Ausgezeichnete Lernorte: Jurybegründungen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission ehren herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung. Die 12-köpfige Jury besteht aus Mitgliedern der Nationalen Plattform und Vertretenden des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Freien Universität Berlin sowie der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Jury begründet, warum die jeweiligen Lernorte eine Auszeichnung erhalten.

55 Lernorte ausgezeichnet

Abenteuer Lernen e.V., Bonn, NRW

„Der Abenteuer Lernen e.V. bietet Kindern und Jugendlichen direkte Erfahrungsmöglichkeiten und macht Selbstwirksamkeit so auf vorbildhafte Weise erlebbar. Rund 6.000 junge Menschen nehmen jährlich an den intensiven Kursen teil und können diese nach eigenen Interessen, Ideen und Möglichkeiten wesentlich mitgestalten. Als Regionalzentrum für Bildung für nachhaltige Entwicklung entfaltet der Verein eine besonders intensive Strahlkraft: In überregionalen Netzwerken und Gremien vermittelt er den BNE-Gedanken der breiten Öffentlichkeit.“

 

Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), Münster, NRW

„Die zielgruppenspezifischen Angebote der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster motivieren Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu nachhaltigem Denken und Handeln – außerhalb der klassischen, schulischen Lernumgebung. Dabei ermöglicht ein weitgehend selbstbestimmter Lernprozess, dass Teilnehmende eigenverantwortlich und selbstständig Kompetenzen erwerben. Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Bildungsträgern und zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort. Durch diese Kooperationen trägt der Lernort in besonderem Maße dazu bei, Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Breite zu tragen.“

 

Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Nord gGmbH, Hamburg

„Die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk gGmbH zeigt vorbildlich, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung verankert werden kann. Die Jury hebt besonders den inklusiven Charakter der Akademie hervor: Menschen mit Migrationshintergrund und besonderem Förderbedarf werden unterstützt und ihre Stärken individuell gefördert. Bei der Bewirtschaftung des Lernorts wird zudem auf Nachhaltigkeit wertgelegt; Ziel ist unter anderem eine Reduzierung des Energieverbrauchs. Die nachhaltige Bewirtschaftung wird auch in die Lernangebote miteinbezogen.“

 

Baufachfrau Berlin e.V., Berlin

„In seinen partizipativen Programmen vermittelt  BAUFACHFRAU Berlin e.V. Handlungskompetenzen für eine nachhaltige Lebensraumgestaltung und Lebensführung mit einem besonderen Fokus auf Gendergerechtigkeit. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist dabei seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil der Bildungsarbeit und wird als Querschnittsthema verstanden: Alle Projekte, von Gestaltungs- und Bauprojekten über Programme zur Berufsorientierung bis hin zu Workshopangeboten, nehmen Nachhaltigkeit klar in den Fokus. Dabei schafft es der Lernort, alle Mitwirkenden aktiv in Planung und Umsetzung einzubeziehen.“

 

Berufliche Schule RBZ Kiel, Kiel, Schleswig-Holstein

„Der Beruflichen Schule RBZ Wirtschaft Kiel ist es in den letzten Jahren auf beeindruckende Weise gelungen, das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung am Lernort stetig und qualitativ hochwertig weiterzuentwickeln. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen landes- und bundesweiten Projekte, an denen sich die Schule beteiligt. Durch seine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Kiel trägt das RBZ außerdem zu einer systemischen Veränderung bei und engagiert sich auf vorbildhafte Weise im WAP-Handlungsfeld „Politische Unterstützung“.“

 

Berufskolleg an der Lindenstraße, Köln, NRW

„Das Berufskolleg an der Lindenstraße hat Bildung für nachhaltige Entwicklung als tragenden Bildungsansatz in Schulkonzeption, Werterziehung und der individuellen Förderung verankert. Besonders positiv bemerkt die Jury die Reflexion der eigenen Arbeit in Bezug auf Nachhaltigkeit und die intensive Arbeit an der systematischen Verankerung von BNE im Unterrichtsangebot.“

 

Bildungsraum GrünGürtel, Frankfurt am Main, Hessen

„Der Bildungsraum GrünGürtel überzeugt mit einer kontinuierlichen Umsetzung und Weiterentwicklung seiner BNE-Aktivitäten: Jahresberichte, Protokolle, Projektbegleitungen und Feedbackbögen sichern die Qualität des vorbildhaften Bildungsraums. Im Zentrum des Programms „Entdecken, Forschen und Lernen im GrünGürtel“ steht die Förderung von Gestaltungskompetenzen, BNE-Schlüsselthemen knüpfen auf vorbildhafte Weise an die Lebenswelt der Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer an. Der Lernort wird so zum gelebten Beispiel nachhaltiger Entwicklung.“

 

Bildungsstelle Globales Lernen des aha - anders handeln e.V., Dresden, Sachsen

„Der aha – anders handeln e.V. wurde 1995 bereits mit einem Selbstverständnis für Bildung für nachhaltige Entwicklung gegründet. Heute ist auf allen Handlungsebenen eine Orientierung an einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu beobachten. Dabei ist der Bildungsansatz des Vereins ganzheitlich formuliert, insbesondere die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele bilden eine Grundsäule der Bildungsarbeit: Schwerpunktmäßig werden sie in allen Projekten auf hochwertige Weise bearbeitet. Eine systematische Evaluation der Lernerfolge sichert die hochwertige Qualität der Bildungsangebote.“

 

Biosphäre Potsdam GmbH, Potsdam, Brandenburg

„Die Biosphäre Potsdam bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Themen Wald, Wasser, Klima und Nachhaltigkeit auf vielfältige Weise und mit allen Sinnen zu erforschen. Dabei ist der Bildungsansatz des Lernortes ganzheitlich formuliert und klar auf BNE ausgerichtet. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass alle Mitarbeitenden sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Nachhaltigkeitserklärung der Biosphäre Potsdam verpflichtet haben.“

 

Brunswick European Law School (BELS), Wolfenbüttel, Niedersachsen

„Die Brunswick European Law School hat die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen seit 2015 erfolgreich in Forschung, Lehre und Weiterbildung integriert. In Formaten wie der Debate Night oder Model United Nations wird die Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeit der Studierenden aktiv gefördert. Besonders hebt die Jury die proaktive und interdisziplinäre Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die fortschreitende Transformation des Lernorts hervor.“

 

CSA Hof Pente, Bramsche, Niedersachsen

„Mit seinem vorbildlichen Whole Institution Approach hat der CSA Hof Pente die ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebung erfolgreich umgesetzt. Er zeigt auf überzeugende Weise wie Akteure auf allen Beteiligungsebenen – Mitarbeitende, Mitglieder, Eltern, Auszubildende, Praktikanten, Lehrkräfte – an der Weiterentwicklung eines Lernortes mitwirken können. Besonders erwähnenswert ist außerdem die nationale und internationale Vernetzung des Hofes, durch die Bildung für nachhaltige Entwicklung mithilfe anderer Institutionen auf innovative Weise in die Breite getragen wird.“

 

Das Curriculum Mobilität der Autostadt GmbH, Wolfsburg, Niedersachsen

„In den Workshops, Schülerführungen und -rallyes, Projekttagen und Partnerschulprogrammen des Curriculum Mobilität der Autostadt GmbH ist Bildung für nachhaltige Entwicklung verankert. Rund 40.000 Schülerinnen und Schüler werden hier pro Jahr erreicht. Dabei versteht der Lernort BNE als Motor für Innovation und nachhaltigen Wandel. Insbesondere die kontinuierliche Qualitätsentwicklung und die vielfältigen nationalen und internationalen Partnerschaften des Curriculum Mobilität sind hervorzuheben.“

 

Deutsche KlimaStiftung, Bremerhaven, Bremen

„Die Deutsche KlimaStiftung überzeugt mit der Umsetzung ihres Ziels, Menschen im In- und Ausland durch Veranstaltungen und Bildungsprojekte zu einer zukunftsfähigen Lebensweise zu animieren. Die Jury hebt insbesondere die hervorragende qualitative Weiterentwicklung des Lernortes über die letzten Jahre hervor: Die Klimastiftung zeigt vorbildlich, wie Projekte an aktuelle klimapolitische und gesellschaftsrelevante Themen angepasst und fortlaufend evaluiert und optimiert werden können.“

 

Die Umwelt-Akademie e.V., München, Bayern

„Seit seiner Gründung 1990 ermöglicht der Verein „Die Umwelt-Akademie“ Kindern und Jugendlichen, situativ und erlebnisorientiert zu lernen. Die kontinuierliche und erfolgreiche Weiterentwicklung des BNE-Ansatzes ist hier besonders positiv hervorzuheben. Der Verein macht Bildung für nachhaltige Entwicklung praktisch erlebbar und zeigt auf vorbildliche Weise, wie Synergieeffekte genutzt, Ressourcen geteilt und Erfahrungen weitergegeben werden können.“

 

DRK Kindertageseinrichtung Hetlingen, Hetlingen, Schleswig-Holstein

„Die DRK Kita Hetlingen hat Bildung für nachhaltige Entwicklung vorbildlich und ganzheitlich in ihren Strukturen verankert. Der partizipative, inklusive, interkulturelle und nachhaltige Ansatz der Kindertagesstätte wird in vielfältigen Projekten täglich gelebt und ist unübersehbarer Schwerpunkt des Lernortes. Die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Bildungsträgern und zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort schafft Synergieeffekte und zeigt, wie die BNE-Arbeit der Kita auch in die Region ausstrahlt.“

 

Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg, Würzburg, Bayern

„Das Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg hat es geschafft, Bildung für nachhaltige Entwicklung erfolgreich in seinen Strukturen zu verankern: Nachdem der Lernort nachhaltigkeitsbezogene Projekte, Angebote und Kooperationen an der Schule identifiziert hat, wurde ein überzeugender Nachhaltigkeitsbericht verfasst. Das Gymnasium zeigt, wie ein ganzheitlicher BNE-Ansatz Schritt für Schritt in der Praxis umgesetzt werden kann.“

 

Friedrich-List-Gymnasium, Gemünden am Main, Bayern

„Das Friedrich-List-Gymnasium überzeugt mit der Umsetzung des Ziels, Bildung für nachhaltige Entwicklung systematisch in seinen Schulstrukturen zu verankern. Ein wichtiger Schritt zur strukturellen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung war die Erarbeitung eines Nachhaltigkeitsberichts, in dem bereits stattfindende nachhaltigkeitsbezogene Aktivitäten und Kooperationen der Schule identifiziert wurden. Besonders positiv hervorzuheben ist die klare Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler bei der Verfassung des Nachhaltigkeitsberichts und bei der Planung von Projekten.“

 

Fritz-Greve-Gymnasium Malchin, Malchin, Mecklenburg-Vorpommern

„Das Fritz-Greve-Gymnasium Malchin hat sich erfolgreich der Aufgabe gestellt, die gesamte Schulgemeinschaft für die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu sensibilisieren. Lehrerkollegium und Schülerkonferenz haben Bildung für nachhaltige Entwicklung zum ganzheitlichen Schulentwicklungsansatz erklärt. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird nicht nur vermittelt, sondern im Schulalltag gelebt – ganz im Sinne des Whole Institution Approach. Als vorbildlich ist hier insbesondere die ausgeprägte Jugendpartizipation hervorzuheben: Im Rahmen des Schülerforschungsvorhabens „Bewirtschaftung“ haben Schülerinnen und Schüler unter anderem eine PVA-Anlage zur Versorgung mit regenerativer Energie selbst geplant.“

 

gASTWERKe e.V., Staufenberg - Escherode, Niedersachsen

„Getreu ihrem Motto „Nachhaltigkeit konkret erleben“ zeigt die gASTWERKe Akademie auf innovative Weise, wie ein nachhaltiger Lebensstil nicht nur theoretisch vermittelt, sondern ganzheitlich gelebt werden kann. In der praktischen Auseinandersetzung mit regenerativen Energien, ökologischer Gemüse-Landwirtschaft und gemeinschaftlichem Wohnen wird Bildung für nachhaltige Entwicklung erlebbar gemacht. Die Jury hebt außerdem die vorbildliche Umsetzung des Whole Institution Approach am Lernort hervor.“

 

Gesamtschule Eilpe, Hagen, NRW

„Unter dem Motto „Eine Schule im Grünen“ hat die Gesamtschule Eilpe erfolgreich einen Nachhaltigkeitsbericht verfasst und so den Blick aller Schulakteurinnen und -akteure für eine nachhaltige Entwicklung geschärft. Die Gesamtschule Eilpe zeigt vorbildlich, wie sich eine Schule auf den Weg machen kann, einen ganzheitlichen BNE-Ansatz umzusetzen.“

 

Gnadenthal-Gymnasium Ingolstadt der Diözese Eichstätt, Ingolstadt, Bayern

„In einem Multi-Stakeholder-Prozess hat das Gnadenthal-Gymnasium Ingolstadt der Diözese Eichstätt auf vorbildhafte Weise den Nachhaltigkeitsbericht „Gnadenthaler Weg in Richtung Nachhaltigkeit“ erarbeitet. Die zahlreichen Aktivitäten mit BNE-Bezug erscheinen hierbei nicht als kurzfristiger projektorientierter Prozess, vielmehr soll Bildung für nachhaltige Entwicklung auch in Zukunft im Zentrum des Schulhandelns stehen und in allen Aspekten des Schullebens verankert werden.“

 

Goethegymnasium Weißenfels, Weißenfels, Sachsen-Anhalt

„Unter dem Motto „zukunftsorientiert, weltoffen und traditionsbewusst“ hat das Goethegymnasium Weißenfels erstmals erfolgreich einen Nachhaltigkeitsbericht verfasst. Die Schule zeigt vorbildhaft, wie ein solcher Bericht als Orientierungsrahmen für nachhaltiges Handeln am Lernort dienen kann. Die Jury begrüßt ausdrücklich das Engagement der Schulakteure, Schritt für Schritt einen ganzheitlichen BNE-Ansatz umzusetzen.“

 

Grundschule Eberhofweg, Hamburg

„Die Grundschule Eberhofweg zeigt, wie alle einschlägigen Akteure bei der schrittweisen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung am Lernort beteiligt werden. Durch den regelmäßig tagenden Schülerrat ist eine hohe Beteiligung der Lernenden sichergestellt. Die starke Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern und zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort macht deutlich, wie sich die Schule zu ihrem Umfeld öffnet und Strahlkraft entwickelt.“

 

Grundschule Neumarkt in der Hasenheide, Neumarkt i.d. Opf, Bayern

„Die UNESCO-Projektschule Grundschule Neumarkt in der Hasenheide hat Bildung für nachhaltige Entwicklung erfolgreich in ihrem Leitbild verankert. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist Querschnittsthema im Unterricht und in schulischen und außerschulischen Projekten. Eine für die Umsetzung von BNE verantwortliche Lehrkraft überprüft regelmäßig, dass das BNE-Konzept der Grundschule im Schulalltag erlebbar wird. Die Grundschule ist stark vernetzt und trägt dadurch auf vorbildhafte Art und Weise zur Verankerung von BNE in der Region bei.“

 

Gymnasium Marktbreit, Marktbreit, Bayern

„In seinem Nachhaltigkeitsbericht „Nachhaltig gestalten! Nachhaltig gestaltet!“ berichtet das Gymnasium Marktbreit über die vielfältigen Maßnahmen, Aktionen und Projekte mit BNE-Bezug, die in den letzten Jahren an der Schule realisiert werden konnten. Das Gymnasium zeigt dabei vorbildhalft, wie nachhaltigkeitsbezogene Vorhaben kommuniziert und allgemein transparent dargestellt werden können. Die Jury hebt besonders den ganzheitlichen BNE-Ansatz des Gymnasiums hervor: Auch bei seiner Bewirtschaftung nimmt das Gymnasium alle drei Nachhaltigkeitsdimensionen – ökologisch, ökonomisch und sozial – in den Blick."

 

Gymnasium Veitshöchheim, Veitshöchheim, Bayern

„Unter dem Titel „Weitblick“ hat das Gymnasium Veichtshöchheim in einem partizipativen Prozess einen Nachhaltigkeitsbericht für die Schule erarbeitet. Dieser stellt den Ansatz einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gebündelt dar und zeigt, wie Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler gemeinsam an nachhaltigkeitsbezogenen Projekten und Strukturen mitwirken können. Insbesondere die Gestaltungsrolle von Jugendlichen wird am Gymnasium Veitshöchheim groß geschrieben: Durch eigenständige Projekte wie die Schülerfirma „Fresh & Fruits-Schülerlounge“ werden Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeit gefördert.“

 

Hochschule Darmstadt, Darmstadt, Hessen

„Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Darmstadt hat Bildung für nachhaltige Entwicklung erfolgreich als Querschnittsaufgabe in Lehre, Forschung, Transfer und Betrieb verankert. Zahlreiche interdisziplinäre Lehrveranstaltungen, Ringvorlesungen und Forschungsprojekte mit Nachhaltigkeitsbezug tragen den BNE-Gedanken in die Breite und erreichen eine Vielzahl an Teilnehmenden. Die kontinuierliche qualitative Weiterentwicklung des Lernortes über die letzten Jahre – gestaltet durch Studierendenschaft, Steuerungsgruppe, Lenkungskreis und Präsidium – ist besonders positiv hervorzuheben.“

 

Innovative LernOrte (ILO), Ostbayerische Technische Hochschule Amberg Weiden/Bündnis für Ethik und Nachhaltigkeit, Amberg, Bayern

„Mit ihrer Kooperations-Strategie der Innovativen LernOrte (ILO) machen die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden und das Bündnis Ethik für Nachhaltigkeit BNE auf vorbildhafte Weise in ihrer Region erlebbar. An kreativen, dezentralen Lernorten werden wichtige Impulse für die Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung gesetzt – nicht zuletzt im Rahmen des „Zukunftskongresses“, der sich als Lernort für die gesamte Hochschulregion etabliert hat. Über die zahlreichen Netzwerke und Arbeitsgruppen findet ein wichtiger struktureller und inhaltlicher Austausch statt.“

 

Integrierte Gesamtschule Oyten (IGS Oyten), Oyten, Niedersachsen

„Die Integrierte Gesamtschule Oyten hat Bildung für nachhaltige Entwicklung zu ihrem Hauptziel erklärt und zeigt vorbildhaft, wie BNE und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Zusammenarbeit mit der gesamten Schulgemeinschaft umgesetzt werden können. Da die BNE-Arbeit Profilierungsmerkmal ist, entfaltet der Lernort eine besonders starke Strahlkraft für die gesamte Region. Hervorzuheben ist darüber hinaus die qualitativ hochwertige Weiterentwicklung des BNE-Ansatzes über die letzten Jahre, an der nicht zuletzt auch Schülerinnen und Schüler einen großen Anteil hatten.“

 

Isarnwohld-Schule Gettorf, Gettorf, Schleswig-Holstein

„In der Isarnwohld-Schule Gettorf tragen Schülervertretung, Schulelternbeirat und Förderverein gemeinsam und erfolgreich zur nachhaltigen Gestaltung des Lernortes bei. Im Nachhaltigkeitsbericht „Meer~Wert Nachhaltigkeit“ hat die Schule vorbildlich dargelegt, wie sie die verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen adressiert und welche Strategien, Kompetenzen, Themen- und Handlungsfelder vor Ort verfolgt werden.“

 

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt, Bayern

„Bereits 2014 verankerte das Präsidium der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Nachhaltigkeit als zentrales Handlungsfeld im Entwicklungsplan der Hochschule. Seitdem hat der Lernort seinen ganzheitlichen Ansatz einer Bildung für nachhaltige Entwicklung durch die Bereitstellung von Ressourcen und durch regelmäßiges Berichtwesen erfolgreich qualitativ weiterentwickelt und vorangebracht. Die Jury lobt besonders, dass jährlich in Zusammenarbeit mit Studierenden ein Nachhaltigkeitsbericht verfasst wird.“

 

Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung der Eberhard Karls Universität Tübingen, Tübingen, Baden-Württemberg

„Die Universität Tübingen hat sich in ihrem Leitbild der Maxime einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Insbesondere Studierende spielen bei der Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung eine große Rolle: Sie gestalten unter anderem die Ausrichtung der Universität am Leitbild aktiv mit und initiieren Projekte mit BNE-Bezug. Der eingerichtete Beirat für Nachhaltige Entwicklung prüft darüber hinaus Umsetzungsmaßnahmen und entwickelt langfristige Visionen. Die Jury hebt die vorbildhafte Beteiligung aller universitärer Gruppen hervor, die gewährleistet, dass unterschiedliche Perspektiven in Evaluation und Ausrichtung einbezogen werden.“

 

Landweg e.V., Groß Pankow, Brandenburg

„Der Landweg e.V., Betreiber eines Kindergartens und einer Ganztagsschule, hat Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell an seinen Lernorten verankert. Der Landweg e.V. zeigt vorbildhaft, wie Jugendpartizipation am Lernort gelingen kann: Kinder haben die Möglichkeit,  jahrgangs- und fächerübergreifend eigenständig Themenschwerpunkte zu setzen und Projekte zu initiieren. Die Jury hebt hervor, dass sich nicht nur die Lehr- und Lernangebote, sondern auch die Ausstattung und Bewirtschaftung des Vereins an allen drei Nachhaltigkeitsdimensionen orientieren.“

 

Leibniz-Gymnasium St. Ingbert, St. Ingbert, Saarland

Höhepunkte des Weltaktions­programms BNE 2015 bis 2019