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BNE und Sport-Mega-Events: Wie die UEFA EURO24 und die olympischen Spiele 2024 besonders nachhaltig werden : Meldung vom

Heute geht es los: die Fußball-Europameisterschaft der Männer – UEFA EURO24 – startet am 14. Juni 2024 in Deutschland. Kurz darauf finden die Olympischen Spiele 2024 in Paris statt. Beide Sportgroßveranstaltungen wollen neue Standards in Nachhaltigkeit setzen.

Intelligente Mobilität, CO2-Neutralität oder Reduzierung des Energieverbrauchs: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Europäische Fußballverband (Union of European Football Associations, UEFA) haben sich das Ziel gesetzt, die Fußball-Europameisterschaft der Männer – UEFA EURO 2024 – zum "bisher nachhaltigsten Turnier" zu machen. Dafür wurde eigens eine Strategie für nachhaltige Veranstaltungen erstellt. Orientierungsrahmen sind die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs). Das Ziel/SDG 4 "Qualitative Bildung", das die Grundlage für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bildet, wird im Kapitel "Solidarität" berücksichtigt. Darin geht es um nachhaltige wirtschaftliche Erfolge, die Erleichterung von Wissensaustausch, Nachwuchsförderung und sowie die Unterstützung des Breitensports. In Berlin sollen die Fanbereiche beispielsweise nicht nur Orte der Begegnung, sondern auch Erlebnis-, Informations- und Lernorte zu Nachhaltigkeitsthemen sein. Die Bundesregierung unterstützt die Bemühungen und fördert Projekte in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit. Ein gemeinsames Verständnis einer nachhaltigen UEFA EURO24 wurde vom Bundesministerium des Innern und für Heimat ausgearbeitet.

Auch die Olympischen Spiele 2024 in Paris sollen zu den nachhaltigsten Spielen in der Historie werden. Mehr Klimaschutz und ein geringer CO2-Abdruck gelten dabei als zentral. Es sollen beispielsweise nur etwa die Hälfte des CO2 im Vergleich zu den vergangenen Spielen in London (2012: 3,4 Millionen Tonnen) und Rio de Janeiro (2016: 3,6 Millionen Tonnen) ausgestoßen werden. Dies soll vor allem durch kurze Wege erreicht werden. In Bezug zu BNE hat sich das Organisationskomitee und die Stadt Paris das Ziel gesetzt, zukünftige Generationen zu inspirieren. Die Spiele sollen ein Modell für die Organisation zukünftiger Großveranstaltungen sein: ökologisch verantwortungsvoll und nachhaltig.

Wie mache ich mein Sporterlebnis nachhaltig(er)?

Die EURO24 und die Olympischen Spiele 2024 bieten eine Infrastruktur an, die auch auf der individuellen Ebene einen nachhaltig(er)en Besuch erlauben: sei es im Stadion oder bei einer Live-Übertragung der Spiele oder Public-Viewing-Events. Jetzt gilt es, dieses Angebot auch zu nutzen.

Dazu gehören:

  • Nachhaltige Anreise mit Bus, Bahn oder Rad: Partnerschaften erlauben oft eine kostengünstige Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch die Fahrradinfrastruktur wird ausgebaut und verbessert.
  • Wasserflasche mitbringen: Trinkbrunnen oder Trinkwasser sind meist vor Ort verfügbar. Wer also die eigene, wiederverwendbare Trinkflasche mitbringt, kann sie kostenlos auffüllen.
  • Nachhaltige Verpflegung: In den Stadien sollen überwiegend regionale und FairTrade Produkte angeboten werden. Fleischarme, fleischlose oder gar vegane Produkte sind außerdem oft die nachhaltigere Option.
  • Nachhaltige (Sport-)Kleidung: Reduce – reuse – recycle (dt. vermeiden – wiederverwenden – recyceln): das gilt insbesondere für Kleidung. Wenn es dann doch mal etwas Neues sein soll, gibt es mittlerweile auch viele Kleidungshersteller, die auf eine nachhaltige Produktion achten.

BNE – einfach erklärt!

BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. BNE richtet sich an Menschen in allen Lebenslagen: von der Geburt bis ins hohe Alter. BNE will erreichen, dass alle Menschen lernen, nachhaltig zu handeln und sich für Nachhaltigkeit zu engagieren. Nachhaltig heißt, dass alle Menschen heute und in Zukunft gut leben und sich frei entfalten können und wir unsere Lebensgrundlagen und unsere Umwelt auch für die Zukunft erhalten. Denn: Unsere Entscheidungen und Handlungen haben oftmals Folgen für andere Menschen heute oder in Zukunft. Deshalb sollen darüber alle Kinder und Erwachsene weltweit Informationen erhalten und lernen, was jeder Einzelne und was wir gemeinsam tun können, um nachhaltig zu handeln – zum Beispiel in der Kindertagesstätte, in der Schule, im Beruf oder im Sportverein vor Ort.

BNE hilft, die 17 weltweiten Ziele  für eine gute gemeinsame Zukunft aller Menschen zu erreichen. Diese Ziele wurden von den Vereinten Nationen beschlossen. Auf Englisch heißen diese Ziele: Sustainable Development Goals oder kurz SDGs.

Das gehört zu BNE:

  • Gemeinsam ausprobieren, lernen und erforschen.
  • Kritisch nachfragen.
  • Themen wie Umwelt, aber auch Wohlstand, Kunst, Politik und das Miteinander.
  • Weltweit denken und vor Ort handeln.
  • Vor Ort mitmachen und mitentscheiden, zum Beispiel
    • einen Wald schützen und erhalten,
    • einen neuen Spielplatz fordern,
    • sich für mehr Radwege einsetzen,
    • Bus und Bahnangebote vor Ort verbessern,
    • Müllsammelaktionen durchführen,
    • ein Insektenhaus bauen,
    • Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort unterstützten oder
    • in einem Verein oder anderen Gruppen mitmachen und mit anderen Menschen über eine gute Zukunft nachdenken und aktiv werden.

Mehr Infos gibt’s auf Was ist BNE?