youpaN und weitere Jugendbeteiligungsgremien bringen Ideen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ein : Meldung vom
Die Bundesregierung lud ein, sich online an der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) zu beteiligen. Jugendbeteiligungsgremien auf Bundesebene inklusive dem youpaN nutzen die Möglichkeiten und verlangen ein stärkeres Bekenntnis zu Klimaschutz und Zukunftsinvestitionen.
Im Juni 2024 rief die Bundesregierung dazu auf, sich an der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) im Rahmen einer Online-Dialogfassung zu beteiligen. Engagierte aus Jugendbeteiligungsformaten von sechs Bundesministerien nahmen dies zum Anlass, um sich zusammenzuschließen und die Dialogfassung gemeinsam zu kommentieren. Federführend beteiligt war auch das youpaN, Jugend-Panel zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), um Mitglieder Jasmin Scholtbach und Phillip Gutberlet. Das daraus entstandene Papier "Eine junge Perspektive auf die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie" wurde nun veröffentlicht.
Neben youpaN-Mitgliedern waren weitere junge Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren beteiligt, die sich in Jugendbeteiligungsgremien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Dort bringen sie ihre Ideen in die Bundespolitik ein, beziehen Stellung zu aktuellen Entwicklungen und machen Vorschläge dazu, wie Deutschland aus ihrer Sicht jugend- und zukunftsgerechter werden kann.
Nachhaltige Transformation gelingt durch Jugendbeteiligung auf Augenhöhe
In ihrem aktuellen Statement zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung machen sie nun erstmals gemeinsam deutlich: "Junge Menschen müssen als vollwertige Partner*innen in den Prozessen der nachhaltigen Transformation anerkannt und einbezogen werden." Sie beziehen in ihrem Kommentar zur Dialogfassung der DNS Stellung gegen jede Instrumentalisierung junger Menschen und fordern klare Finanzierungspläne für die in der Strategie vorgesehen Maßnahmen. "Die aktuelle DNS reflektiert nicht ausreichend die Dringlichkeit, mit der wir als junge Generation konfrontiert sind. Insbesondere die derzeitige Handhabung der Schuldenbremse darf nicht zur Blockade notwendiger Investitionen in eine nachhaltige Zukunft werden. Nachhaltigkeit erfordert langfristiges Denken, das über die aktuellen Beschränkungen hinausgeht."
Zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure nahmen Stellung zur Dialogfassung der DNS. Die Bundesregierung hat nun bis Ende des Jahres Zeit diese zu sichten und in ihre neue Strategie einfließen zu lassen.
Weitere Informationen
Mehr über das youpaN
Zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS)
BNE – einfach erklärt!
BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. BNE richtet sich an Menschen in allen Lebenslagen: von der Geburt bis ins hohe Alter. BNE will erreichen, dass alle Menschen lernen, nachhaltig zu handeln und sich für Nachhaltigkeit zu engagieren. Nachhaltig heißt, dass alle Menschen heute und in Zukunft gut leben und sich frei entfalten können und wir unsere Lebensgrundlagen und unsere Umwelt auch für die Zukunft erhalten. Denn: Unsere Entscheidungen und Handlungen haben oftmals Folgen für andere Menschen heute oder in Zukunft. Deshalb sollen darüber alle Kinder und Erwachsene weltweit Informationen erhalten und lernen, was jeder Einzelne und was wir gemeinsam tun können, um nachhaltig zu handeln – zum Beispiel in der Kindertagesstätte, in der Schule, im Beruf oder im Sportverein vor Ort.
BNE hilft, die 17 weltweiten Ziele für eine gute gemeinsame Zukunft aller Menschen zu erreichen. Diese Ziele wurden von den Vereinten Nationen beschlossen. Auf Englisch heißen diese Ziele: Sustainable Development Goals oder kurz SDGs.
Das gehört zu BNE:
- Gemeinsam ausprobieren, lernen und erforschen.
- Kritisch nachfragen.
- Themen wie Umwelt, aber auch Wohlstand, Kunst, Politik und das Miteinander.
- Weltweit denken und vor Ort handeln.
- Vor Ort mitmachen und mitentscheiden, zum Beispiel
- einen Wald schützen und erhalten,
- einen neuen Spielplatz fordern,
- sich für mehr Radwege einsetzen,
- Bus und Bahnangebote vor Ort verbessern,
- Müllsammelaktionen durchführen,
- ein Insektenhaus bauen,
- Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort unterstützten oder
- in einem Verein oder anderen Gruppen mitmachen und mit anderen Menschen über eine gute Zukunft nachdenken und aktiv werden.
Mehr Infos gibt’s auf Was ist BNE?