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Was brauchen wir, damit wir ins Handeln kommen? Antworten dazu gab es auf der Forumstagung "POLITISCHE Bildung I Nachhaltigkeit I Transformation" : Meldung vom

Am 18. und 19. September 2025 hatten das Fachforum politische Bildung, Nachhaltigkeit und Transformation (Forum PolBNT) und das BNE-Forum Schule der Nationalen Plattform BNE in Weingarten Expertinnen und Experten eingeladen, die beiden Themen Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zusammenzudenken, sich auszutauschen und zu vernetzen.

"Kritisches Denken und die Einbeziehung politischer Dimensionen, auch unter Berücksichtigung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen, sind wichtig für Bildungsprozesse im Kontext von Nachhaltigkeit und Transformation. Das kann unbequem und konflikthaft sein, aber dafür braucht es Raum – auch in der Schule", so JProf. Dr. Steve Kenner, Projektleiter des Forum PolBNT (DBU) und Mitglied im BNE-Forum Schule, in der thematischen Hinführung zum Auftakt der Tagung. Er unterstrich damit, wie wichtig es sei, den Prozess politischer Bildung und BNE zusammenzudenken. Auch Gerd Vetter, Vorsitzender des BNE-Forums Schule, betonte in seinen einführenden Worten die Relevanz einer zukunftsorientierten und nach demokratischen Prinzipien ausgerichteten Schul- und Unterrichtsentwicklung. Bildung für nachhaltige Entwicklung mit seinem weitreichenden Bildungskonzept leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag.

Das Forum PolBNT, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), und das BNE-Forum Schule der Nationalen Plattform BNE (unter Federführung des Bundesbildungsministeriums) veranstalteten am 18. und 19. September 2025 gemeinsam die Forumstagung "POLITISCHE Bildung I Nachhaltigkeit I Transformation". Die Austausch- und Vernetzungskonferenz in Weingarten ermöglichte Einblick in Forschung und Praxis, Vernetzung, Kooperation und Transfer. Eine besondere Stärke war dabei das heterogene Feld der Teilnehmenden. Mit partizipativen Formaten, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen gelang der Austausch zwischen den circa 100 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Bildungspraxis und Bildungspolitik über die politische Dimension von Bildung im Kontext von Nachhaltigkeit, Transformation und autoritären Versuchungen. Die partizipativen Formate wie Barcamps und einem Markt der Möglichkeiten boten außerdem die Chance, niederschwellig eigene Forschungsergebnisse und Praxisprojekte, aber auch Formate, Initiativen und Bildungsmaterialien, vorzustellen. Die Veranstaltung wurde federführend von Junior-Professor Dr. Steve Kenner organisiert, mit initiiert und begleitet von Mitgliedern des BNE-Forums Schule und dem Vorsitzenden Gerd Vetter.

Was braucht es, damit wir ins Handeln kommen?

In Ihrer Keynote trug Prof. Dr. Maike Sippel (HTWG Konstanz) 12 konkrete Gedanken vor, die Mut machen, ins Handeln zu kommen. Aus ihrer aktuellen Veröffentlichung gab sie unter anderem die folgenden Impulse: Seien Sie dankbar! Lassen Sie Schmerz und Trauer zu! Sehen Sie das Ganze als Abenteuer! Sie stellte dabei aber auch Bezüge zu sozialen Bewegungen her. So verglich sie das Engagement für mehr Nachhaltigkeit mit dem Kampf für das Frauenwahlrecht.

Panels und Barcamp-Sessions wechselten sich im weiteren Verlauf der Tagung ab. Im Panel zu Bildung und Partizipation stand das dem zugrunde liegende Demokratieverständnis im Vordergrund. In den Barcamp-Sessions konnten die Teilnehmenden selbst aktiv werden und setzten sich beispielsweise mit dem Berner Konsens zur Verankerung von BNE in der Schweiz, BNE-Methoden, Ambiguitätstoleranz und neuesten Erkenntnissen aus wissenschaftlichen Untersuchungen auseinander. Im Podium zum Thema "Bildungspolitik im Kontext von Nachhaltigkeit und Transformation" war BNE-Referentin Maja Rentrop-Klewitz vom Bundesbildungsministerium vertreten. Sie machte deutlich, dass die Verknüpfung von BNE mit Demokratiebildung als Hebel fungiert, um Menschen zu erreichen, Spaltung zu überwinden und in der Transformation handlungsfähig zu bleiben. BNE biete somit zentrale, wichtige Antworten und sei zudem wichtiges Element innovativer Schulentwicklung.

Am Ende des zweiten Tages wurden die Ergebnisse im Abschlusspodium zusammengefasst. Zentral war dabei die Erkenntnis, dass Bildung nicht neutral ist und dass es eine Widerstandskompetenz geben muss.

Das BNE-Forum Schule

Das BNE-Forum Schule der Nationalen Plattform BNE setzt die Ziele des Nationalen Aktionsplans BNE (NAP BNE) für den Bildungsbereich Schule um. Es formuliert Handlungsempfehlungen, um BNE in Schule und Schulpolitik strukturell zu verankern. Die Handlungsfelder verfolgen vor allem das Ziel, BNE als selbstverständliche Aufgabe der Bildungsverwaltung und des Bildungswesens zu verstehen, BNE in der Lehr- und Fachkräftebildung zu integrieren und strukturell in den Lehr- und Bildungsplänen sowie am Lernort und im Sozialraum Schule zu verankern. Dabei ist es wichtig, die Partizipation von Kindern, Jugendlichen und Zivilgesellschaft als Gestaltungsinstrument sinnvoll zu berücksichtigen. Zudem steht das Forum mit seiner Expertise zu BNE der Akteurslandschaft mit Rat und Tat zur Seite.

Das Forum PolBNT

Das Forum PolBNT ist eine interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis. Sie widmet sich über verschiedene Zugänge der Frage, welche sozial-, bildungs- und erziehungswissenschaftlichen Themen im Kontext von nachhaltiger Entwicklung und gesellschaftlichen Transformationsprozessen berücksichtigt werden sollten und welche Schlüsse sich daraus für die Bildungspraxis ziehen lassen. Das Forum PolBNT wird vom 26.04.2023 bis 31.03.2026 durch eine DBU-Förderung unterstützt.

Weiterführende Links

Zum BNE-Forum Schule

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