Wie wird bewertet?

Die Jury orientiert sich bei der Bewertung der Bewerber für die Auszeichnungen an verschiedenen Themenfeldern, die an die jeweilige Kategorie (Kommune, Netzwerk, Lernort) angepasst sind.

Vierte Auszeichnungsrunde

Bewerbungen für die vierte Auszeichnungsrunde sind ab dem 04.12.2018 möglich.

Lernorte

1.    Steuerung (Selbstverpflichtung, Zuständigkeit, Kontinuität, Partizipation):
Wer dem Whole-Institution-Approach folgt, benötigt eine klare Steuerung in Form eines Beschlusses zentraler Gremien, einen Entwicklungsplan und die Einbeziehung der Leitungsebene in die Aktivitäten der Einrichtung. Alle einschlägigen Akteure sollten in Steuerung, Umsetzung und Berichtswesen involviert sein.

2.    Qualitätsentwicklung:
Die Umsetzung der Ziele der ganzheitlichen Transformation bzw. Verankerung erfordert Monitoring- und Selbstprüfungsinstrumente. Hier geht es um eben diese Instrumente, um die Ressourcen und Zeitkontingente für die Qualitätsentwicklung.

3.   Jugend:
Herausragende Lernorte beteiligen Jugendliche an ihrer Entwicklung. Sie bieten ihnen Mitwirkungs- und Gestaltungsangebote bis hin zu einer verantwortlichen Funktion, bei der sie sich auch selbst organisieren.

4.    Lehr- und Lernangebot:
Ausgezeichnete Lernorte haben einen ganzheitlichen Bildungsansatz. Je nachdem wie ambitioniert dies formuliert ist, wie hoch der Anteil der entsprechenden dauerhaften Lehr- und Lernangebote ist, wie viele Lernende erreicht werden, und ob die Angebote evaluiert werden, desto mehr entspricht dies dem „Bild“ von einem ausgezeichneten Lernort.

5.  Schulungen bzw. Weiterbildungen:
Ausgezeichnete Lernorte haben einen Plan zur strukturierten BNE-Kompetenzentwicklung für Lehrende, Verwaltung und Führungspersonal. Mindestens braucht es Eckpunkte eines solchen Plans und die Entwicklung bzw. Durchführung erster Schulungen und Weiterbildungen. Positiver ist, wenn der Plan ausformuliert ist, Schulungen und Weiterbildungen regelmäßig durchgeführt werden oder gar evaluiert und weiterentwickelt wurden.

6.    Bewirtschaftung:
Die Bewirtschaftung des Lernortes (d.h. Verpflegung, Beschaffung, Ressourcenmanagement, Gestaltung des Lernumfelds) sollte sich an Nachhaltigkeitsgrundsätzen orientieren. Im Idealfall wird dieses über Indikatoren und Zertifizierungen sogar kenntlich und die Bewirtschaftung wird sogar in dem Lernangebot zum Gegenstand gemacht.

7.   Innovation/Wandel und Vernetzung:
Ausgezeichnete Lernorte verstehen BNE und nachhaltige Entwicklung als Motor, um Innovation und Wandel am Lernort voranzubringen. Sie öffnen sich zu ihrem Umfeld hin und/oder pflegen nationale und/oder internationale Partnerschaften im Bereich BNE bis hin zur Beratung anderer interessierter Institutionen. 

8.    Kommunikation:
Ausgezeichnete Lernorte kommunizieren über Nachhaltige Entwicklung/BNE nachweislich regelmäßig intern. Sie nutzen ihre Arbeit als Profilierungsmerkmal in der Außenkommunikation und stellen ihre Angebote sowie Materialien anderen (z.B. über Webseiten) zur Verfügung.

Kommunen

1.    Steuerung (Selbstverpflichtung, Zuständigkeit, Kontinuität, Partizipation):
Wer die Ausweitung und Verstetigung von BNE auf kommunaler Ebene erfolgreich vorantreiben will, benötigt eine gezielte Steuerung in Form von: Unterstützung des höchsten kommunalen Gremiums von BNE (nach Möglichkeit vorliegender Beschluss und/oder Erklärung des Bürgermeisters/des Landrats), festgelegte Ansprechpartner (Leitungsebene und operativ) und eines Aktionsplans. Bürgerinnen und Bürger sind an Planung und Umsetzung des BNE-Aktionsplans beteiligt. Die Einrichtungen der Kommune bieten Angebote zu qualitativ hochwertiger BNE an.

2.    Qualitätsentwicklung:
Die Umsetzung der Ziele von BNE auf kommunaler Ebene erfordert Monitoring und Selbstprüfungsinstrumente. Hier geht es um eben diese Instrumente, um die Ressourcen und Zeitkontingente für die Qualitätsentwicklung. Positiv bewertet wird, wenn die Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen zusammen arbeiten mit dem Ziel eine Bildungslandschaft aufzubauen.

3.    Jugend:
Ausgezeichnete Kommunen binden Jugendliche in die Entwicklung, Umsetzung und Qualitätsentwicklung ein. Sie bieten ihnen Mitwirkungs- und Gestaltungsangebote bis hin zu einer verantwortlichen Funktion, bei der sie sich auch selbst organisieren.

4.    Beratung/Weiterbildung:
Ausgezeichnete Kommunen erfassen Beratungs- und Weiterbildungsbedarf im Bereich BNE und entwickeln entsprechende Angebote.

5.    Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung:
Ausgezeichnete Kommunen verschränken ihre Aktivitäten in den Bereichen Nachhaltigkeit und BNE (z.B. BNE ist Teil einer Strategie für nachhaltige kommunale Entwicklung). Positiv ist, wenn kommunale Leitlinien für eine an Nachhaltigkeit orientierte kommunale Bewirtschaftung vorliegen oder erarbeitet werden. Im Idealfall orientiert sich die Kommune auch an Zertifizierungen wie dem europäischen „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS) oder dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

6.    Innovation/Wandel:
Ausgezeichnete Kommunen verstehen BNE und nachhaltige Entwicklung als Motor, um Innovation und Wandel in der Kommune voranzubringen. Sie halten das in dem Beschluss der Kommune und/oder der Erklärung des Bürgermeisters/Landrats fest und öffnen ihre Verwaltung zu ihrem Umfeld hin.

7.    Vernetzung und Kooperationen:
Ausgezeichnete Kommunen tauschen sich strukturell auf Landes- und Bundesebene sowie auf internationaler Ebene zu BNE aus und teilen gute und innovative Praxis, um Nachahmer zu motivieren. Sie unterhalten gefestigte kommunale BNE-bezogene Partnerschaften. Positiv ist auch die aktive Mitarbeit im Partnernetzwerk Kommunen.

8.    Kommunikation:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu BNE

Netzwerke

1.    Steuerung (Selbstverpflichtung, Zuständigkeit, Kontinuität, Partizipation):
Wer als Netzwerk erfolgreich gemeinsame Strategien und Maßnahmen zu BNE entwickeln möchte, benötigt eine gezielte Steuerung in Form von nachvollziehbaren und angemessenen Entscheidungsstrukturen, festgelegten Ansprechpartnern und einem Arbeitsplan. Alle relevanten Netzwerkpartner sind an Entwicklung, Umsetzung und Monitoring der Aktivitäten beteiligt; die Leitungsebenen unterstützen die Netzwerkarbeit. Erwartete positive Effekte, Qualität und Mehrwert des Netzwerks für seine Mitglieder sind formuliert. Das Netzwerk muss auf zumindest mittelfristige Kontinuität angelegt sein.

2.    Qualitätsentwicklung:
Die Umsetzung gemeinsamer Strategien und Maßnahmen zu BNE erfordert Monitoring- und Selbstprüfungsinstrumente. Hier geht es um eben diese Instrumente, um die Ressourcen und Zeitkontingente für die Qualitätsentwicklung.

3.    Jugend:
Herausragende Netzwerke binden Jugendliche in die Entwicklung, Umsetzung und Monitoring des Netzwerks ein. Sie bieten ihnen Mitwirkungs- und Gestaltungsangebote bis hin zu einer verantwortlichen Funktion, bei der sie sich auch selbst organisieren.

4.    Ergebnisse/Beratung:
Hier geht es einerseits darum, welche Produkte und Dienstleistungen zu BNE entwickelt werden, andererseits darum, ob das Netzwerk Beratung zu seinen BNE-Aktivitäten anbietet.

5.    Vernetzung:
Ausgezeichnete Netzwerke wirken nach außen z.B. (lokal-) politisch und tauschen sich mit anderen überregionalen, nationalen und/oder internationalen Netzwerken oder Akteuren zu BNE aus. Im besten Fall ist das Netzwerk ein überregional und bundesweit (sowie ggf. international) sichtbarer Akteur.

6.    Kommunikation:
Erfolgreiche Netzwerkarbeit erfordert regelmäßige Kommunikation untereinander. Ausgezeichnete Netzwerke informieren ebenfalls auf ihren Webseiten, an leicht auffindbarer Stelle, über die Arbeit des Netzwerks und BNE (siehe Pflichtkriterien). Positiv ist darüber hinaus, wenn das Netzwerk eine eigene Webseite hat und gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu BNE betreibt.

Auszeichnungsstufen

Pro Kategorie gibt es drei Auszeichnungsstufen mit steigendem Anspruch. Auf Stufe 1 ist ein ganzheitlicher Ansatz erkennbar und Aktivitäten sind erfolgreich gestartet. Auf Stufe 2 findet eine Intensivierung der Aktivitäten statt. Auf Stufe 3 werden die Aktivitäten evaluiert und weiterentwickelt. Der Lernort, das Netzwerk bzw. die Kommune dient als Rollenmodell und strahlt nach außen aus.