Green Economy – von der Ausbildung bis zur Kreislaufwirtschaft : Meldung vom
"Grüne Wirtschaft" – das bedeutet neben Wirtschaftswachstum auch auf Umweltschutz, Ressourcenschonung und soziale Nachhaltigkeit zu setzen. Dazu zählen beispielsweise erneuerbare Energien durch den Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen, Energieeffizienzmaßnahmen durch Einsparung von Energie, aber auch die umweltverträgliche Gestaltung von Landwirtschaft und Verkehr.
Laut einer aktuellen Analyse der Bertelsmann-Stiftung enthalten immer mehr Stellenanzeigen Aufgaben mit einem Bezug zur "Green Economy" (Grüne Wirtschaft): Im Jahr 2025 war es bereits jede dritte Stelle. Die Analyse stellte in allen untersuchten Bereichen – Kreislaufwirtschaft, Umweltschutz und Emissionsminderung, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Verkehrswende, Natur- und Artenschutz sowie Nachhaltigkeitsberichterstattung und Green Finance – im Vergleich zu 2019 einen Anstieg der Stellenanzeigen mit Green-Economy-Bezug fest. Die größten Anteile haben dabei die Bereiche Kreislaufwirtschaft, Umweltschutz, Energiewende und Verkehrswende. Die gesellschaftlichen und politische Krisen der letzten Jahre haben das Wachstum der Green Economy positiv beeinflusst.
Nachhaltiges Wirtschaften ist nicht nur gut für die Umwelt und den Menschen. Es kann Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, insbesondere in Zeiten, in denen die Rohstoffe knapp sind und die Energie teuer. Wer dann auf Recycling und Energiesparen setzt, spart Geld und schont zugleich die Umwelt. Die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) geht noch einen Schritt weiter: Vorbild ist die Natur selbst, denn hier gibt es keine Abfallprodukte. In einem ständigen Wiederverwertungsprozess entsteht aus Endprodukt wieder Neues. Dazu gehören alle Phasen der Wertschöpfung: von der Produktgestaltung und Produktion über den Gebrauch und die Reparatur bis hin zur Abfallbewirtschaftung. So wird das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt.
Nachhaltigkeit in der Ausbildung
Für eine effiziente und nachhaltige Grüne Wirtschaft werden entsprechend ausgebildete Fachkräfte benötigt. Mit dem Programm "Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden" (NIB) fördert das BMBFSFJ Projekte, die Lehrkräfte und Ausbilderinnen und Ausbilder dabei stärken, Nachhaltigkeit in der Ausbildung zu verankern. Ziel ist es, die "Fachkräfte von morgen" auf die Anforderungen einer nachhaltigen Wirtschaft vorzubereiten.
Seit der Einführung der sogenannten Standardberufsbildposition "Umweltschutz und Nachhaltigkeit" 2021 wird Nachhaltigkeit systematisch in Ausbildungsordnungen, Rahmenlehrplänen und Umsetzungshilfen berücksichtigt. Wie das in der beruflichen Ausbildung konkret aussehen können, zeigen die Begleitmaterialien der Projektagentur Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (PA-BBNE). Für zahlreiche Ausbildungsberufe geben sie konkrete, praxisnahe Anregungen, wie Nachhaltigkeit im Berufsalltag vermittelt werden und selbst angewendet und umgesetzt kann.
Weiterführende Links
Mehr über das Programm "Nachhaltig im Beruf"
Zu den Standardberufsbildpositionen "Umweltschutz und Nachhaltigkeit"
Zur Dokumentenanalyse Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE)