Partnernetzwerke

Die Bundesregierung beteiligt sich am Weltaktionsprogramm, das federführende Ressort ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das BMBF hat eine Nationale Plattform und begleitende Gremien zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms eingerichtet. Zu diesen Gremien gehören unter anderem die neun Partnernetzwerke, die Akteure untereinander vernetzen und Impulsgeber für die Umsetzung vor Ort sind. Sie befassen sich mit Teilbereichen von BNE und arbeiten eng mit den Fachforen zusammen. Die Netzwerke erfüllen unter anderem die wichtige Aufgabe, Good-Practice-Beispiele zu initiieren.

Die Partnernetzwerke stellen sich vor

Außerschulische Bildungswelten

Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist unverzichtbarer Bestandteil der großen gesellschaftspolitischen Transformationsprozesse. In diesem Sinne ist das Wirken des  Partnernetzwerks Außerschulische Bildungswelten auf die Ausbildung von Handlungskompetenz als Kernziel der Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgerichtet.

Wir sind ein sektorenübergreifendes Netzwerk aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Wir verstehen uns als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und unterstützen andere Netzwerke. Als engagierte Menschen mit vielfältigen Kompetenzen, Qualifikationen und ausgeprägtem Methodenwissen sind wir Expertinnen und Experten in der Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung außerschulischer Bildungsprozesse.

Unter dem Dach der Bildung für Nachhaltige Entwicklung bieten wir lebensnahe, erfahrungs- und handlungsorientierte qualitativ hochwertige Bildungsangebote an und füllen so die außerschulischen Bildungswelten mit Leben. Wir arbeiten institutionenübergreifend und multidisziplinär. Wir sind Mittlerinnen und Mittler zwischen der Basis und den politischen Entscheiderinnen und Entscheidern. Mit unserem ganzheitlichen Blick auf die Komplexität der Bildung für Nachhaltige Entwicklung sprechen wir alle Zielgruppen an, insbesondere die jungen Menschen. Unsere Haltung ist wertschätzend, respektvoll, auf Dialog ausgerichtet und lädt zum Mitwirken und Mitgestalten der außerschulischen Bildungswelten ein.

Sprecherin:
Pia Paust-Lassen (Berlin 21)

stellvertretend:
Jens Tanneberg (Klimahaus Bremerhaven 8° Ost)

Mitgliederliste
Berufliche Aus- und Weiterbildung

Im Partnernetzwerk Berufsbildung kommen Expert*innen und Interessierte aus Wissenschaft, Verwaltungen, Betrieben und Schulen zusammen, um gemeinsam zu erörtern, wie die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung strukturell in die Aus- und Weiterbildung integriert werden können. Das Partnernetzwerk versteht sich als konstruktive Begleitung und Unterstützung des Fachforums, das Vorschläge für Maßnahmen wissenschaftlich fundiert und praxisbewährt unterbreitet und die Entwicklung kritisch begleitet. Zugleich bringen die Partnerinnen und Partner die Ideen, Ansätze und Konzepte aus der Nationalen Plattform in ihre Arbeitszusammenhänge ein. Dabei versteht das Partnernetzwerk die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung als Teil des gesellschaftlichen Wandels und verbindet Nachhaltigkeit mit übergreifenden Themen wie beispielsweise Digitalisierung. Das Partnernetzwerk trifft sich zweimal im Jahr. Das Partnernetzwerk freut sich über neue Partnerinnen und Partner, die aktiv mitwirken wollen.

Mitgliederliste
Biologische Vielfalt

In Deutschland befassen sich unterschiedliche Institutionen und Organisationen mit dem Themenfeld „Biologische Vielfalt“. Das Partnernetzwerk Biologische Vielfalt ist ein Zusammenschluss von Akteurinnen und Akteuren verschiedener Fachrichtungen. Vor allem in der fachlichen Breite der Akteure sehen wir die Stärke des Partnernetzwerkes, um dem Thema biologische Vielfalt und Gesellschaft in seiner Komplexität und Bedeutung gerecht zu werden. Dabei sollen Synergieeffekte durch vorhandene und neue Kooperationen verstärkt genutzt werden.

Ziel des Partnernetzwerkes ist es, das Themenfeld biologische Vielfalt in der praktischen Bildungsarbeit sowie in der Wissenschaft breiter zu verankern. Darüber hinaus wird eine stärkere Verknüpfung mit der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ angestrebt. Das Themenfeld biologische Vielfalt umfasst sowohl Aspekte des Schutzes und der langfristigen Sicherung von Tier- und Pflanzenarten, ihrer Lebensräume und ihrer genetischen Vielfalt sowie eine nachhaltige Nutzung. Entscheidend ist auch die Sorge für einen gerechten Vorteilsausgleich aus den biologischen Ressourcen. Der Begriff „Biologische Vielfalt“ beinhaltet im Verständnis des Partnetzwerkes auch „Agrobiodiversität“.

Das Partnernetzwerk versteht sich als „inhaltlich“ ausgerichtete Arbeitsgruppe. Wir sind davon überzeugt, dass sich gerade das Themenfeld biologische Vielfalt besonders gut dazu eignet, um ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte – aber auch Konfliktlinien – einer nachhaltigen Entwicklung zu verdeutlichen und in ihren vielfältigen Handlungszusammenhängen zu reflektieren. Hierbei geht es auch darum, Zusammenhänge zwischen Globalisierungsprozessen und biologischer sowie kultureller Vielfalt aufzuzeigen und Bezüge zur eigenen Lebenswelt und zu beruflichen Kontexten herzustellen. Darüber hinaus ist eine zielgruppen- und kulturspezifische Kommunikation unabdingbar.

Sprecherin des Partnernetzwerkes ist Dr. Christa Henze, Universität Duisburg-Essen, christa.henze(at)uni-due.de

Frühkindliche Bildung

Das Partnernetzwerk Frühkindliche Bildung ist aus der AG Elementarbereich hervorgegangen, die bereits die Umsetzung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005 – 2014) begleitet und unterstützt hat.

In dem Partnernetzwerk sind NGO´s, Stiftungen, Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen des Globalen Lernens, Landesministerien, Verbände, Wissenschaft und Wirtschaft vertreten. Die Mitglieder des Partnernetzwerkes engagieren sich zum großen Teil bereits seit vielen Jahren in Projekten und Initiativen zur Förderung von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich und verfügen dementsprechend über fundierte Praxiserfahrungen und Kenntnisse.

Das Partnernetzwerk sieht seine Aufgabe in der Unterstützung der Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Hierzu fördert es die Vernetzung der Mitglieder und den Austausch über neue Projekte und Initiativen im Elementarbereich. Als Mittler zwischen Fachforum und Praxis will das Partnernetzwerk Impulse und Empfehlungen für die Umsetzung des Weltaktionsprogramms geben und dieses mit der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Projekte und Maßnahmen unterstützen. Das Partnernetzwerk versteht sich dabei als unabhängig agierende Organisation. Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung sind zum Mitwirken und Mitgestalten herzlich eingeladen.

Sprecher / Sprecherin:

Ralf Thielebein (S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Hamburg)

Lena Grüber, (Wamiki, Berlin)

Selbstverständnis und Arbeitsstrukturen des Partnernetzwerkes

Die Mitglieder des Partnernetzwerkes Frühkindliche Bildung haben sich auf folgende Eckpunkte eines Selbstverständnisses und auf folgende Arbeitsstrukturen verständigt.

Selbstverständnis

  • Das Partnernetzwerk leistet einen Beitrag zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ mittels
    - der Vernetzung und dem Austausch über Projekte und Initiativen,
    - der Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Projekte und Initiativen (z.B. Fachveranstaltungen, Workshops, Fortbildungen, Publikationen, Studien, Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, etc.),
    - Impulsen und Empfehlungen für das Fachforum Frühkindliche Bildung zur Umsetzung von Projekten und initiativen,
    - der Zusammenarbeit mit dem Fachforum Frühkindliche Bildung.
  • Das Partnernetzwerk versteht sich dabei als unabhängig agierende Organisation.
  • Es bedarf der ausdrücklichen Legitimation durch das Partnernetzwerk, wenn Aktivitäten oder Verlautbarungen im Namen des Partnernetzwerkes erfolgen sollen. Im Allgemeinen werden Verlautbarungen, wie z.B. Standpunkte und Empfehlungen des Partnernetzwer-kes über die gewählten Sprecher des Partnernetzwerkes kommuniziert. Entsprechende Verlautbarungen werden vorab im Partnernetzwerk abgestimmt.
  • Die Mitglieder des Partnernetzwerkes verpflichten sich zur aktiven Mitarbeit im Partnernetzwerk. Ist die Teilnahme an einer Sitzung des Partnernetzwerkes nicht möglich, kann das Mitglied eine Vertretung benennen.

Arbeitsstrukturen

  • Das Partnernetzwerk trifft sich mindestens zwei Mal jährlich. Bei Bedarf und insbesondere bei Übernahme von Aufgaben ist die Einberufung weiterer Sitzungen möglich.
  • Zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit des Partnernetzwerkes sollte die Mitgliederzahl einen Umfang von rund 20 Personen nicht überschreiten.
  • Über die Aufnahme neuer Personen in das Partnernetzwerk entscheiden die Mitglieder mit einfacher Mehrheit. Die Abstimmung über die Aufnahme ist auch per Umlaufbeschluss möglich. Die Benennung möglicher Neumitglieder erfolgt an die Sprecherin, bzw. den Sprecher des Partnernetzwerkes.
  • Zur Umsetzung von Aufgaben und Projekten können Unterarbeitsgruppen gebildet und bei Bedarf zusätzliche Personen in die Umsetzung mit eingebunden werden.
  • Das Partnernetzwerk wählt aus seiner Mitte für die Dauer von zwei Jahren einen Sprecher und eine Sprecherin, die das Partnernetzwerk gleichberechtigt nach außen vertreten.
  • Abstimmungsprozesse sollen vorrangig in den Sitzungen des Partnernetzwerkes erfolgen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Abstimmung über Email und über Telefonkonferenzen.

Stand. 1. März 2016

Mitgliederliste
Hochschule

Im Partnernetzwerk Hochschule vernetzen sich Akteure aus unterschiedlichen Bereichen des Hochschulwesens. Professor/innen, Lehrende, Koordinator/innen von BNE-Initiativen sowie Studierenden-Vertreter/innen von „netzwerk N“ kommen im Partnernetzwerk regelmäßig in bundesweiten Treffen zusammen.

Ziel des Partnernetzwerks Hochschule ist es, den deutschen Hochschulraum mit Bildung für nachhaltige Entwicklung zu füllen. Dies stellt aufgrund der hohen Autonomie von Hochschulen eine große Herausforderung dar. Die Hauptaufgabe ist daher, BNE trotz der Unabhängigkeit von Hochschulen, hochspezialisierten Fachgebieten, Instituten und Lehrenden als Querschnittsthema zu etablieren.

Bei Bedarf berät das Partnernetzwerk Hochschule das dazugehörige Fachforum und kooperiert darüber hinaus auch mit den anderen Partnernetzwerken und Fachforen. Dieser Austausch wird dadurch befördert, dass viele Mitglieder/innen der Partnernetzwerke der anderen Bildungsbereiche selber Hochschulangehörige sind.

Über einen Mailverteiler werden zudem die äußerst heterogenen und verstreuten Akteure vernetzt, über aktuelle Entwicklungen informiert und zu Veranstaltungen eingeladen. Das Partnernetzwerk Hochschule lebt von seinen äußerst engagierten Mitglieder/innen, die sich in zahlreichen Initiativen für BNE einsetzen und somit zur Umsetzung des nationalen Aktionsplans sowie des SDG 4.7 in Deutschland beitragen.

Sprecher des Partnernetzwerks Hochschule ist Prof. Georg Müller-Christ, Universität Bremen, gmc(at)uni-bremen.de. Ansprechpartner für den Mailverteiler des Netzwerks ist Bror Giesenbauer, Universität Bremen, netzwerk(at)uni-bremen.de.

Unter dem folgenden Link können Sie sich für den Newsletter anmelden:

http://eepurl.com/dg8e89

Kommunen und BNE

In den Kommunen passiert es. Sie müssen lokal passende Antworten auf gesellschaftliche Entwicklungen finden – beispielsweise auf demographische, soziale und wirtschaftliche Veränderungen vor Ort genauso wie auf den weltweiten Klimawandel oder die Umsetzung der Agenda 2030. Kommunen sind aber auch „Reallabore“ der Zukunft – sie ermöglichen Innovation, Entwicklung und Beteiligung und sind oft auch Vorreiter einer nachhaltigen Entwicklung.

Im Partnernetzwerk sind BNE-Kommunen aller Größe vertreten, von der kleinen Gemeinde Hetlingen im Norden mit 1.500 Einwohnern bis zur Millionenstadt München im Süden. Insgesamt leben derzeit über 6 Millionen Menschen (oder fast 8 Prozent aller Bundesbürger) hier.

Wichtige Ziele der Kommunen im Netzwerk sind die Verankerung von BNE in allen Bildungsbereichen, eine nachhaltige Gestaltung der Kommune und Bildungseinrichtungen und der intensive Austausch untereinander.

Das deutsche Partnernetzwerk ist sowohl auf nationaler Ebene im Fachforum Kommunen als auch auf internationaler Ebene im UNESCO Partner Netzwerk 5 „Accelerating Sustainability at Local Level through Education“ vertreten. Dort gilt das deutsche Netzwerk weltweit als einzigartiges Vorbild für den Aufbau kommunaler Netzwerke in anderen Ländern. 

Die Mitglieder des Partnernetzwerks treffen sich in der Regel zweimal pro Jahr. Weitere Kommunen sind jederzeit herzlich eingeladen.

Sprechertrio (Kontaktinfos siehe Datenblatt):

Kristina Wetzel,  Stadt Heidelberg
Michael Schlecht, Stadt Frankfurt am Main
Ralf Behrens, Freie und Hansestadt Hamburg

Weitere Informationen:
www.facebook/BNE.kommunen

Mitgliederliste des Partnernetzwerkes der BNE-Kommunen
Kulturelle Bildung und Kulturpolitik

Unsere Positionen

  • Kulturelle Bildung und Kulturpolitik sind als Querschnittthema für alle Bildungsbereiche bedeutsam.
  • Nachhaltige Entwicklung kann ohne die Dimension Kultur nicht sinnvoll gedacht werden.
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung benötigt Kulturelle Bildung und Kulturpolitik um erfolgreich zu sein.
  • Für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung sind auch Themen und Inhalte relevant, die genuine kulturelle Themen sind und deren kompetente Bearbeitung im Feld der Kulturellen Bildung und Kulturpolitik liegen.
  • Kulturelle Bildung und Kulturpolitik verfügen über eigene, an den Künsten orientierte Verfahren und Methoden, die von hoher Relevanz für eine gelingende Bildung für nachhaltige Entwicklung sind.

Aktuelle Aktivitäten

  • Erstellung einer Handreichung über Kulturelle Bildung in BNE-Prozessen
  • Aufbau einer Sammlung von Good Practice Beispielen und deren Evaluation
  • Auswertung einschlägiger Policy-Papiere im Hinblick auf den Aspekt Kultur
  • Zusammenarbeit mit anderen Partnernetzwerken und Fachforen zum Thema „Narrative“
  • Entwicklung von Indikatoren guter BNE

 

Grundverständnis

Was ist das Grundverständnis des Partnernetzwerkes Kulturelle Bildung und Kulturpolitik und welche Inhalte und Methoden sind damit verknüpft?

Mitgliederliste
Flyer

Das Partnernetzwerk stellt sich in diesem Flyer vor.

Medien

Selbstverständnis Partnernetzwerk (PN) Medien

Rund zehn Stunden täglich nutzen wir durchschnittlich elektronische Medien. Medien prägen unseren Lebensalltag und fordern unsere Aufmerksamkeit. Die Geschichten und Narrative von Klimawandel, gesellschaftlicher Zukunft oder Transformation werden medial erzählt. Daher muss sich auch eine Bildung für nachhaltige Entwicklung dieser medialen Herausforderung annehmen und die Möglichkeiten moderner Medienkommunikation nutzen – etwa für die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, für das Teilen, Mitteilen und die Teilhabe (Partizipation), für die Präsentation und den Austausch von Ideen, Projekten, von wissenschaftlichem Wissen und Erfahrungswissen sowie für neue Erzählweisen und Narrationen einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung. Durch Medienkompetenz können Gestaltungsmöglichkeiten für nachhaltige Entwicklung eröffnet werden.

Wir sind ein Netzwerk aus Bildungsträgern, Medienschaffenden und Wissenschaftler*innen. Wir setzen uns intensiv damit auseinander, wie Medien und mediale Erzählformen mit dem Ziel nachhaltiger Transformationsprozesse gestaltet werden können. Mit unserer Medienkompetenz unterstützen wir Akteure der nachhaltigen Entwicklung bei Bildung und ihrer Medienkommunikation.

Das PN Medien versteht sich als Teil der Zielvorgaben der UN-Dekade und des Weltaktionsprogramms BNE. Kommunikation und Medien bilden das Haupt-Handlungsfeld der Arbeitsgruppe, denn moderne Medien-Kommunikation wird als grundlegend erachtet für Transformation, nachhaltige Entwicklung und Klimakultur. Die Mitglieder bündeln ihre Kapazitäten und Kompetenzen, um für eine zeitgemäße Nachhaltigkeitskommunikation wichtige Akzente zu setzen und Anregungen zu erarbeiten.

Das PN Medien hat eine Online-Plattform, ein "open book", erarbeitet und lädt zum Mitmachen ein. Mit dem open book startete am 1. Dezember 2014 ein offener Online-Dialog über Konzepte, Modelle und Beispiele zur Kommunikation von Nachhaltigkeit sowie deren Bedeutung für und innerhalb von Bildungsprozessen.

Ein besonderer Focus liegt einmal auf der Erschließung medialer, audiovisueller Erzählungen (Narrationen) für die Vermittlung solch komplexer, dynamischer Prozesse wie die große Transformation, die nachhaltige Entwicklung und zukunftsfähiges Lernen. Zu diesem Zweck veranstaltet das Partnernetz – zusammen mit Partnern – jährlich mindestens eine Narrationskonferenz. ( https://lernen-durch-erzaehlungen.org/das-war-n1/ )

Zweitens ist die Digitalisierung als Lernlandschaft, Geschichtenboard und Interaktionsraum tiefgründig fürBNE aufzubereiten.

Warum ein PN Medien?

Medien sind mehr als Transmissionsriemen zur Übermittlung von Inhalten. Medienkommunikation ist mehr als informelles Lernen oder Mediendidaktik. (Elektronische) Medien repräsentieren eigene Kulturformen, konstituieren die Entwicklung von Selbst- und Fremdbildern, bieten Räume für Kommunikation, Erfahrungen, und Lernen. Sie sind Bestandteil unserer zunehmend technisierten und digitalisierten Lebenswelt. Diese medialen Kommunikationsräume bieten große Potenziale für Nachhaltigkeit. Stichworte sind: Sharing, Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeit, kollaborative Gestaltung.

Nachhaltigkeitskommunikation und Nachhaltigkeits-Lernen finden oftmals bereits statt, ohne dabei das Etikett der Nachhaltigen Entwicklung (NE) zu tragen. Dabei lassen sich drei Ebenen unterscheiden, nämlich die Bildung über nachhaltige Entwicklung (NE als Thema), die Bildung für nachhaltige Entwicklung (Methoden und Gestaltung von NE), und das nachhaltige, kompetenzorientierte Lernen (Bildung als Voraussetzung für NE).

Was folgt daraus?

Medienkommunikation wird als substanzielle Kulturtechnik und als wesentliches (potenzielles) Handlungsfeld für nachhaltige Entwicklung / Transformation / Klimakultur angesehen. Es wird keine zeitgemäße und wirksame Kommunikation von nachhaltiger Entwicklung außerhalb elektronischer Medien, sondern nur in der Verknüpfung von analogen und digitalen Medien und Kommunikationsformen geben können. Das betrifft sowohl die kommunikative Vernetzung der Nachhaltigkeitsakteure untereinander als auch die öffentliche Darstellung von Zielen und Inhalten der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eine Bildung für nachhaltige Entwicklung und Transformation braucht nicht nur andere Inhalte, sondern auch andere Ästhetiken, Symbole, Metaphern und Bilder, um Menschen zu gewinnen und zu überzeugen.

Neue Ästhetiken in der Kommunikation von Nachhaltigkeit und Transformation sind daher nicht nur, aber augenscheinlich in immer engerer Weise mit „Narrationen“ verknüpft, die zum Beispiel vom kulturellen Selbstverständnis einer Klimakultur erzählen. Mit den „Erzählungen“ einer gestalteten Zukunft geben sie als Narrative Orientierung für die Gegenwart. Die audiovisuellen und digitalen Darstellungs- und Kommunikationsmittel erhalten in diesem Kontext substanzielle Bedeutung.

Mediale Aktionsformen, die durchaus an gewohnte Medien- und Kommunikationsformate anknüpfen können, bieten große Möglichkeiten für die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, für das Teilen, Mitteilen und die Teilhabe (Partizipation), für die Präsentation und den Austausch von Ideen und Projekten zum wissenschaftlichen Wissen und Erfahrungswissen zur Nachhaltigkeit.

Medienkommunikation ermöglicht den Akteuren einer Nachhaltigen Entwicklung, ihre Perspektiven und Botschaften in gesellschaftliche Diskurse und Aushandlungsprozesse einzubringen. Medien können zum transdisziplinären Austausch beitragen und als Katalysator gesellschaftlicher Transformationsprozesse dienen.

Absichten und inhaltliche Schwerpunkte

  • Beobachtung und Untersuchung neuer medialer Kommunikationsformen – zwischen Massenmedien und Social Media – unter der Perspektive BNE.
  • Exemplarische Erkundung, wie konkrete Medienangebote inhaltlichen und unterhaltenden Ansprüchen genügen können, ob, wie und welche populären Formate und Genres für die Kommunikation von Themen der Nachhaltigkeit adaptiert werden können (etwa serielles und transmediales Erzählen).
  • Konzeption und Organisation von zielgruppenspezifischen Angeboten zur Medienkompetenz-Vermittlung. Nur durch Qualifikation, Beratung und eigenes Erproben werden (BNE-) Multiplikatoren die Potenziale einer medialen Kommunikation für nachhaltiges Lernen und Handeln wirksam erschließen können.
  • Erkundung und Erschließung von Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen (etablierten) Nachhaltigkeits- und neuen Medienakteuren.
  • Weiterentwicklung medialer Plattformen (z.B. open book), die sowohl dem Austausch der BNE-Akteure untereinander als auch der öffentlichen Präsentation von Initiativen, Projekten, Veranstaltungen, Materialien und sonstigen Aktivitäten dienen.
  • Einbeziehung traditioneller Kommunikationsformen (Stichwort „kommunikative Artenvielfalt“), medienökologischer Perspektiven (ökologischer Fußabdruck von Medienproduktion und Mediennutzung), von Fragen des Datenschutzes, medienpsychologischer und soziologischer Aspekte etc.

 

Sprecher:
Dr. Joachim Borner

stellvertretend:
Friedrich Hagedorn

Mitgliederliste des Partnernetzwerkes Medien (Stand Oktober 2018)
Ökonomie und Konsum
Weiterführende Informationen