BNE-Bericht in der Sitzung des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

Am 23. Juni 2021 befasst sich der Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung mit dem siebten Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht).

Ausschuss im Bundestag

BMBF / Hans-Joachim Rickel

Dieser wurde am 21. April 2021 im Bundeskabinett verabschiedet und ist seitdem auch online über das BNE-Portal für die Öffentlichkeit zugänglich:

https://www.bne-portal.de/de/bne-bericht-2625.php

Der BNE-Bericht der Bundesregierung enthält die Aktivitäten von Bund, Ländern, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren von Mitte 2017 bis Mitte 2021. Bei der Darstellung der zahlreichen Maßnahmen wird ersichtlich, in welchem Ausmaß und mit welcher Qualität die Bundesregierung zum Ziel beiträgt, BNE in Deutschland in den Strukturen der verschiedenen Bildungsbereiche zu verankern. Der Bericht wurde analog zum Nationalen Aktionsplan BNE nach Inhalten entlang der Bildungsbereiche (Frühkindliche Bildung, Schule, berufliche Bildung, Hochschule, non formales und informelles Lernen/Jugend sowie Kommunen) und nach Handlungsfeldern strukturiert - im Unterschied zu den vorherigen Berichtsversionen, die nach den Ressorts und den weiteren Mitwirkenden gegliedert waren.

Im Bundestagsausschuss wird insbesondere das bundeweite Engagement aus dem Bereich BNE hervorgehoben. Neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das federführend den BNE-Prozess koordiniert und außerdem BNE in mehreren Bildungsbereichen bedeutend fördert, leisten weitere Ressorts wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Globalen Lernen oder das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bemerkenswerte und wichtige Beiträge. Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) spielt im Bereich der Schulbildung eine entscheidende Rolle, sowie auch die Kommunen bei der Verankerung von Projekten vor Ort. Wesentlich beteiligt sind darüber hinaus die gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure wie der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBnE) und der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).

Das gemeinsame Engagement zeigt die zentrale Bedeutung von BNE, um globale Herausforderungen wie Klimawandel, Pandemien, Ungleichheiten und Ressourcenknappheit zu bewältigen. Auch über die 19. Legislaturperiode hinaus wird sich die Bundesregierung das Ziel zu Eigen machen, den Nationalen Aktionsplan BNE flächendeckend umzusetzen und dabei ihre international anerkannte Vorreiterrolle im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter auszubauen.

Neben dem Bericht werden im Ausschuss außerdem Anträge der Koalitionsbundestagsfraktionen CDU/CSU und SPD sowie der Oppositionsbundestagsfraktionen FDP und BÜNDNIS 90/Die Grünen behandelt. Alle sind hier [PDF extern | 320 KB]  einsehbar.