Rückblick auf die ANGEL Conference: BNE im internationalen Kontext : Meldung vom
Die internationale ANGEL Conference tagte im Jahr 2025 unter dem Titel "Research in Global Education and Learning: For Democracy, Peace, Human Rights, Sustainability, and Global Social Justice" (auf Deutsch: Für Demokratie, Frieden, Menschenrechte, Nachhaltigkeit und globale soziale Gerechtigkeit). Das Bundesbildungsministerium hat auf der Konferenz eine Podiumsdiskussion ausgerichtet.
Globale Bildung und Globales Lernen im Fokus
Zur diesjährigen Konferenz wurde vom 4. bis 6. Juni 2025 in das Berliner Humboldt Forum eingeladen. Es war bereits die fünfte Veranstaltung des mit Mitteln der EU finanzierten Projekts "Academic Network for Global Education & Learning Conference" (kurz ANGEL). Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung hat sich längst zu einem wichtigen Ereignis für die Forschung im Bereich des Globalen Lernens entwickelt: Es werden politikbezogene Forschungsarbeiten in dem Bereich vorgestellt und eine Plattform für den Austausch neuer Forschungsergebnisse und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Forschenden, politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie Praktikerinnen und Praktikern geboten.
Organisiert wird die Konferenz in Zusammenarbeit mit folgenden Partnern: dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Engagement Global, der Universität Bamberg, dem Humboldt Forum, dem Global Education Network Europe (GENE) und dem Institute of Education an der Fakultät für Bildung und Gesellschaft des University College London.
Die Hauptziele der Veranstaltung waren:
- Die Förderung des Dialogs zwischen politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern, Forschenden sowie Praktikerinnen und Praktikern;
- Die Anregung zum Nachdenken über den Wert der Forschung für die Politikgestaltung;
- Die Erkundung internationaler politischer Rahmenbedingungen und ihrer Auswirkungen auf das Globale Lernen;
- Das Anbieten einer Plattform für Forschende, auf der sie ihre aktuelle Arbeit präsentieren und einen sinnvollen Dialog mit Expertinnen und Experten beziehungsweise Kolleginnen und Kollegen führen können;
- Die Unterstützung und Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern.
Die Konferenz zielte ebenfalls darauf ab, die Vision der Europäischen Erklärung zum Globalen Lernen bis 2050 ("Dubliner Erklärung") zu unterstützen und die Bildungsforschung im Einklang mit der neuen UNESCO-Empfehlung zur Bildung für Frieden, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Panel des Bundesbildungsministeriums
Das Bundesbildungsministerium war eingeladen worden, am zweiten Konferenztag ein Panel zu gestalten. Unter dem Titel "How can ESD contribute to strengthening democracy in processes of transformation?" (auf Deutsch: Wie kann BNE zur Stärkung der Demokratie in der Transformation beitragen?) diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft: Dr. Daniela Schmitz (Ministerium für Bildung und Kultur Saarland), Jan Wenzel (Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen) und Dr. Sarah Widany (Freie Universität Berlin). Moderiert wurde die Session von Klaus Schilling (Deutsche UNESCO-Kommission).
Zu Beginn hielt Maja Rentrop-Klewitz (Bundesbildungsministerium) eine kurze Einführung in den BNE-Prozess in Deutschland und teilte zentrale Erkenntnisse aus der Arbeitsgruppe "Gesellschaftlicher Zusammenhalt" der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung, des obersten Lenkungsgremiums des nationalen politischen Prozesses.
Es folgten zwei Beispiele zu BNE und Demokratiebildung aus der Schulpraxis – die Kooperative Gesamtschule Ulrich-von-Hutten in Halle/Saale mit einem Schwerpunkt auf der Schulentwicklung im Sinne des Whole Institution Approachs und die Nelson-Mandela-Schule in Berlin mit Fokus auf globale Partnerschaften. In den jeweils anschließenden Diskussionsrunden wurden die vorgestellten Beispiele gemeinsam besprochen und auf Fragen und Kommentare des Publikums eingegangen. Dabei war es den Beteiligten wichtig, die unterschiedlichen Perspektiven von Bund, Ländern, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und internationalem BNE-Prozess – der durch die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) begleitet wird – abzubilden, um die Beispiele aus der Praxis entsprechend aus den verschiedenen Perspektiven einordnen zu können.