BNE Meilensteine

2021: UNESCO-Weltkonferenz zu BNE und Nationale Auftaktkonferenz

Mai:

Vom 17. bis 19. Mai 2021 fand die globale Auftaktkonferenz für das UNESCO-Programm "BNE 2030" in Berlin statt. Sie wurde von der UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet. Aufgrund der Sars-Cov-2-Pandemie wurde die Konferenz von 2020 um ein Jahr verschoben und digital abgehalten.

Im Anschluss fand am 19. Mai die nationale Auftaktkonferenz "Mit BNE in die Zukunft“ statt. Mit ihr beginnt das deutsche Programm für "BNE 2030".

Einen Rahmen um beide Veranstaltungen bilden die BNE Wochen, die vom 1. Bis zum 31. Mai verschiedenen BNE-Handlungsmöglichkeiten und Praxisbeispiele sichtbar machten.

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UNESCO

2020: Pre-Konferenz-Workshops und UNESCO-Roadmap

November:

Die UNESCO veröffentlicht eine neue "Roadmap" als Leitfaden zur Umsetzung des neuen Rahmens "BNE 2030". September 2020 bis April 2021

Im Vorlauf der UNESCO Weltkonferenz führten BMBF und die Deutsche UNESCO Kommission (DUK) eine Reihe von Pre-Konferenz Online-Workshops durch. Die Diskussionen und Ergebnisse wurden benutzt, um das Konferenzprogramm weiterzuentwickeln.

2019: Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030

November:

Die 40. UNESCO-Generalkonferenz verabschiedete 2019 das Programm "Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs", oder "ESD for 2030" (deutsch: "BNE 2030"). Es dient als Nachfolgeprogram der Dekade der nachhaltigen Entwicklung (2005—2014) und des globalen Aktionsprogramms (2015-2019). „BNE 2030“ übernimmt dabei erfolgreiche Strukturen, wie die fünf prioritären Handlungsfelder. Deutlicher betont wird die Rolle von BNE bei der Erfüllung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Im Sommer 2020 trat es in Kraft.

2018: Der Weg zu einem neuen Rahmenprogramm

Die UNESCO veranstaltete zwischen 2016 und 2018 mehrere Symposien, um Ideen zu sammeln und Probleme zu identifizieren, die in einem Post-WAP-Programm enthalten sein sollten. Mehr als 250 Experten und Interessensvertreter waren an dem Prozess beteiligt. 2017: Nationaler Aktionsplan

Juni:

Die Nationale Plattform verabschiedete den Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung. 130 Ziele und 349 konkrete Handlungsempfehlungen sorgen dafür, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell in der deutschen Bildungslandschaft verankert wird. Ihn haben die circa 300 Organisationen des BNE-Prozesses – insbesondere die BNE-Foren – zwischen Ende 2015 und Mitte 2017 gemeinsam erarbeitet.

2016: Erneuerte Nachhaltigkeitsstrategie und deutsche BNE-Auszeichnungen

2016 kam es zur Neuauflage der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (PDF | 5 MB). Darin wird BNE als Schlüsselinstrument identifiziert. Seit 2016 zeichnen das MBF und die DUK Kommunen, Lernorte und Netzwerke aus, die in vorbildlicher Weise BNE umsetzen (Gute-Praxis). 2019 wurden 100 Initiativen als Beispiele Guter-Praxis ausgezeichnet.

2015: Agenda 2030 und Globaler Aktionsplan

September:

Die 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Dieses neue Rahmenprogramm schließt an die Dekade für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) an. Ihr Kern sind die 17 Nachhaltigkeitsziele. Das Unterziel 4.7 betont die Bedeutung von Bildung, explizit Bildung für nachhaltige Entwicklung, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dazu wurde das Weltaktionsprogramm (WAP) BNE initiiert.

In Deutschland wurde zur Umsetzung des WAP die Nationale Plattform als zentrales Leitungsgremium vom BMBF einberufen. Sie besteht aus rund 40 Mitgliedern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen.

2014: Weltkonferenz und Nationale Konferenz

November:

Vom 10. bis zum 12. November 2014 fand die Weltkonferenz zu Bildung für nachhaltige Entwicklung "Learning Today for a Sustainable Future" in Aichi-Nagoya, Japan, statt. Die Konferenz markierte das Ende der UN-Dekade und begründet den Beginn des Folgeprogramms "Global Action Programme on Education for Sustainable Development (2015-2019)". Sie begründete ebenfalls den UNESCO-Japan Preis, der an herausragende Projekte und Institutionen im BNE-Bereich verliehen wird. Dabei werden jährlich drei Auszeichnungen mit je 50.000 US-Dollar Preisgeld vergeben.

September:

Am 29. und 30. September 2014 fand die Nationale Konferenz zu Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bonn statt. Sie wurde von BMBF und DUK gemeinsam ausgerichtet. Die knapp 500 Teilnehmenden waren Vertreter aller Bundesländer, sowie Experten anderer Länder, diskutierten die deutsche Umsetzung der UN-Dekade. Dabei würdigten sie Erreichtes und prüften zukünftige Möglichkeiten BNE weiter zu implementieren. Die Teilnehmenden verabschiedeten dabei die Bonner Erklärung (PDF | 256 KB).

2012: Rio-20 Gipfel

Juni 2012:

Der Abschlussbericht des Rio+20 Gipfels betonte mehrfach die Bedeutung von BNE. Darin wird von den Mitgliedsstaaten gefordert, dass sie sich verstärkt dafür einsetzen BNE in ein breites Bewusstsein zu bringen. Dabei wurde die antreibende Rolle der UNESCO hervorgehoben.

2009: BNE-Weltkonferenz in Bonn

Die Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bonn setzte den Startschuss für die zweite Halbzeit der UN-Dekade. Die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung organisierten die Konferenz. 700 Teilnehmende aus über 150 Ländern verabschiedeten die Bonner Erklärung.

2008: Neuauflage des Nationalen Aktionsplan

Im September 2008 wurde der Nationale Aktionsplan aktualisiert.

2005: Erster Nationaler Aktionsplan

Der erste Nationale Aktionsplan definierte das zentrale Ziel der UN-Dekade: die Idee nachhaltiger Entwicklung in sämtlichen Bereichen der Bildung zu verankern. Mehr als 60 spezifische bildungspolitische Maßnahmen und Prüfungskriterien unterstützten den Plan.

2002: Rio+10 Gipfel und Ausrufung der UN-Dekade

10 Jahre nach der Konferenz in Rio traf sich die internationale Gemeinschaft zum Welt-Gipfel zu nachhaltiger Entwicklung in Johannesburg. Die UN-Generalversammlung entschied daraufhin ein UN-Dekade für Bildung für nachhaltige Entwicklung auszurufen. Die UNESCO leitete das Programm.

1992: UN Konferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro und Agenda 21

Auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro trafen sich im Juni 1992 Vertreter aus 178 Ländern, um über Fragen zu Umwelt und Entwicklung im 21. Jahrhundert zu beraten. In Rio wurde das Konzept der nachhaltigen Entwicklung als internationales Leitbild anerkannt. Ein wichtiges Ergebnis der Konferenz war die Agenda21 als Reaktion auf den Brundtland-Report.

1987: Veröffentlichung Brundtland Report

Die World Commission on Environment and Development (WCED) veröffentlichte einen Report zu globaler nachhaltiger Entwicklung. Die Kommission leitete die frühere norwegische Premierministerin Gro Harlem Brundtland. Entsprechen wurde das Dokument als "Brundtland Report" (PDF extern | 4 MB) bekannt und hatte erheblichen Einfluss auf zukünftige Umwelt- und Entwicklungspolitik.