Verbundprojekt „E-I-BNEs“

Wie kann die Verankerung von BNE in allgemeinbildenden Schulen gemessen werden? Das Verbundprojekt „E-I-BNEs“ entwickelt Indikatoren, die die Fortschritte der Implementierung von BNE im schulischen Bereich messbar machen. „E-I-BNEs“ steht für „Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung von BNE für den schulischen Bildungsbereich“.

Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung von BNE im schulischen Bildungsbereich

Beteiligte Institutionen

In dem Verbundvorhaben arbeiten zusammen die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Koordination), die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg und die Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Welches Gesamtziel verfolgen Sie mit Ihrem Verbundprojekt?
Übergeordnetes Ziel des Verbundprojektes ist es, die Fortschritte der Implementierung von BNE im Bildungsbereich Schule messbar zu machen. Detaillierter geht es darum, Indikatoren (Input und Output) für die Verankerung einer BNE im Bildungsbereich allgemeinbildende Schulen (Primar- und Sekundarschulen) zu entwickeln. Diese sollen dazu dienen, (1) BNE im schulischen Bereich integrationsfähig zu machen, (2) auf nationaler Ebene die Anforderungen an BNE in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu messen sowie (3) die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zu überprüfen und (4) die Berichterstattung für beziehungsweise über BNE zu sichern.
In Ihrem Verbundprojekt arbeiten Sie eng mit anderen Institutionen zusammen. Wie ist Ihr Projekt aufgebaut und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen?
In unserem Projekt werden theoriegeleitet sechs Indikatorenbereiche ausgewiesen (Ressourcen, Rahmenbedingungen, Curricula, Lehrerbildung 1. Phase, Lehrerbildung 2. Phase, Lernort Schule/Partizipation), für die jeweils ein Indikator entworfen werden soll. Für die 3. Phase der Lehrerbildung wurde bereits im Vorfeld ein Indikator entwickelt. Außerdem erfolgt eine Mitarbeit an einem Vorschlag für einen übergreifenden Indikator. Zur Methodik gehören unter anderem Leitfaden-Interviews, Experten- Workshops sowie Dokumentenanalysen (Curricula, Bildungsstandards etc.). Eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen erfolgte bisher durch Expertengespräche beziehungsweise Interviews, etwa mit den Kolleginnen und Kollegen der Indikatorenentwicklung (Statistisches Bundesamt), dem BNE-Beauftragten der Kultusministerkonferenz sowie der wissenschaftlichen Begleitung des Weltaktionsprogramms (Institut Futur der FU Berlin), der Lehrstuhlinhaberin für Allgemeine Erziehungswissenschaft der FU Berlin sowie den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Expertinnen uns Experten aus dem Fachforum Schule und den Ministerien. Es ist geplant, weitere Institutionen und Praxisakteurinnen und -aktuere einzubinden.
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Humboldt-Universität zu Berlin
Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen des Projekts, beispielsweise im Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis?
Wir erhoffen uns von den Ergebnissen unseres Projektes, dass sie dazu beitragen, dass durch die Indikatoren Fortschritte der Implementierung von BNE im schulischen Bereich messbar und damit sichtbar werden. Wir hoffen, dass die Indikatoren tatsächlich in der Bildungsberichterstattung angewendet werden. Sie sollen Erfolge, aber auch Defizite der Implementierung bereichsspezifisch aber auch in Gänze sichtbar machen. Bildungspolitische Maßnahmen können so gezielter erfolgen und ihre Wirkung besser überprüft werden. Unsere Indikatoren können auf diese Weise die Implementierung von BNE unterstützen und verstärken. Wissenschaftlich ist es interessant, zu prüfen, ob die Ergebnisse auch auf die Implementierung anderer Innovationen in den schulischen Bereich zu übertragen sind.
Höhepunkte des Weltaktions­programms BNE 2015 bis 2019