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SDG 5 als Antreiber für nachhaltige Entwicklung : Meldung vom

In einem Leitartikel skizziert Bundesministerin Karin Prien, wie wichtig die Gleichstellung der Geschlechter für eine gerechte, erfolgreiche und stabile Gesellschaft ist. Der Artikel erschien kürzlich im Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd mit einem Fokus auf SDG 5 "Geschlechtergleichheit".

Worum geht es in SDG 5 "Geschlechtergleichheit"?

Das fünfte der insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) zielt vor allem auf Geschlechtergerechtigkeit ab. Außerdem soll die Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen erreicht werden. Bis 2030 sollen alle Mädchen und Frauen auf der Welt gleichberechtigt sein und es soll keine Diskriminierung mehr geben. Stattdessen sollen sie überall gleichberechtigt teilhaben können – am politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Leben.

Zentrale Voraussetzung für unsere Gesellschaft

Die Gleichstellung der Geschlechter ist im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) fest verankert, denn sie ist eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Gesellschaften, in denen die Geschlechter gleichberechtigt sind, sind politisch stabiler, sozial gerechter und wirtschaftlich erfolgreicher. In einem gerade veröffentlichten Leitartikel geht die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Karin Prien auf ihre Vision von SDG 5 und seine Verbindung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein.

Für Bundesministerin Karin Prien sind drei Unterziele von SDG 5 besonders wichtig:

  • Das Beenden von Gewalt gegen Frauen und Mädchen;
  • Die gleichberechtigte Teilhabe am wirtschaftlichen Leben und die gleichen Rechte auf wirtschaftliche Ressourcen;
  • Chancengleichheit bei der Übernahme von Führungsrollen.

Zugleich ist die Gleichstellung der Geschlechter auch für die Erreichung weiterer Ziele der Agenda 2030 zentral. Zum Beispiel für die Bekämpfung von Armut (SDG 1), für Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3) sowie für menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8).

Auch wenn wir als Gesellschaft schon einiges erreicht haben, sind wir noch nicht am Ziel angekommen. Es braucht auch weiterhin Mut und Durchhaltevermögen, um SDG 5 umzusetzen. Für die Ministerin ist Bildung ein entscheidender Hebel, um dieses Ziel zu erreichen. Besonders geeignet dafür ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als ein Bildungskonzept, das dabei helfen kann, eine gerechte und resiliente Gesellschaft zu bilden.

BNE für eine resiliente und gerechte Gesellschaft

BNE befähigt die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln. Dazu gehört vorausschauend denken und kritisch reflektieren zu können sowie sich an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Genau diese Gestaltungskompetenz braucht es, um stereotype Rollenbilder aufzubrechen und alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt zur Beteiligung an demokratischen Veränderungsprozessen zu befähigen. Eine Gesellschaft, in der die Gleichstellung der Geschlechter Alltag ist und jede und jeder das eigene Potenzial frei entfalten kann: Dies aktiv zu gestalten ist unsere gemeinsame Aufgabe.

Hintergrund

Der Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd des World University Service (WUS), Deutsches Komitee e. V. erscheint vier Mal im Jahr und berichtet über aktuelle Inhalte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit in den Bundesländern, in Deutschland und in Europa. Er kann bestellt oder kostenfrei abonniert werden.

Weiterführende Informationen

Zum Leitartikel "Gleichstellung als Motor für nachhaltige Entwicklung" der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend Karin Prien

Zum Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd des World University Service (WUS) 126 "Ziel 5 der UN-Agenda 2030: Geschlechtergleichheit" von World University Service

Zur Meldung "Lernmaterialien zu SDG 5 'Geschlechtergleichheit'"