BNE-Pakt in Hessen unterzeichnet

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist jetzt ein Schwerpunkt der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie. Nun hat die Landesregierung einen Pakt mit 15 außerschulischen regional bedeutsamen Umweltbildungs- und Nachhaltigkeitszentren geschlossen.

BNE-Pakt in Hessen unterzeichnet

Bildung für nachhaltige Entwicklung wird weiter ausgebaut

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist bereits jetzt ein Schwerpunkt der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie. Nun hat die Landesregierung einen Pakt mit 15 außerschulischen regional bedeutsamen Umweltbildungs- und Nachhaltigkeitszentren geschlossen: Am 25. August unterzeichneten Umweltministerin Priska Hinz und Vertreterinnen und Vertreter der Bildungszentren in Wiesbaden den Pakt für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Pakt).

"Die Klimakrise bedroht unser aller Lebensgrundlage: Wir sehen ihre Auswirkungen im Wald, in der Landwirtschaft und bei vielen bedrohten Tieren- und Pflanzenarten. Unser Wissen über den Klimawandel muss sich dringend in aktives Handeln umwandeln. Die Basis dafür ist eine Bildung, die zu umweltbewusstem Verhalten motiviert. Die Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgt dieses Ziel und bringt Wissen mit Emotionen und Handeln zusammen. Heute schließen wir gemeinsam mit 15 hessischen Umweltbildungszentren einen bundesweit einzigartigen Pakt: Damit stärken und verstetigen wir die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Hessen", so die Ministerin.

Bildungsangebote verstetigen und weiterentwickeln

Die am Pakt beteiligten Lernorte sind bereits seit Jahren wichtige Partner für das Bundesland Hessen: Sie unterstützen die hessischen Umweltschulen, koordinieren die regionalen BNE-Netzwerke und setzen Klimabildungsprojekte im Rahmen des Klimaschutzplans um. Etwa 100.000 Menschen nehmen pro Jahr an den Bildungsangeboten in Schulen, Kitas, Hochschulen und außerschulischen Lernorten teil.

"Ziel des Paktes ist es, dieses Angebot noch weiter zu verstetigen. Dafür haben wir vier Säulen vereinbart: Verstetigung und Weiterentwicklung der Angebote, Verstärkung der landesweiten Vernetzung, gemeinsame Qualitätsentwicklung", erklärte Priska Hinz. Das Umweltministerium plant 1,5 Millionen Euro bis 2024 für die Umsetzung des BNE-Paktes bereitzustellen.

Hintergrund

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist im Bereich non-formales Lernen für BNE zuständig. In seiner Arbeit orientiert es sich am Nationalen Aktionsplan BNE sowie der Agenda 2030 mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs). Zu den am Pakt beteiligten Akteuren gehört auch das von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnete Umweltbildungszentrum Licherode.