundpartner bringt die staatlich anerkannte, privaten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit dem „Center for Sustainable Governance“ Expertise aus der Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten in Unternehmen ein.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bringt seine weitreichenden Erfahrungen zu BBnE sowie zur Umsetzung zentraler Erhebungen innerhalb der deutschen Bildungsberichterstattung in das Projekt ein.
f-bb

Forschungsinsitut Betriebliche Bildung

Universität Hamburg
FHM

Fachhochschule des Mittelstands

BIBB

Bundesinstitut für Berufsbildung

Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen des Projekts, beispielsweise im Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis?
Die im Rahmen des Projekts entwickelten -Indikatoren werden in bestehende Erhebungsformate der Berufsbildung in Deutschland übernommen. Sie sollen so in die (inter-)nationale Nachhaltigkeitsberichtserstattung einfließen. Aus Sicht des Projektteams ist es darüber hinaus wünschenswert, wenn die Indikatoren nicht allein als Messgröße im Sinne eines Monitorings zu nachhaltiger Entwicklung in der Berufsbildung wahrgenommen werden, sondern noch vielmehr auch in positiver Weise Verbesserungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und somit die Verbreitung nachhaltigen Handelns und Wirtschaftens in der Berufsarbeit fördern können.
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