Erste Sitzung der Nationalen Plattform BNE im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend : Meldung vom
Am 09. Dezember hat die 22. Sitzung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE) auf Arbeitsebene in Berlin erstmalig unter dem Dach des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) stattgefunden. Alle Akteurinnen und Akteure freuten sich über die Fortsetzung der Arbeitstreffen.
Die Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE) treibt seit ihrer Gründung im Jahr 2015 die Verankerung von BNE in allen Bildungsbereichen voran und flankiert sie politisch. Die aktuelle Bundesregierung bekennt sich im Koalitionsvertrag ausdrücklich zur Unterstützung von BNE.
Den Vorsitz der Nationalen Plattform (NP) hat Staatsekretärin Dr. Petra Bahr übernommen. Auf Arbeitsebene hat ihn Dr. Catrin Hannken inne als neue Leiterin der Abteilung 5 im BMBFSFJ, zuständig für Berufliche Bildung und Lebensbegleitendes Lernen. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist im Referat 513 angesiedelt, das gemeinsam von Dr. Andrea Ruyter-Petznek und Bernd Schwarz geleitet wird. Im BMBFSFJ ergeben sich nun auch bereichernde Schnittstellen zu Jugendbeteiligung, Gleichstellung, Seniorenpolitik, Demokratieförderung und Engagement.
Ein Fokus der NP liegt seit Januar 2025 auf der Frage, welchen Beitrag BNE zu gesellschaftlichem Zusammenhalt leisten kann. Auf der Sitzung hat die hierzu gegründete Arbeits- und Redaktionsgruppe ein Konzept für Handlungsempfehlungen vorgestellt. Diesem Konzept wurde zugestimmt, sodass die Redaktionsgruppe aus wissenschaftlichen Expertinnen und Experten nun mit der Ausarbeitung beginnt.
Die Mitglieder der NP BNE befassten sich auf der Sitzung des Weiteren mit dem Konzept von Well-Being – Wohlergehen als neuem Aspekt von BNE und mit aktuellen internationalen Entwicklungen.
Mit Begeisterung wurde der umfangreiche und praxisnahe Orientierungsrahmen Globale Entwicklung in der gymnasialen Oberstufe mit insgesamt 805 Seiten aufgenommen. Dieser wurde von zahlreichen Akteurinnen und Akteuren in einem mehrjährigen und sehr umfangreichen Prozess erstellt. Zugrunde liegt eine langjährige Kooperation der Kultusministerkonferenz (KMK) mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Koordiniert wurde der Prozess von Engagement Global.
Aus der Forenarbeit sind zwei Papiere entstanden, die der NP auf Entscheidungsebene zur zustimmenden Kenntnisnahme empfohlen werden:
- „Strategiepapier zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Phasen der Lehrkräftebildung“ der Foren Hochschule, Schule und Berufliche Bildung,
- „Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung durch Lernortkooperationen zwischen Betrieb und Schule stärken“ des Forums Berufliche Bildung.
Diskutiert wurde darüber hinaus, wie die bisherigen Ergebnisse aus der Gremienbefragung zur Stärkung der Nationalen Plattform genutzt werden können. In drei Gruppen wurden Maßnahmen und Ideen zur strategischen Ausrichtung, verbesserten Vernetzung und Erhöhung der Sichtbarkeit erarbeitet. Diese werden in die NP BNE auf Entscheidungsebene im Mai 2026 eingespielt.
Weiterführende Links
Mehr zur Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung
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