Fachtagung: Wie gelingt BNE-Kommunikation in sozialen Medien? : Meldung vom
Rund 40 BNE-Aktive diskutierten am 14. Oktober 2026 im Hamburger Warburg-Haus über Chancen und Risiken sozialer Medien. Wissenschaftliche Perspektiven und praktische Erfahrungen zeigten, wie digitale Kommunikation nachhaltiges Lernen unterstützen kann.
Das Partnernetzwerk Medien im nationalen Prozess Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hat zusammen mit dem Institut für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg am 14. Oktober 2026 zur Fachtagung "Wie gelingt BNE-Kommunikation in digitalen Räumen? – Strategien und Praktiken von BNE-Kommunikation mit sozialen Medien" nach Hamburg eingeladen. Im Zentrum stand die Frage, wie BNE-Akteurinnen und BNE-Akteure soziale Medien verantwortungsvoll und wirksam nutzen können.
Soziale Medien haben eine demokratische Relevanz: Wenn sie als offene Systeme angelegt sind, dann können sie als demokratisches Instrument genutzt werden. Neben den bekannten Plattformen bieten vor allem dezentrale Plattformen, sogenannte Fediverse, diese Möglichkeit. Fediverse sind dezentrale, plattformübergreifende Netzwerke voneinander unabhängiger sozialer Medien, zu denen zum Beispiel Mastodon gehört. Darauf ging Jana Ballweber in ihrem Vortrag ein und gab einen Einblick in die dezentralen Angebote. In den weiteren Inputs von Dr. Jan-René Schluchter, Katharina Klappheck und Dr. Annika Bush wurde deutlich: Wer kommerzielle soziale Medien für BNE nutzt, muss deren Spielregeln, Algorithmen und Nachhaltigkeitsfolgen berücksichtigen. Dafür braucht es kritische Medienbildung, transparente Plattformen und geschlechtervielfältige Räume für Mitgestaltung. Positive, alltagsnahe Inhalte können Selbstwirksamkeit stärken.
In der abschließenden Podiumsdiskussion mit Dr. Pia Lamberty, Dr. Martin Thiele-Schwez und Dr. Annika Bush wurde Psychologie, Nachhaltigkeitsforschung und Gamedesign miteinander verbunden. BNE-Kommunikation soll Verstehen fördern, Handlungsmöglichkeiten eröffnen sowie Sinn und Hoffnung vermitteln. Das Fazit: Klare Zielgruppen, thematische Schwerpunkte und eine eigene Sprache zählen mehr als jeder Trend. Digitale und analoge Formate können gemeinsam Beziehungen stärken.
Weitere Veranstaltungen zum Thema soziale Medien geplant
Die Fachtagung ist Teil des vom BMBFSFJ geförderten Projekts "Bildung für nachhaltige Entwicklung im Raum Sozialer Medien: Das Medium für die Botschaft nutzen – Strategien und Herausforderungen".
Ebenfalls im Rahmen dieses Projekts finden am 6. und 7. November 2026 im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin die Workshoptage "Wie gelingt BNE-Kommunikation in digitalen Räumen? Strategien und Praktiken von BNE-Kommunikation mit sozialen Medien" statt. Dort werden sich BNE-Aktive mit Medienprofis und praxisorientiert ausgerichteten Bildungsexpertinnen und -experten zusammen austauschen.
Zur Anmeldung für die Workshoptage "Wie gelingt BNE-Kommunikation in digitalen Räumen? Strategien und Praktiken von BNE-Kommunikation mit sozialen Medien".
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