Monitoring

Wie gut ist BNE in Deutschland bereits in den verschiedenen Bildungsbereichen verankert? In welchem Ausmaß und in welcher Form hat BNE bereits Eingang in die Bildungspraxis und in handlungsleitende Dokumente des Bildungswesens gefunden? Um dies herauszufinden, wird unter der Leitung des wissenschaftlichen Beraters des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE in Deutschland, Prof. Dr. Gerhard de Haan, ein bundesweites BNE-Monitoring durchgeführt. Konzipiert und umgesetzt wird dieses Monitoring wird von dem Projektteam des Instituts Futur (Freie Universität Berlin).

Eckpunkte zum Monitoring

Bereits seit 2015 führt das Projektteam des Instituts Futur das nationale Monitoring von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durch. Übergreifendes Ziel ist die Erfassung und Beschreibung eines differenzierten Bildes der BNE-Verankerung in Deutschland, der Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE (WAP BNE) sowie der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans (NAP). Dazu werden die Analysen zu verschiedenen Zeitpunkten wiederholt, integrieren dabei aber auch neue Forschungsschwerpunkte.

Die Ergebnisse und Fortschritte des Monitorings werden regelmäßig dokumentiert und in Form von Executive Summaries und anderen Publikationsformaten für die Nationale Plattform BNE, Bildungspolitik und Bildungspraktikerinnen und -praktiker sowie für die Wissenschafts-Community und interessierte Öffentlichkeit aufbereitet.

Aufbau des Monitorings

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Das Monitoring zeichnet sich durch ein mixed-methods Design aus. Das heißt, es umfasst neben der Analyse von Dokumenten sowohl qualitative als auch quantitative Untersuchungen.

Desk Research
Wie weit ist BNE institutionell verankert und lässt sich diesbezüglich ein Trend feststellen? Diesen Fragen geht die Dokumentenanalyse des Monitorings nach.
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Qualitative Untersuchungen
Wie schätzen Expertinnen und Experten die Verankerung und die Verbreitung von BNE in ihrem Bildungsbereich ein? Welche Treiber sowie Hürden spielen dabei eine Rolle? Welche Aushandlungsprozesse führen zur weiteren Verbreitung von BNE in den verschiedenen Bildungsbereichen? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der qualitativen Analysen.
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Quantitative Erhebung
Wie nachhaltigkeitsbewusst ist unsere Gesellschaft? Mithilfe von Fragebogenstudien erfassen die groß angelegten quantitativen Erhebungen neben der aktuellen und gewünschten BNE Implementierung unter anderem BNE- und nachhaltigkeitsbezogenes Wissen, Verhalten und Einstellungen.
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Executive Summaries

Die Ergebnisse der Untersuchungen gibt es zusammengefasst als Executive Summaries

„BNE ist vor allem eine Haltungsfrage“
Prof. Dr. Gerhard de Haan
Wissenschaftlicher Berater des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung und Leiter des Instituts Futur an der Freien Universität Berlin

Diskussionspapier: „Was ist gute BNE?“

Das Monitoring-Team des Weltaktionsprogramms befragte BNE-Akteure auf dem Agendakongress 2016

Am 12. und 13. Juli 2016 fand der nationale Agendakongress zum UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (WAP BNE) in Berlin statt. Das Team des WAP-Monitoring hat hier eine Kurzerhebung zu der Frage „Was ist gute BNE?“ durchgeführt und die Ergebnisse in einem Artikel veröffentlicht.

Perspektiven aus der BNE-Community

Der Kongress ist eine zentrale Auszeichnungs- und Vernetzungsveranstaltung der BNE-Community in Deutschland. Daher wurde er als Erhebungsort ausgewählt. Mit der explorativen Studie war der Anspruch verbunden, Einblicke in die heterogene Gruppe von BNE-Akteuren und in ersten Ansätzen ein differenzierteres Bild dieser Gruppe und ihrer Perspektiven auf BNE zu bekommen. Ein zentrales Interesse galt den Perspektiven der Befragten darauf, was „gute BNE“ auszeichnet. Insgesamt nahmen 190 Personen von 617 angemeldeten Kongressteilnehmern an der Kurzerhebung teil. In einem Diskussionspapier werden zentrale Ergebnisse präsentiert und vor allem auf die Frage nach der Bedeutung einer „guten BNE“ fokussiert.

Gestaltungskompetenz erwerben

Die Ergebnisse zeigen, dass gute BNE für die Befragten ein Zusammenspiel aus Zielen, Inhalten, Methoden und Medien sowie Organisationsformen pädagogischer Settings ist. Ziel guter BNE ist der Erwerb von Gestaltungskompetenz unter Betonung jener Fähigkeiten, die den Handlungskompetenzen und den Bewertungs- und Beurteilungskompetenzen zuzuordnen sind. Die Inhalte einer guten BNE basieren auf dem gesamten Nachhaltigkeitsdiskurs sowie zunehmend auch auf der allgemeinen Transformationsdebatte um einen Wandel unserer Lebens- und Wirtschaftsweise. Sie werden durch spezifische Kriterien, wie Interdisziplinarität, Zukunftsorientiertheit und Werteorientierung gerahmt.

Partizipative Methoden im Mittelpunkt

Hinsichtlich der Methoden und Medien guter BNE lässt sich eine deutliche Orientierung am Konzept des Situierten Lernens identifizieren. Dabei stehen partizipative Methoden sowie ein deutlicher Alltags- und Lebensweltbezug im Mittelpunkt. Eine zentrale Organisationsform ist neben anderen der „Whole Institution Approach“, der als ganzheitlicher Ansatz neben den Inhalten und Lernformen auch Bewirtschaftung einer Institution umfasst. Die Ergebnisse legen zudem nahe, dass sich die gesamte Bildungslandschaft strukturell ändern müsse.
 

Executive Summaries

Ergebnisse der quantitativen Erhebung

Junge Menschen

Lehrerinnen und Lehrer

Weitere Publikationen

Neben den Executive Summaries stehen hier weitere Veröffentlichungen zum Download bereit, die im Zusammenhang mit dem Monitoring erschienen sind.

Peer-reviewte Publikationen

  • Grund, J.; Brock, A. (2019): Why We Should Empty Pandora’s Box to Create a Sustainable Future: Hope, Sustainability and Its Implications for Education. Sustainability 11 (3), 893.
    Artikel über das Verhältnis von Hoffnung und BNE
    zum Artikel
     
  • Singer-Brodowski, M.; Etzkorn, N.; von Seggern, J. (2019): One Transformation Path Does Not Fit All-Insights into the Diffusion Processes of Education for Sustainable Development in Different Educational Areas in Germany. Sustainability 11 (1), 269.
    Artikel über den Stand der Verankerung von BNE in den verschiedenen Bildungsbereichen
    zum Artikel
     
  • Waltner, E.-M.; Rieß, W.; Brock, A. (2018): Development of an ESD Indicator for Teacher Training and the National Monitoring for ESD Implementation in Germany. Sustainability 10 (7), S. 2508.
    Artikel über die Entwicklung von BNE-Indikatoren für die Lehrkräfteausbildung
    zum Artikel
     
  • Singer-Brodowski, M.; Brock, A.; Etzkorn, N.; Otte, I. (2018): Monitoring of Education for Sustainable Development in Germany - Insights from Early Childhood Education, School and Higher Education. Environmental Education Research.
    zum Artikel
     

Bücher

  • Singer-Brodowski, M., Etzkorn, N. & Grapentin-Rimek, T. (Hrsg.) (2019). Pfade der Transformation. Die Diffusion von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich.
    zum Buch
     
  • Brock, A.; de Haan, G.; Etzkorn, N.; Singer-Brodowski, M. (Hrsg.) (2018): Wegmarken zur Transformation. Nationales Monitoring von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich.
    zum Buch
     

Weitere Veröffentlichungen

  • Brock, A.; Grapentin, T.;  de Haan, G.; Kammertöns, V.; Otte, I.; Singer-Brodowski, M. (2017): Was ist gute BNE?
    Kurzerhebung im Rahmen des nationalen Agenda-Kongresses zum UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nach-haltige Entwicklung“ (WAP BNE) am 12./13. Juli 2016 in Berlin
    zur Publikation
     
  • Etzkorn, N. (2017): Erfassung des Unfassbaren? Monitoring non-formaler BNE. ökopädNEWS 09/2017 (Nr. 283), S. 34.
    Artikel über das Monitoring im Bereich der non-formalen BNE
    zur Publikation
     
  • Flohr, M. unter Mitwirkung von Singer-Brodowski, M. (2017): Die staatliche Förderung der außerschulischen Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland im Zeitraum 2011 bis 2016. Freie Universität Berlin, Institut Futur.
    zur Publikation

Kontakt

Institut Futur

Freie Universität Berlin

Fabeckstraße 37

14195 Berlin

Webseite der Arbeitsstelle WAP beim Wissenschaftlichen Berater

 

Antje Brock

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Telefon: +49 30 838 51883

Fax: +49 30 838 451883

E-Mail: brock(at)institutfutur.de

 

Heidi Consentius

Ansprechpartnerin für die Auszeichnungspraxis

Sekretariat Institut Futur / Projektmanagement Weltaktionsprogramm

Telefon: +49 30 838 56847

Fax: +49 30 838 55890

E-Mail: consentius(at)institutfutur.de

 

Nadine Etzkorn

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Telefon: +49 30 838 63086

Fax: +49 30 838 451338

E-Mail: etzkorn(at)institutfutur.de

 

Julius Grund

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Telefon: +49 30 838 64331

Fax: +49 30 838 64331

E-Mail: grund(at)institutfutur.de

 

Janne von Seggern

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Telefon: +49 30 838 67120

E-Mail: vonseggern@institutfutur.de

 

Dr. Mandy Singer-Brodowski

Wissenschaftliche Mitarbeiterin – Projektkoordination

UNESCO-Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Telefon: +49 30 838 61337

E-Mail: s-brodowski(at)institutfutur.de

 

 

 

Weiterführende Informationen

Neben dem Monitoring berät das Team des Instituts Futur die Gremien zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms in Deutschland, etwa mit Vorschlägen für die Strategie- und Qualitätsentwicklung. Zudem bietet das Institut Futur im Rahmen der Auszeichnungen Bewerberinnen und Bewerber sowie interessierte Initiativen eine Beratung an.

Höhepunkte des Weltaktions­programms BNE 2015 bis 2019