Kreativer und inspirierender Austausch von Schülerfirmen in Berlin : Meldung vom
Über 120 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen am 5. und 6. Juni 2025 an der BNE-Akademie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) für Schülerfirmen teil. Zwei Tage lang konnten die Teilnehmenden Best-Practice-Beispiele nachhaltiger Schülerfirmenarbeit kennenlernen und sich zu Nachhaltigkeit und Gründung austauschen und mit anderen vernetzen.
Nach einem gemeinsamen Auftakt und erstem Kennenlernen hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, Einblicke in die Arbeit einzelner Schülerfirmen zu erhalten und sich mit Blick auf Herausforderungen und Lösungsansätze über ihre Erfahrungen auszutauschen.
In den thematischen Workshops standen unter anderem folgende Fragen im Fokus: Wie entsteht aus einer ersten Idee ein Schülerfirmenprojekt? Wie können Schülerfirmen über die eigene Schule hinaus in ihrer Stadt und in der Gesellschaft wirksam werden? Wie können Schülerfirmen einen Beitrag zu einer inklusiven Zukunft leisten? Und wie können KI-Tools zu Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung beitragen? Als besonderes Highlight guter Praxis stellte die Schülerfirma "Botschafterschule" der Grundschule Bredenbeck aus der Gemeinde Wennigsen (Deister) ihren Ansatz im Workshop "Spielend die Welt verändern – als Botschafter für nachhaltige Entwicklung" vor: Die Schülerfirma reist von Schule zu Schule und stellt dort zusammen mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern auf spielerische und kreative Weise die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vor.
Die Jugendlichen hatten im Anschluss Gelegenheit, mithilfe der Energie eines Fahrrads einen frischen Smoothie aus geretteten Lebensmitteln zu mixen, Teamfotos zu machen und sich vor Ort bei dem Team des Programms "youstartN" der Stiftung Bildung über Fördermöglichkeiten für nachhaltige Schülerfirmen zu informieren.
Am zweiten Veranstaltungstag standen Barcamps zu Fragestellungen rund um die Schülerfirmenarbeit im Mittelpunkt. Im partizipativen ergebnisoffenen Barcamp-Format gestalteten die Jugendlichen eigene Sessions zum Beispiel zu Fragen, wie Schulen barriereärmer gestaltet werden können oder wie sich Produkte aus dem Fair-Trade-Bereich besser vermarkten lassen.
Die BNE-Akademie bot mit 13 Schülerfirmen aus ganz Deutschland und von allen Schulformen ein buntes und vielfältiges Bild. Der Austausch, das gemeinsame Lernen und der Spaß am Ausprobieren standen dabei im Mittelpunkt. Eine Lehrerin einer Förderschule aus Halle lobte die Atmosphäre: Die Jugendlichen seien "sehr wertschätzend und wohlwollend miteinander umgegangen und über sich hinausgewachsen".
Hintergrundinformationen
Die BNE-Akademie fand im Rahmen des Programms "Ideenlabs – BNE in Schüler:innenfirmen verankern" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) statt. In den Ideenlabs lernen Schülerinnen und Schüler (ab der Sekundarstufe) sowie Lehrkräfte in Workshops die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen kennen und entwickeln eigene Ideen, wie sie mit ihrer Schülerfirma einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten können. Das Programm wird durch das Bundesbildungsministerium gefördert.
Im Rahmen dieser Schülerfirmen werden Produkte oder Dienstleistungen geplant, hergestellt oder verkauft. Die "Firmen" laufen unter dem rechtlichen Dach des Schulfördervereins oder des Schulträgers und orientieren sich dabei an der Funktionsweise echter Unternehmen.
Weiterführende Informationen
Zum Programm "Ideenlabs – BNE in Schüler:innenfirmen verankern"