Hessen

Die Hessische Nachhaltigkeitsstrategie hat Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als einen ihrer Schwerpunkte gesetzt und fördert verschiedene langfristige Projekte wie den runden Tisch BNE oder die Dachmarke „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“. Geplant sind Bildungsmaßnahmen im Bereich Klimabildung, Ernährungsbildung und Mobilitätsbildung im Rahmen des integrierten Klimaschutzplans Hessen 2025.

Wie setzt Hessen Bildung für nachhaltige Entwicklung um?

Das Programm „Hessische Umweltschulen“ zeichnet Schulen aus, die sich in überdurchschnittlicher Weise für die Bildung für nachhaltige Entwicklung engagieren und bietet diesen Schulen ein Netzwerk mit der Möglichkeit, sich mit anderen Umweltschulen sowie mit außerschulischen BNE-Bildungsträgern auszutauschen und sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich BNE zu informieren.

Die Hessische Nachhaltigkeitsstrategie hat Bildung für nachhaltige Entwicklung als einen ihrer Schwerpunkte gesetzt und fördert verschiedene langfristige Projekte zur Umsetzung eine schulischen und außerschulischen BNE:

  • Das Schuljahr der Nachhaltigkeit ist ein personengeleitetes Angebot unter anderem von Lernwerkstätten zur strukturellen Verankerung der BNE in Grundschulen.
  • In ganz Hessen wurden Regionale Netzwerke BNE gegründet, die unter anderem BNE Akteure aus der formalen und non-formalen Bildung, Vertreter der Kommunen und der Wirtschaft zusammenbringt und Zusammenarbeit ermöglicht.
  • Der Runde Tisch BNE koordiniert BNE-Aktivitäten auf Landesebene.
  • Die Dachmarke „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ umfasst sechs verschiedene Zertifikate und Auszeichnungen für Schulen, die unter verschiedenen thematischen Schwerpunkten schulische BNE umsetzen: Hessische Umweltschulen, Schulen des Schuljahres der Nachhaltigkeit, UNESCO-Schulen, Fair-Trade-Schulen, Eine-Welt-Schulen, Grenzenlos-Schulen. Dieses Netzwerk umfasst derzeit 240 Schulen aller Schulformen.

Hessen hat mit dem Zertifikat „Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung“ eine Möglichkeit geschaffen, als Institution oder Einzelperson sein Bildungsangebot einer Qualitätskontrolle unterziehen zu lassen und sich so für seine BNE-Bildungsarbeit besonders auszeichnen zu lassen. Der Arbeitskreis Schulgarten schafft eine Austauschplattform und  unterstützt durch Fach- und Managementfortbildungen die Nutzung und Einrichtung von Schulgärten als Bildungsräume für nachhaltige Entwicklung. Einzelprojekte vor allem von zertifizierten Bildungsträgern werden durch das Umweltministerium finanziell gefördert.

Was plant Hessen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Geplant ist eine Fortführung des bisher genannten. Im integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025 ist Bildung ein Querschnittsthema. Geplant sind Bildungsmaßnahmen im Bereich Klimabildung, Ernährungsbildung und Mobilitätsbildung, die ab 2018 gefördert werden. Alle Maßnahmen der Klima- und Ernährungsbildung erfolgen nach den Prinzipien einer BNE.

Gibt es Bezugspunkte zur Agenda 2030 und zum Nationalen Aktionsplan?

Die hessischen BNE-Aktivitäten berufen sich auf die Agenda 2030; die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) ist Ziel dieser Arbeit. Es werden Multiplikatorenschulungen zur Bildungsarbeit mit den SDGs durchgeführt. Das Schuljahr der Nachhaltigkeit dient zur Umsetzung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung und damit der SDGs. Der Nationale Aktionsplan wird als Leitlinie für die Arbeit des Runden Tisches BNE herangezogen.

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Ansprechpartner

Höhepunkte des Weltaktions­programms BNE 2015 bis 2019